Samstag, 6. Januar 2007

Tag 11/Tag 12

Der Tag, der eigentlich zwei Tage ist durch die Zeitverschiebung, schon irgendwie seltsam. Ich sitze jetzt hier, wir haben den 6.12. und ich bin wieder gut im Westerwald angekommen.
Der Flug war ziemlich lang, ziemlich langweilig, aber auch irgendwann vorbei.
Es ist wirklich kein großes Vergnügen, 11 Stunden Sardinenklasse zu fliegen. Aber naja, es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Vorgestern abend gab es noch einmal ein leckeres Abschiedsessen mit einigen Leuten zusammen, die wir in San Francisco kennen gelernt hatten. Wir gingen ins "Walzwerk", ein (Ost-) deutsches Restaurant. Schon eigentlich pervers, wenn man es sich genauer betrachtet, aber da wir eine ziemlich internationale Besetzung hatten (zwei Amerikaner, drei Koreanerinnen, eine Brasilianerin, drei Deutsche), mussten wir Deutschen uns der Mehrheit fügen und schon mal als Einstimmung auf die Heimat Schnitzel und Bratwurst zu uns nehmen. Das Essen im Übrigen war nicht schlecht, aber halt eben Deutsch. Das Bier, und das ist schon besser, auch.
Von diesem Event gibt es leider keine Bilder (kommt wohl davon, wenn man seine Kamera aus den Händen gibt), auf einmal hörte ich nur noch ein "Ups" (oder so was in der Richtung) und alle Bilder vom Abend waren ins Nirvana der Speicherkarte gegangen.... Naja, ich denke aber Essensbilder gab es schon genug, und wie ein Jägerschnitzel aussieht, wissen die (meisten) Leser des Blogs wohl auch.
Gestern morgen machte ich noch ein paar Fotos von der Post Street, die ich auch nicht für mich behalten will.

Dann gings mit dem BART zum SFO und von da zurück nach Frankfurt, wo ich dann heute wohlbehalten gelandet bin.
Alles in allem kann ich nur sagen, dass es eine super Zeit war, dass ich tierischen Spaß hatte und es einfach wirklich genossen habe.
Ich möchte mich auch bei allen bedanken, die den Blog gelesen haben und ihn mit ihren Kommentaren bereichert haben.
Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Dumbo goes to.....
Take care!

Freitag, 5. Januar 2007

Tag 10

Die Stadt will mich loswerden, war mein erster Gedanke, als ich heute morgen aus meinem Hotel auf die Post Street trat (Es ist nämlich unmöglich, das Wetter vom Zimmerfenster aus herauszubekomen, weil sich das Zimmerfenster zu einem engen Innenhof befindet, der es im Zimmer immer angenehm dunkel lässt, auch wenn die Sone nur so vom Himmel scheint). Es regnete mal wieder. Und was macht man, wenn man in einer fremden Stadt ist und es regnet? Genau, man geht ins Museum. Beinahe hätte ich das auch gemacht, aber erst einmal wollte ich auf einen Kaffee in den größten Konsumtempel der Stadt, das San Francisco Shopping Center, in dem ich mich dann einige Zeit herumtrollte (ich bin kein Museumsgänger, dieses Geständnis muss ich an dieser Stelle machen).
Impressionen aus einem Konsumtempel

Als ich dann aus den blitzenden glitzrnden Hallen des Shopping Centers auf die Market Street trat, hatte es dann auch aufgehört zu regnen. Ich war irgendwie erleichtert, blieb mir mein Museumsbesuch doch erspart.
Weiterhin stellte ich fest, dass die sonst ca. eine halbe Meile lange Schlange an der Cable Car Endstation nicht vorhanden war. Offenbar ist der 4. Januar kein Tag mehr für Touristen in San Francisco.
Also nutze ich die Gunst der Stunde und erhasche einen der beliebten Plätze auf einem Cable Car und das ohne Wartezeit. Ja, heute wird mein Tag!!!
Der Beweis - Blick nach hinten aus dem Cable Car

