Montag, 31. Dezember 2012

Barcelona - Tag 3

Der dritte Tag in Barcelona und damit auch der letzte Tag 2012 geht zu Ende.

Bevor der Jahreswechsel ins Hau steht, werde ich noch ein paar Dinge loswerden, die wir heut unternommen haben.

Der Tag heute stand ein bisschen unter dem Motto: "Auf den Spuren Gaudis". Und so begann der Tag nach einem spanischen Frühstück (Croissant und Kaffee) mit einem Besuch des Park Güell, zu dem wir erst mal mit der U-Bahn fahren mussten und dann einen steilen Berg hinauf stiefeln mussten. Interessanterweise wirkt Barcelona dort ein bisschen wie San Francisco auf den Höhen der Vallejo Street zum Beispiel. Recht witzig. Aber zurück zum Thema. 

Das Wetter war großartig und der Andrang im Park entsprechend riesengroß. Ich versuche mal, hier die Bilder zu posten, auf denen noch die wenigsten Menschen zu sehen sind. 




Die Treppe direkt hinter dem Eingang. Es gibt halt keine andere Möglichkeit, in den Park zu kommen, deswegen war hier auch das meiste los. Ich könnte mich jetzt über Touristen aufregen, aber ich bin ja selber einer... also nehmen wir's so hin....


Teilweise sieht's hier aus, als wären die Türme und Gebäude direkt aus der Zuckerbäckerei entnommen.


Im Übrigen steht Gaudi auch auf Kacheln, die er offensichtlich erstmal zerdeppert und dann wieder zusammenbaut. Hier ein paar Impressionen, wie das dann aussieht:






Nicht so schlecht, was man aus kaputten Kacheln noch so alles machen kann.

Weiter dann. Dass Gaudi Säulen mag, wissen wir schon seit dem Pferdestall von gestern. So etwas ähnliches findet sich im Park auch.


Die Decke auch hier wieder aus Bruchstücken zusammengesetzt.


Von den Säulen getragen findet man eine Ausichtsplattform, von der aus es einen tollen Blick über Barcelona und hinaus auf dar Mittelmeer zu sehen gab. Man bewundere auch die strahlende Sonne dazu.


Diese Säulenhalle sieht aus wie Bäume oder anderes organisches Leben.


So schlimm, dass man den Kopf verlieren muss, wie dieser Herr hier im Vordergrund, war es aber sicherlich nicht, nein, auf keinen Fall. Im Gegenteil.


Gaudi spielt hier auf gotische Bauwerke an, variiert das aber sehr geschickt und kommt dann zu schrägen Säulen, die miteinander verwoben sind. Eine faszinierende Sache.



Immer wieder faszinierend finde ich es, wenn ich im Mittelmeerraum unterwegs bin, so wie auch vor einigen Jahren in Portugal dass um diese Zeit die Zitrusfrüchte reif sind.


Später (was ich aber nicht fotografiert habe) sah ich dann auch noch reife Paprika und Tomaten... am 31.12.. Ich bin immer wieder fasziniert.....


Nach dem Besuch des Parks und Stärkung durch einen kleinen Kaffee ging es dann weiter zur Casa Batillo, die auch von Gaudi stammt und die wohl sein abgefahrenstes Haus darstellt. Hier einmal mit Baum und dann einmal ohne Baum



Und hier noch ein paar Detailaufnahmen. Das Haus ist wirklich unglaublich. Man glaubt gar nicht, dass da wirklich Leute wohnen. Gegen die Werke von Gaudi, die es hier in Barcelona gibt, muss ich doch sagen, dass das Hundertwasser Haus in Wien eher wie ein billiger Abklatsch wirkt. Naja, ich hab keine Ahnung, aber das ist, was ich mir so gedacht habe.

 





Machen wir, ehe wir noch mal zu Gaudi (etwas später) zurückkommen noch mal klar, dass es ach andere schöne Häuser in Barcelona gibt, von denen viele hier in der Gegend stehen.





Das letzte Gebäude von Gaudi für heute, das Pedrera. Weniger bunt, aber auch sehr wellig und schön anzuschauen, auch wenn es teilweise schon etwas heruntergekommen wirkte.




Wir hatten dann ein leckeres Mittagessen so gegen 14 Uhr (ich verzichte so ziemlich auf die Essensbilder dieses Mal....) und saßen noch ein bisschen draußen rum, ehe wir uns über die Rambla wieder Richtung Meer auf den Weg machten.


Wir mussten dann im Hotelzimmer noch ein paar Getränke für heute Abend in den Kühlschrank legen, ehe es dann weiter ging durch die Straßen von Barcelona. Wir ließen uns ein wenig treiben....




Irgendwann waren wir dann wieder bei der Statue vom guten alten Kolumbus angekommen. Irgendwie ist das doch faszinierend, wie man berühmt werden kann, weil man sich ziemlich vertut und nicht schafft, was man sich eigentlich vorgenommen hatte....



