Sollen wir wieder vom Wetter reden?
Ich denke, es ist klar, dass es auch heute wieder geregnet hat und wir auch ein bisschen nass geworden sind. Aber daran gewöhnen wir uns ja auch so langsam.
Zuerst ging es mal auf den Markt von Pont L'Abbé. Hier ist wirklich was geboten. Wenn es besseres Wetter Gewese wäre, hätte man mit Sicherheit noch viel viel mehr sehen können. Aber das Angebot war klasse. Wust, Käse, Fisch, Austern, Gemüse und Obst. Alles, was man sich an frischen Produkten der Region (und auch von anderswo) wünschen kann, gibt es hier. Brathähnchen zum Beispiel auch, die echt lecker rochen und geht gut aussahen.
Ober hier an dem Stand verschiedene Wurst von verschiedenen Tieren, wovon wir und auch welche mitnahmen.
Leider war das Wetter wirklich mal wieder bescheiden, wie man hier auch erkennen kann:
Aber egal. Wir nehmen einen leckeren Kaffee und ein Croissant in einer Kneipe direkt am Marktplatz zu uns und schauten dem Treiben zu. Gut ausgerüstet mit Obst, Austern und Käse ging es dann weiter. Pont L'Abbé hat auch eine recht skurrile Kirche, die nur ein Seitenschiff, dafür aber einen gar nicht passenden Turm hat.
Über dem Haupteingang (auf der anderen Seite) findet man auch ein tolles Rosettefenster, was aber, da wir nicht in die Kirche hinein konnten, nicht zu erkennen war.
Das Wetter war uns dann irgendwann doch zu mies und wir sind weitergefahren.
Im kleinen Örtchen Loctudy steht - ihr könnt es erahnen - eine Kirche, die es zu besichtigen galt. Die Kirche, die dem Heiligen Thudy geweiht ist, gilt als eine der am besten erhaltenen romanischen Kirchen in der Bretagne. Romanisch sind hier das Schiff und der Chor, der drei Seitenkapellen hat Portal und Turm sind aus dem 18. Jh. und werden deswegen hier auch nicht weiter erwähnt.
Das Schiff ist wirklich ein Musterbeispiel der Romanik.
Rundbögen, wohin das Auge blickt.
Im Chor sind die vier Säulen mit ihren mit Ornamenten versehen Kapitellen, ebenfalls typisch für die Romanik zu erwähnen. Man seht sie leider nicht ganz deutlich auf den Fotos, aber man kann eine Ahnung bekommen.
So sind wir dann an der Küste weitergefahren, um den kleinen Fischerort Le Guilvinec zu erreichen, der eine der bedeutendsten Fischflotten Frankreichs beheimatet, was man bei so einem kleinen Örtchen gar nicht glauben kann.
Wie gesagt: Der Weg ging an der Küste entlang; man konnte auch immer wieder einen Blick aufs Meer erhaschen.
Schließlich sahen wir ein Hinweisschild: Menhir. Und da wir noch keinen einzigen Menhir während unseres Bretagne Aufenthalts gesehen hatten, fuhren wir dem Schild nach und fanden neben alten Autoreifen und einem Bauernhof einen echten Menhir (das heißt "stehnder Stein", was es so ziemlich gut trifft).
Der Menhir in seiner natürlich Umgebung. Im Hintergrund sieht man Dünen und Meer.
Cool. Und schon echt alt. Und außerdem mal was anderes als immer nur Kirchen und Wellen….
Und weil das so viel Saß gemacht hat, haben sie für unshier direkt noch einen Menhir aufgestellt. Also nicht direkt hier sondern etwas weiter entfernt. Wir mussten ihn schon auf diversen Nebenstraßen suchen gehen. Er steht mitten in einem Gewässer und wirkt hier irgendwie etas verloren.
Der Ort im Hintergrund schwächt leider den Effekt ein bisschen ab. Also, wie in der Steinzeit kommt man ich dann nicht mehr vor.
Aber irgendwo beeindruckend war's schon.
Aber das hielt uns nicht lange auf, denn wir wollten weiter nach Le Guilvinec, dem Fischerort. Dort kamen wir dann auch an und konnten erst mal einen Pick auf den Hafen werfen.
Auf der Route am Wasser entlang ging es dann zurück nach Penmarc'h. Das Wetter war ruhig, das Wasser auch, und wir konnte immer wieder mal Pause zum Schauen und fotografieren machen.
Hin und wieder gaukelte ein vergessenes Boot auf dem Wasser.
Im Hintergrund konnten wir den Leuchtturm Eckmühl vom Penmarc'h sehen.
Der Wind frischte dann auf und an den Felsen von St. Guenolé gab es noch beeindruckende Gischt zu sehen.
Teilweise spritze der Schaum der Wellen bis auf die Straße und bedeckte sie, als hätte einer ein dickes Federbett dort ausgeschüttelt.
Das waren die Erlebnisse. Es ging dann noch zum Einkaufen und nach einem opulenten Austern und Fisch Mahl, waren alle zufrieden und der Abend konnte schön ruhig ausklingen.
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