Die Straßen von Nob Hill und Russian Hill gings nach oben. Es war wirklich grandios und die 5 Dollar fürs Ticket waren gut angelegt, zumal man gleich noch eine Postkarte hatte....
An der Ecke Hyde und Union fiel mir dann Swensen's ein. Stimmt, ich hatte mir fest vorgenommen, dort noch eine der phantastischen Eisspezialitäten zu kosten. Es war zwar eigentlich zu kalt, aber egal, vorgenommen ist vorgenommen. Da Swensen's erst um 12 aufmacht, hatte ich noch ein bisschen Zeit, durch die Gegend zu schlendern.
Beim Schlendern gab es wieder einiges zu sehen.... Schöne Hochhäuser und...
...steile Straßen auf dem Russian Hill (angeblich so benannt, weil hier Grabsteine von russischen Tappern oder Matrosen gefunden wurden).
Der Beweis Tel 2 - es gibt Kurven in San Francisco.


Ich ging sogar noch mal runter zu Fishermen's Wharf und in die Cannery, ein schönes altes Backsteingebäude, eine ehemalige Konservenfabrik und schoss ein paar Fotos.
Dieses zum Beispiel.
Oder auch das hier.

Petrus hatte Erbarmen mit mir an meinem letzten Tag in der City und so ließ sich sogar die Sonne hin und wieder sehen. Schließlich kletterte ich dann wieder die Hyde Street hoch, um zu meinem wohlverdienten Eis zu kommen.
Wieder einmal fand ich schöne Häuser
und tolle Ausblicke über die Stadt
Die Leute hier halten ihre Stadt sauber, kein Wunder bei so einer Stadt:

Oben auf dem Russian Hill (so ziemlich an der höchsten Stelle) ist übrigens ein Tenisplatz. Gut, dass die Zäune außen rum hoch genug sind. Der Tennisplatz ist im übrigen kostenlos für jeden zugänglich. Heute scheint aber niemand Lust gehabt zu haben.

Und ja, es ist wirklich klasse (das Eis, der Grund, weswegen ich eigentlich hier bin...).
Ice and the city

Sehr aromatisch, süß, aber nicht zu süß und mit lecker Zeugs drein (Nüsse oder Cookies). ich gab mit Turtle Fudge und Cookies and Cream, zwei der Klassiker von Swensen'n, wo es auch mal ein Road to Superbowl Eis gab, was man aber anscheinend ob der sehr dürftigen Leistungen er 49ers in den letzten Jahren aus dem Programm genommen hatte.
Swensen's (Hyde and Union). Im Hintergrund der Searchlight Market (bekannt aus der Literatur).

Mit Eis in der Hand und Sonne am Himmel gings wieder nach unten zum Wharf ins Cable Car und die steilen Straßen von Russian Hill und Nob Hill wieder auf und ab bis zur Endstation an der Market Street.
Impressionen aus dem Cable Car

Für einen improvisierten Tag, der eigentlich auch im Museum hätte stattfinden können, war's echt klasse.

Donnerstag, 4. Januar 2007

Tag 9

Mein vorletzter Tag in der der Stadt an der Bucht ist angebrochen.
Das Wetter heute gab sich sehr durchwachsen. Es fing mit Regen an, wurde dan recht gut, ehe es wieder mit Regen weiterging.
Naja, vielleicht ganz gut, dass es übermorgen wieder zurück nach Hause geht.
Um meine Gewichtsprobleme noch etwas zu verschlimmern, gab es natürlich auch heute wieder etwas zu essen.
Aber erst mal wurde der Vormittag mit einem weiteren Besuch einiger Läden verbracht, die immer noch mit günstigen Klamottenangeboten locken konten. Wie gut, dass mein Koffer zu Beginn sehr leer war.....
Für den Nachmittag stand dann der Besuch von Alamo Square auf dem Progremm, um dort ein paar der Pflichtfotos zu erledigen, die man als San Francisco Fahrer unbedingt gemacht haben muss.