Langsam wurde es dunkler und wir beschlossen noch einmal zur Kathedrale zu gehen. Dieses Mal war der Andrang auch geringer, aber es war Messe und so machte ich nur zwei Bilder, ehe wir uns wieder aus dem Staub  machten.



Tja, wie man sieht, ist es ziemlich dunkel geworden mittlerweile.



So sind wir dann auch noch mal im Dunklen zur Kirche Santa Maria Del Mar gekommen, um mal zu schauen, wie die im Dunklen von innen aussieht... naja, so halt:


In einer kleinen Kneipe, die hier im Bild ganz links zu sehen ist, nahmen wir dann noch Bierchen zu uns. Auf diesem Foto habe ich versucht, ein Gemälde nachzustellen, dass in dieser Kneipe als Gemälde hängt. Also, wenn ich mal dahin kommt... schaut es auch mal an....


Barcelona war schön erleuchtet und von der Nachweihnachtszeit gekennzeichnet. Durch diese so schön erleuchteten Straßen ging es dann noch, um ein paar Tappas zu verspeisen, ehe es zum Hotel zurückging.




Von hier wünsche ich euch allen dann auch noch mal einen guten Rutsch und alles Gute für 2013.

Ich melde mich dann im neuen Jahr wieder.

Take Care.



Sonntag, 30. Dezember 2012

Barcelona - Tag 2

Ein weiterer Tag in Barcelona geht zuende. Es ist dunkel draußen und der letzte Tag des Jahres 2012 bricht bald an. 

Das Wetter war, wie man auf den Bildern gut sehen kann, sehr schön und für den 30.12. auch angenehm warm.

Der erste Gang war auf das Dach unseres Hotels, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt hat. So sieht man in die eine Richtung den Montjuic.


 



Schauen wir doch mal in die andere Richtung, wo die Altstadt und die Kathedrale sind. Auch hier tolles Wetter. Keine Frage. So kann das hier weitergehen.



Im Hintergrund sieht man auch die Sagrada Familia, die wir uns noch ansehen werden. Heute waren aber andere Dinge angesagt. Dauert also noch ein bisschen....


Also kletterten wir wieder runter vom Dach und machten uns auf, um ein bisschen mehr von dieser tollen Stadt zu entdecken.

Direkt um die Ecke hier ist übrigens, ein Porno-Laden, obwohl das eigentlich ja nicht so ne verruchte Gegend ist hier.


Weiter gings Richtung Rambla. Noch war wenig los, was später anderes werden sollte.


Der Placa Reial, auf dem heute Münzen gehandelt wurden.



Bei ein bisschen durch die Gegend laufen kamen wir dann auch bei dieder Hähnchenbraterei vorbei, die wirklich sehr sehr gut aussah.


Schließlich erreichten wir unser erstes Tagesziel. Das Palau Güell, eines der Frühwerke von Antoni Gaudi, das er für den Industriellen und seinen besten Förderer Güell gebaut hat.

Hier sieht man den Innenhof:


Hier geht der Blick von Außen nach Innen durch die von Gaudi designten Fenster.


Unsere Tour führte uns dann weiter in die ehemaligen Pferdeställe. Ich meinem das ist schon nicht schlecht für Pferdeställle, sieht eher aus, wie die Krypta einer Kirche. 



Beim weiteren Gang durch das Haus ist dann auch klar geworden, dass Gaudi auch das Logo einer international operierenden Burgerkette geschaffen hat.


Die Parallelen sind unglaublich oder? 

Nun gut, weiter im Text. Hier ein paar Impressionen, die ich aufgenommen habe:


Hier sieht man, dass auch die Klos etwas besonderes sind....


Schließlich ging es dann aufs Dach, wo man die berühmten Schornsteine sehen konnte.




Nach so viel Kultur mussten wir uns dann mal ausruehen und suchten uns einen Platz an einem Kaffeestand an der Rambla und genossen im schönen Sonnenschein einen leckeren (und natürlich unglaublich überteuerten) Milchkaffee, während wir die Massen an Leuten an uns vorbeischlendern ließen. Es war ein herrliches, dekadentes Gefühl, an einem 30.12. draußen in der Sonne zu sitzen und das Leben zu genießen.


Wo wir grade dabei sind, von Genießen zu reden. Einer der Genusstempel in Barcelona ist sicherlich in der Markthalle an der Rambla zu finden. Keiner sollte diese verpassen, wenn er Barcelona besucht. Und wer meine Reiseberichte kennt, weiß, dass Märkte und Markthallen ein immer wiederkehrendes wichtiges Thema und ein von mir gern besuchtes Ziel sind. Also, auf gehts. Wir stürzten uns ins Getümmel.

 Großartig. Und ich liebe Märkte.

