Mittwoch, 2. Januar 2013

Barcelona - Tag 5

Hallo zum letzten Tag aus Barcelona. Morgen um die Zeit sitze ich schon wieder im kalten Westerwald und bestimmt nicht draußen am Meer in der Sonne, wie ich das heute tun konnte.

Der heutige Tag stand noch einmal unter der Überschrift: Architektur, die wie eigentlich an allen Tagen eine große Rolle spielte (so auch heute).

Kapitel 1: Sagrada Familia

Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir heute Morgen auf, um uns das anzuschauen, was viele für Gaudis Meisterwerk halten und was heute noch immer weiter gebaut wird (nach Plänen Gaudis oder dem, was man glaubte, was er sich so gedacht hätte). Das Gebäude ist beeindruckend und eben typisch Gaudi.



Hier der Blick auf die Weihnachtsfassade. Man sieht schon, welches die ursprünglich von Gaudi schon fertiggestellten (oder zumindest zu seiner Zeit fertiggestellten) Teile sind, nämlich die dunkleren.



Heute wird viel mit Beton gearbeitet, was zu Gaudis Zeit noch nicht wirklich so viel Anwendung fand. Hier sieht man das ganz gut.


Nach der Sagrada Familia gingen wir dann noch ein bisschen weiter durch Barcelona, auch durch ein weniger touristisch geprägtes Gebiet (zumindest eine Zeit lang).


Kapitel 2: Moderne Architektur in Barcelona Teil 1

Wenn man von der Sagrada Familia Richtung Meer geht, sieht man irgendwann dieses gurkenartige Gebilde zur Linken, der Tore Agbar, der nachts in allen möglichen Farben beleuchtet wird und als eines der modernen und Richtung weisenden Gebäude in Barcelona gilt. In ihm sind übrigens die Wasserwerke untergebracht.


Kapitel 3: Fin de Siecle

Beispiele für Architektur um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert gibt es in Barcelona viel zu sehen. Chronologisch beschreiten wir unseren Weg weiter und kommen an der Arena für Stierkämpfe mit passendem Museum vorbei.


Weiter kamen wir an diesem schönen Backsteinbau vorbei, in dem wohl einmal so etwas wie die Elektrizitätswerke untergebracht waren.


Schließlich und endlich erreichten wir dann den sogenannten Arc de Triomf, der da so irgendwie unmotiviert in der Gegend rumsteht und eigentlich gar nicht so recht hat, worüber er triumphieren könnte, zumal die Weltausstellung, zu der er erbaut wurde, eine finanzielle Katastrophe war... Aber egal....

Vor dem Arc konnte man sich schön hinsetzen und einen Kaffee trinken, was wir denn auch mal taten.


Kapitel 4: Moderne Architektur in Barcelona Teil 2

Wir kamen dann wieder ins Viertel El Riberia, in welchem wir schon schöne Zeiten hatten und durch die engen Gassen geschlendert waren. Die dortigen Markthallen können von Auswahl und Umfang nicht mit denen an der Rambla mithalten, aber sind architektonisch sehr interessant. Das wellige Dach und die Holzkonstruktion sind wirklich sehenswert. Die Stände sind es im Übrigen auch. Schließlich muss man sagen, dass man die Touristen nicht hat, die in den anderen Hallen um die Stände drängen.





Nichts mit Architektur (was ja mein heutiges Thema ist so ein bisschen) haben diese beiden nächsten Bilder zu tun. Aber ich fand den Anblick trotzdem lohnens- beneidens- und sehenswert. Eine der schönsten Tomatenauswahlen aller Zeiten.



Wieder aus den Hallen draußen schlenderten wir durch die engen Gassen zur Akademie für katalanische Musik, einem weiteren Meisterwerk des Modernismus.



Kapitel 5: Modernismus zum letzten

Man betrachte dieses verzierte Meisterwerk. Büsten von Beethoven und Wagner kann man in die Fassade integriert sehen.




Die Eintrittskartenschalter im schönsten floralen Stil.


Und außerdem ein schönes Selbstbedienungscafé ganz im Jugendstil, wo man uns noch nicht mal die Wasserflaschen berechnete, die wir zum Café solo bestellten.