Dann ging es noch einmal runter nach Mission, in das Latino-Viertel, das es uns sehr angetan hatte.
Ein schönes Haus auf dem Weg
Straßenansicht
Blick nach unten auf Mission
Ein schönes Auto auf dem Weg....

Dort besichtigten wir noch einmal einige der wirklich wunderschönen Murals.

Das Leben spielt sich, wie in Lateinamerika üblich, sehr viel auf de Straße ab. Die Mission Street ist sicherlich eine der belebtesten und interessantesten in San Francisco.
Kaktus irgendeiner?
Impression von der Mission Street
So werden in Mission die Kinder vom Kindergarten abgeholt :-)

Schließlich hatten wir einen verflucht leckeren Burrito und später noch eine mexikanische Suppe zu Abend.
Das ist eine typische Taqueria
Und das der beste Burrito ever.....
Zum Runterspülen eine Perle mexikanischer Braukunst...

Jetzt lasse ich den Abend noch bei gemütlichem College Football gucken ausklingen und überlege mir das Fitnessprogram für die nächten drei Monate.....

Mittwoch, 3. Januar 2007

Tag 8

Der heutige Post wird einige Essensbilder beinhalten, soviel kann ich zu Beginn schon mal verraten....
Erst einmal muss ich noch meine Abendgestaltung von gestern nachtragen. Wir waren bei einem Mexikaner namens Colibri auf der Geary. Das Restaurant ist sogar in diversen Restaurant Führern erwähnt und von Michelin geehrt.
Und ich muss sagen: Es war hervorragend. Die Guacamole wird z.B. live am Tisch zubereitet.
Sehr gelungen. die Portionen an sich sind ehr übersichtlich, aber extrem lecker. Ich hatte drei verschiedene Brote mit drei verschiedenen Belägen als Vorspeise und eine gefüllte Chilischote als Hauptspeise. Beides war extrem gelungen.Die Guacamole
Meine Vorspeise

Der heutige Tag sollte eigentlich früh beginnen. Problem war, dass er zu spät begonnen hat, um noch ein Frühstück im Hotel zu bekommen. Also war wieder einmal das Lokal mit den Tweety Tassen angesagt, wo es dieses Mal Club Sandwich gab, um uns auf Großes voruzubeteiten.
So stellt man sich doch einen Club Sandwich vor, oder?

Mit dem 38er fuhren wir gen Ocean Beach am Pazifik (was schon mal eeeeeeewig dauerte), um von dort eine Wanderung entlang der Küste (zunächst der des Pazifik, dann weiter an der der Bay) zum Fishermen's Wharf zu unternehmen. Das Wetter war wirklich gut, wenn auch ein bisschen zu diesig.
Entlang der Strecke, für die wir etwa 4 Stunden brauchten, ergaben sich immer wieder extrem lohnenswerte Ausblicke.
Ocean Beach

Unterwegs trafen wir auch einige seltsame Vögel :-)



Noch ist die Brücke kaum zu sehen....
Blick durch die Bäume auf den Pazifik
Die Golden Gate Bridge (einmal mehr...)
Baker Beach

Alles in allem war das eine anstrengende aber wirklich interessante und empfehlenswerte Wanderung.
Anstrengend..... in der Tat... Man munkelt, ich hätte auch geschwitzt

Nach einem kleinen Abstecher zum Pier 39 ging es dann mit einer dieses Mal sehr historischen Straßenbahn zurück zur Market Street.
Abendstimmung über der City
Ist das nicht wunderschön?
Fotowolken :-)

Bei Tad's Steakhouse gab es dann zum Abschluss des Abends Steaks und Sam Adams. Wirklich wieder ein super Tag.
Lecker....