In Barcelona ist es offenbar grade total in, frische Säfte aus Platikbechern zu trinken. Und für einen Euro konnte man sich dann mit frischen Vitaminen eindecken. Farbenfroh wars auf jeden Fall, aber mien Sinn stand nicht nach Saft.



Eher schon nach so was hier. Leckerer Schinken am Stück und in den unterschiedlichsten Preisstufen. Wir haben uns dann für auf die Hand auch ne kleine Portion Schinken geben lassen, was extremst köstlich war. 


Es gab die unterschiedlichsten Leckereien. Frisches Meeresgedöns...


... frisches Meeresgedöns.... 


 ... und natürlich frisches Meeresgedöns.


Die Auswahl an frischem Obst suchte Ihresgleichen. 


Wem das zu frisch war, der suchte lieber beim Trockenobst und den Nüssen. Die Auswahl war atemberaubend. Und man muss immer bedenken, wir hatten Sonntag!


Chillies in Mengen, in großen Mengen 


Ach ja. Und  es gab auch Meeresgedöns - natürlich.


Andere Stände beherbergten bergewiese Süßigkeiten, die wie man stolz schrieb aus Katalanischer Schokolade waren.


Die Auswahl an Pilzen war ebenso großartig wie alles andere. 


Fazit: Wer wie ich auf so was steht, sollte sich das nicht entgehen lassen.

 Aber davon nun mal genug. Das gotische Viertel, sozusagen die Altstadt sollte heute noch weiterhin auf dem Programm stehen. Und so verließen wir die Ramblas und machten uns auf den Weg zur Kathedrale.


Wir blieben aber draußen, weil der Andrang doch viel zu groß war. Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit, um uns diese Kirche auch von innen anzuschauen. Aber keine Sorge: Es kommt noch ne Kirche im heutigen Blogeintrag vor.

Also stattdessen gingen wir dann mal durch die Straßen der Altstadt.


Überall war viel los. Und auf manchen Plätzen standen auch gar merkwürdige Kunstwerke rum. 


Zwischendurch (nach spanischer Sitte erst nach 14 Uhr musste denn auch noch ein Imbiss zu sich genommen werden, was wir in einem netten Restaurant in der Altstadt taten.

Frisch gestärkt ging es dann weiter und wir kamen zum Meer, wo wir ein Stück die Uferpromenade entlangschlenderten.


Auf einer hohen Säule stand auch der Herr Kolumbus und schaute über das Meer, von dem zurückkehrend er hier in diesem Hafen anlegte.


Eine Nachbildung seines Schiffes war dann auch zu sehen.  Es lag im Yachthafen.




Über die Ramblas del Mar ging es dann hinüber. Die Sonne stand schon tief obwohl es noch nicht einmal 17 Uhr war.


Auf der anderen Seite des Yachthafens fanden wir dann (und auch das ist ein in meinen Reiseberichten immer wiederkehrendes Motiv) ein Shopping Center. Das interessante oder bemerkenswerte hier ist, dass das Einkaufszentrum eigentlich offen ist, das heißt nicht, wie bei uns ein Deutschland mit Türen und Fentern von der Außenwelt hermetisch abgeriegelt sondern offen nach oben hin und zu den Seiten. Aber das ist auch kein Problem. Hier wird es schließlich in der Regel auch nicht wirklich kalt.





Schließlich hieß es Abschied nehmen vom Yachthafen und zurück in Richtung Stadt.


Das letzte Highlight des Tages sollte die Kirche (!!!) Santa Maria Del Mar, die schönste Kirche der katalanischen Gotik sein. 


Aber die machte erst um 17 Uhr auf, so dass wir noch ein bisschen durch die engen Gassen, die wirklich engen Gassen des Viertels stapften. Es wurde schon ein bisschen dunkler und auch kühler.




Schließlich kamen wir dann auch rein. Es lohnt sich wirklich, auch wenn diese Kirche recht schlicht (und das war sie schon, bevor die Anarchisten sie ausgebrannt hatten, jaja, immer diese bösen Anarchisten) ist. 



Das Fenster ist wie ein Feuerwerk und damit schon mal eine tolle Einstimmung auf dem morgigen Tag (wobei ich gar nicht weiß, obs hier Feuerwerk gibt. Böller werden jedenfalls, Gott sei Dank, hier keine verkauft...).



Auch dieses Fenster über dem gekreuzigten Jesus finde ich richtig schön und das Blau erweckt fast Gedanken an Chagall...



So, das war es mit den Bildern für heute.

Nach einer kleinen Pause im Hotel, machten wir dann nach 21 Uhr noch einen kleinen Abstecher in eine Bar, um ein paar Tappas und Biere zu uns zu nehmen. Jetzt sind wir wieder zurück. Ich guck noch ein bisschen NFL und wünsche euch allen auch noch einen schönen Abend und bis morgen oder (wohl eher übermorgen). In diesem Sinne - schon mal guten Rutsch.

Take Care.