Kapitel 7: Ein Kleinod der Gotik

Der Weg führte uns weiter in Richtung Rambla. Woran wir aber nicht vorbeikonnten, ist die kleine versteckte Kirche Santa Anna mit zugehörigem (ehemaligen) Kloster. Ein wirklich schönes Kleinod der Gotik. Die Kirche selbst aus dem 12. Jahrhundert wirkt noch schwer und plump mit viel Stein.

Interessant hier die Statue, die Anna, Maria und Jesus zeigt. Im schwäbischen nennt man diese Darstellung Anna Selbdritt und so heißt auch ein richtige leckerer Rotwein des Weinguts St. Annagarten in Beilstein.


Diese Grablegungsszene gilt als das Meisterwerk der Kirche.


Der Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert wirkt wesentlich luftiger und offener als die Kirche selbst. In der Mitte stehen Palmen und (ich denke) Mandarinenbäume.






Vor der Kirche dann der Blumenladen gleichen Namens....


Ich erspare euch jetzt weitere Bilder aus den Markthallen an der Rambla, wohin wir uns zum Mittagessen begeben haben. Mit frischen Meeresfrüchten in Form verschiedenster Tapas von einem der zahlreichen Stände in den Hallen und einem Gläschen Weißen um Magen gings dann wieder beschwingt raus in den Trubel auf Brcelonas Flaniermeile der Rambla, die eigentlich wirklich überall schön ist außer im letzten Viertel, wo sie dann doch schon einen schäbigeren Eindruck macht und wo man durchaus man angequatscht wird, ob man nicht Interesse an lustiger Rauchware habe.

Aber ich schweife ab. Joan Miro hat dieses Mosaik höchstselbst in den Boden der Rambla eingelegt (ob er das nun eigenhändig machte, weiß ich nicht, aber es trägt jedenfalls auf einem Stein seine Unterschrift und gilt als ein Original Miro). Die meisten Leute, die darüber laufen bemerken es gar nicht. Auch ich bin nun schon zum vierten oder fünften Mal drüber gelaufen.... Schuldig....


Kapitel 8: Moderne Architektur in Barcelona Teil 3

Zwei der wie ich finde spannendsten Gebäude moderner Architektur in Barcelona findet man weiter draußen am Mittelmeer. Das Forum in blaugrau gehalten, dreieckig und wie eine Mischung aus Felswand, UFO und Monolith aus 2001 wirkend beherbergt ein Museum.




Und direkt daneben im Flatiron Stil gehalten und auch wie ein Eisklotz wirkend das Telefonica Hochhaus, das je nachdem von welcher Seite man es anschaut wirkt, als sei es zweidimensional.


Auch zusammen finde ich geben die beiden ein interessantes Ensemble ab.




Das Telefonica Hochhaus wirkt übrigens finde ich nur von der schmalen Seite her wirklich spannend. Hier von der Meeresseite her gesehen, scheints wie ein normales Hochhaus zu sein, eher langweilig.


Apropos Meer. Das war auch noch da. Und so wurde unser Nachmittag von einem schönen Strandspaziergang abgerundet.



Kapitel 9: Friedhofsarchitektur

Der Ostfriedhof in Barcelona, zu dem wir uns dann auf den Weg machten, hat einige sehr schöne Monumente aus dem ausgehenden 19. und anfangenden 20. Jh.. Und da wir auch immer wieder gener im Urlaub Friedhöfe besichtigen, so auch dieses Mal.



Das berühmteste Monument auf dem Friedhof ist der Todeskuss, bei dem ein Skelett mit Flügeln einen leblosen Körper eines Jünglings küsst....



Irgendwie gruslig....

Aber genug von Friedhöfen. Ich wills nicht übertreiben. So gingen wir schnell wieder raus in die Sonne und ans Meer, um unseren Strandspaziergang im Olympiahafen von Barcelona, der anlässlich er 92er Spiele angelegt wurde, zu beenden.



Die Sonne versank so langsam und es war Zeit, wieder zum Hotel zurück zu gehen, um uns vor dem Abendessen noch mal ein bisschen frisch zu machen.

Zum Abschluss aber noch einen kleinen Abstecher ins ehemalige olympische Dorf und zum letzten Architekturkapitel des heutigen Posts.

