Mittwoch, 4. Januar 2012

Dumbos Tour De France - Tag 5 - Cap Sizun

Wieder mal ein Tag vorbei.
Wieder mal nass geworden :-)
Wieder mal eine ganze Menge gesehen.
Morgens ging es los in Richtung Pointe du Raz. Eine Million Besucher finden sich im Jahr an diesem Kap ein, gegen das der Atlantik mit Härte und Wucht Welle um Welle schickt. Und auch wir wollten uns dieses Naturschauspiel natürlich nicht entgehen lassen, zumal das Wetter ja gar nicht so schlecht war… Aber zuerst musste noch ein bisschen was kirchliches gemacht werden, denn auch auf dem Weg vom Cap Sizun gab es genug schöne Kirchenbauten zu sehen. Die Stiftskirche von Pont Croix zum Beispiel ist ein Beispiel für spätgotische Pracht und beheimatet einige der schönsten Beispiele bretonischer Glasmalkunst, wie zum Beispiel die Fenster der Stifter der Kirche. DSC 0001
Der Turn, den man hier sieht, diente als Vorbild für die Türme des Doms in Quimper, den wir auch noch besichtigen werden.
Dies hier ist das Seitenportal. DSC 0004
DSC 0021
DSC 0022
Man sieht hier, dass auch der Zahn der Zeit stark an diesem Gebäude nagt. So richtig in Schuss gehalten werden hier viele der Kirchengebäude nicht, und so zerfallen sie im Laufe der Jahrhunderte vor sich hin…. Das ist auf der einen Seite schade, hat aber auf der anderen, wie ich finde einen ganz eigenen irgendwie morbiden Charme, den man auch mögen kann.
DSC 0026
Kommen wir zum Inneren der Kirche. DSC 0006
DSC 0008
DSC 0013
Wie gesagt, ein paar sehr schöne Fenster. Als wir zuerst in die Kirche kamen, erschien sie uns etwas dunkel, aber wenn man sich etwas dran gewöhnt hat, gibt sie wirklich einiges her. Die Kirche gehört zu einem Kloster und Priesterseminar, das auch eine eigenen Kirche besitzt, in die man aber nicht hinein kann. So ging es dann weiter. Auf dem Weg zur Pointe du Raz über nette und gut ausgebaute Nebenstraßen gelangten wir dann zur Kapelle des Hl. Tugen. Hier wurden in früheren Jahrhunderten Leute mit Tollwut und Zahnschmerzen gebracht, von denen man hoffte, dass die Fürsprache des Heiligen sie retten könnte. DSC 0047
Der Turm ist etwas besonders und sieht anders aus als die Türme anderer bretonischer Kirchen, die oft zierlich, schlank und recht hoch sind. Recht hoch ist dieser Turm auch, aber doch sehr massig. DSC 0031
Zierlich und verspielt hingegen wirkt auch hier wieder das Südportal. DSC 0034
Da wir nicht in die Kirche hineinkonnten, gibt es ein paar Impressionen von außen. DSC 0037
DSC 0040
DSC 0036
Und auch diese Kirche hat wie so viele in der Bretagne einen Kalvarienberg. DSC 0035
DSC 0041
DSC 0042
DSC 0043
Auch hier sieht man deutlich, wie der Zahn der Zeit und Wind (von dem es hier oben jede Menge gibt) und Wetter (was hier oft Wasser im Regen bedeutet) am Granit über die Jahrhunderte seine Spuren hinterlassen hat. Die Gesichter könnten gut als Vorlagen für Zombies herhalten. Nachdem wir uns diese Kirche gebührend angesehen hatten, fuhren wir weiter. Ds Meer kam wieder in Sicht und der Wind wurde immer stärker. Der eigentlich gebührenpflichtige Parkplatz an der Pointe du Raz kam heute ohne Geld aus und auch ohne Besucher, wie man auf dem folgenden Bild Deutlich wahrnehmen kann. Ich meine, so erreichen die die Million Besucher nicht. DSC 0048
Wir sind dann also raus. Der Wind war nun wirklich stark. So ist das hier eigentlich das einzige Gewächs, auf der Spitze, das die Höhe von einem Meter überragen dürfte. DSC 0049
Es war diesig und die Sicht stark eingeschränkt. Die Pointe du Van war grade so zu ereignen. Gut, dass man noch ein bisschen was sehen konte. DSC 0050
Je weiter wir nach vorn kämen, desto stärker blies uns der Wind um die Ohren. Einige Franzosen kamen uns auf dem Weg entgegen, die vor dem Erreichen der Spitze umgekehrt waren. Das war so unser Plan nicht (!!!) Wir machten also weiter und kämpfen tapfer gegen den Wind an, der wirklich kräftig an uns zerrte. Zur Belohnung gab's dann (leider nicht viel) immerhin ein paar Bilder vom Sturm umtosten Leuchtturm vor der Landspitze. DSC 0060 1
DSC 0053 1>
DSC 0065 1
Leider war hier mehr nicht zu holen gewesen. Wir sind dann also wieder zurück. Von einem Besuch der Pointe du Van sahen wir ob der nun auch noch regnerischen Witterungsverhältnisse ab, bei denen selbst die Möwen ihre liebe Not hatten. DSC 0073 1 Eine andere Landspitze, die Pointe de Millier schauten wir uns dann aber noch an. DSC 0077 1>
Leider natürlich ziemlich grau, aber dieses Haus da drüben hat schon eine großartige Sicht. Das ganze noch mal ein bisschen weiter…. DSC 0079
Ganz schön schäumend der Atlantik heute. DSC 0100 1>
DSC 0103 1>
DSC 0102 1
Dann reichte es uns aber mit Landzungen und auch Regen, so dass wir uns wieder ins Auto begaben, um in Douarnenez einen Kaffe zu uns zu nehmen. Die Stadt selber hatte nicht so viel zu bieten. Also war nach dem Kaffee Abschied nehmen und die Heimreise angesagt. Ein kurzer Abstecher zum Supermarkt, um noch was leckeres zum Essen zu kaufen (Austern, hmmmmmm), und schon waren wir, recht früh heute, wieder im Ferienhaus angekommen, wo ein leckeres Kaffeetrinken, gefolgt von ausgiebigem Entspannen und dann schließlich einem extrem leckeren Abendessen anstanden.

Keine Kommentare: