Die Nacht verlief ohne große Probleme was nen Jetlag oder so anging. Um 8:00 konnten wir problemlos aufstehen und uns auf den Weg ins French Quarter von New Orleans machen, wo es erst mal ein Frühstück gab, welches wirklich lecker und auch reichhaltig war.
Das Wetter war großartig. Der Himmel war blau und es waren schon locker über 20°C, was den meisten Teil des Tages auch so bleiben sollte.
Interessant, wie einige Hotels hier die Autos ihrer Gäste unterbringen. Aber Platz ist ja kostbar...
Wir riskierten einen kurzen Blick auf den Mississippi, um uns dann unseren Eiern, French Toast und so was zu widmen.
Raddampfer gibt es hier auch, die aber als Touristenfallen gelten und von denen wir auch die Finger lassen wollen.
Also, großartiges Essen (in einem Restaurant, das zu einer Brauerei gehört), und dann weiter durch das French Quarter.
Man sieht, das Wetter war immer noch geil. Wir spazierten also durch den klassischen alten Teil von New Orleans und ließen alles auf uns wirken. So z.B. auch dieses Kinderbuch, was in einem Schaufenster ausgestellt war. Naja, es ist schon immer gut zu wissen, was das so mit den Pupsen auf sich hat, oder?
Es ging weiter zum French Market, auf dem es neben viel Nepp auch wirklich interessante Lebensmittel, wie z.B. Hot Sauces gab. Diese scharfen Soßen sind was, auf das hier die Leute wirklich stehen, dazu später noch was.
Das French Quarter ist wirklich schön uns in großen Teilen, da wo es nicht total von Touris zugeschissen ist, echt sehenswert.
Wir legten ettliche Kilometer hin und zurück durch das Viertel zurück.
Es geht hier in New Orleans teilweise etwas bedächtiger zu, wie das Schild oben auch klar macht. Man macht auf, wann man will... und so.
Aber nichtsdestotrotz gibt es auch hier - ich meine, das ist das französische Viertel - eine Kirche. St. Louis. Also, wir rein und ein paar Fotos gemacht. Eine Kerze habe ich nicht angezündet dieses Mal. Die wollten $3 dafür.... die spinnen die Katholiken!!!
Vor der Kirche auf dem Jackson Square ist immer viel los. Wahrsager, Maler und Musiker sind dort, um sich ihre Dollars zu verdienen, so wie auch diese Jazz Combo.
Überhaupt: Jazz... überall und an jeder Ecke ist hier in New Orleans Jazz aller Richtungen uns Spielarten zu hören. Aber eines ist er immer: Laut.
Auch die Pferde müssen hier in New Orleans gut angebunden werden. Dafür sind diese Pferdeanbinder überall da.
Diese Hütte unten (heute eine Kneipe) soll übrigens mal eine Schmiede gewesen sein, in der allerhand Piratengut über den Tresen gegangen ist. Wer weiß... So sagt jedenfalls die Geschichte
Es wurde immer wärmer und Hunger und Durst wuchsen.
Also ging es in das Napoleon House, welches die Anhänger des Korsen hier in New Orleans für ihn gebaut hatten, um ihn aus seinem Exil zu befreien und ihn dann hier wohnen zu lassen. Daraus wurde nix, weil Napoleon Fahrer starb, aber das Haus war ja nun mal da. Also wurde ne Kneipe draus (wie aus vielem hier in der Stadt, so wie es mir vorkommt....), in der es zum Mittag Gumbo und ein Bier gab, wie das unser Reiseführer uns "aufgetragen" hatte.
Nach dem Essen ging es dann vom French Quarter ein bisschen rüber in den Warehouse District, wo auch unser Hotel ist. Hier ist es nicht so interessant. Ich lief ein bisschen hoch zum Lafayette Square.
Gegenüber dieses Gebäude:
...Verzierungen...
Das war dann aber doch eher langweilig Außerdem war der Kaffeedurst da und wir gingenins Kaffeehaus von New Orleans' führender Kaffeemarke, um uns ein wenig aufzuputschen.
Kaffee war gut, aber Bier ist besser.
Und hier hat New Orleans eine Eigenschat, die es allen anderen amerikanischen Städten voraus hat: Hier ist es erlaubt, auf der Straße Bier zu trinken. Das ist natürlich klasse. Und weil nicht nur ich so denke, sondern hunderttausende anderer auch, gibt es hier die tolle Einrichtung der "Beer to go" Stände.
Also, ich denke, das sollte sich durchsetzen.
So 50% der Leute, die ich später gesehen habe (und je später der Abend wurde, umso mehr) hatten Beer to go am Start.
Ach ja, ich auch....
Das genossen wir dann im Park vor der eben schon mal von innen fotografierten Kirche, vor der siich während der Zeit, die wir da saßen sicherlich gefühlte 8000 Menschen fotografieren ließen.... Toll.
In Anbetracht der Tatsache, dass viele Tausend trinkwillige Halbstarke in der Stadt sind, wurde auch per Flugzeug Werbung für den ultimativen Absturz gemacht:
Das war aber nicht unser Ziel.
Das bestand eher darin, ein gutes Seafood Abendessen zu bekommen, dass man uns im Corners auch bieten konnte. Diese Austern z.B. waren die Vorspeise... Und es war lecker.
Gesättigt gingen wir dann weiter, um noch evtl. ein bisschen Jazz zu hören. Vorbei an einem der Wahrzeichen von New Orleans, dem Café Du Monde....
...und der Brauerei, in der wir morgens schon mal waren....
... und einem Shop für Hou t Sauces, in dem ich eine wirklich arg scharfe Soße probierte, vor der mich noch graut, wenn die morgen wieder raus will, ging es in den Balcony Music Club einerm der abgefucktesten Läden in der Stadt, inkl. Kakerlaken, die über den Boden laufen, in dem es aber echt noch schöne Musik zu hören und viele (meist besoffene) skurrile Menschen zu sehen gab
So, das wars. Die Musik war überigens echt witzig und der Laden hatte den Charme von vielen von dem, was in Berlin der Abrissbirne zum Opfer gefallen ist.
So, mit diesen Gedanken: Schlaft gut.