Kapitel 10: Moderne Architektur in Barcelona Teil 4



Nur diese beiden Bilder noch. Beim letzten finde ich es witzig, dass die Skulptur bei diesem Licht und unter diesem Winkel grade wie ein Gesicht (sieht man da etwas von Angry Birds evtl. drin) wirkt. Wenn man sie woanders sieht, erkennt man das so nicht.... Lustig.

Nach einer Pause im Hotel ging es dann noch mal auf die Jück, um den letzten Abend hier noch ein bisschen würdevoll ausklingen zu lassen.

Auf dem Weg ins El Born kamen wir noch bei einer römischen Ausgrabungsstätte vorbei. Und damit hätten wir die auch noch drinnen in der Geschichte des heutigen Tages. Von den Römern bis hin zu den modernsten Gebäuden, alles an einem Tag in Barcelona erkundet....



Vor dem Essen war noch etwas Zeit für einen Vor dem Essen Drink, den wir in einer schönen abgewetzten Bar zu uns nahmen, wo man das Bier noch aus Flaschen trinken konnte und Fußball im Fernsehen (Katalonien - Nigeria) lief.

Nachdem wir uns dort gestärkt hatten, liefen wir einen anderen Laden an, um uns noch einmal an ein paar leckeren Tapas gütlich zu tun. Die mit einer Flasche Sekt runtergespült waren wirklich fein.

So traten wir dann zum letzten Mal für diesen Urlaub den Heimweg ins Hotel an. Erstaunlicherweise gab es Straßen, in denen wirklich wenig los war.


Und zum guten Schluss einen Vorgeschmack auf das, was ab morgen wieder auf uns wartet.

In diesem Sinne.

Take Care.




Barcelona - Tag 4

Der vorletzte Tag aus Barcelona ist vorbei. Der erste Tag im Jahr 2013 ist ebenso beinahe vorbei und wird es vermutlich sein, wenn dieser Post hier hochgeladen wird.

Das Wetter heute morgen, als wir (verspätet, denn gestern war schließlich Silvester) den Tag mit einem kurzen Frühstück begonnen hatten, war nicht so toll wie die letzten Tage. Der Himmel war grau und sogar ein paar Tropfen Wasser kamen vom Himmel. Das mit den Tropfen war Gott sei Dank schnell gehalten. 

Der Plan für heute hieß, den Montjuic besuchen.

So stiegen wir dann gegen Mittag in die Funinular, die uns auf den Berg hinaufbrachte.

Von oben sah dann der Blick auf Barcelona mit der Sagrade Familia so aus:



Wir wollten das Miro Museum anschauen, welches aber heute dank Neujahr geschlossen war. So bleib uns dann erst  mal der Besuch des Skulputen Gartens. Und ob man es glauben mag oder nicht, das war hier als nächste Bild kommt, ist Kunst und nicht etwa ein paar aus Versehen abgestellte Fensterscheiben.



Aber gut, ich bin ja auch bekennendermaßen kein Kunstexperte. Wie dem auch sei. Ein paar andere Skulpturen sehen schon schon eher aus wie Kunst.




Auf dem Montjuic gibt es viele Gärten und Parks. So nutzten wir den Neujahrstag, um ein bisschen durch die Parks zu spazieren.




Auf dem nächsten Bild beachte man besonders die beiden Statuen rechts und links.


Weiter auf dem Montjuic... Dort ist natürlich auch das Olympiastadion, in dem 1992 die Olympischen Spiele stattgefunden haben. Natürlich musste ich mir das anschauen, um ein paar alte Erinnerungen an die Zeit vor über 20 Jahren aufzufrischen, als ich zum letzten Mal in Barcelona war. So sieht das Stadion heute aus. 1992 war übrigens die Laufbahn noch braun und nicht blau.




Leider war auch der Olympia Park, der eigentlich geöffnet sein sollte (wie auch das Stadion selbst) heute nicht offen. Danke Neujahrstag!!!

Aber naja. So ging's dann weiter, vorbei am Schwimmstadion in Richtung Plaza Espanya.


Die Reste der vergangenen Nacht waren noch zu sehen, so wir hier.


Von oben dann der Blick auf den nicht wirklich schönen Platz. Rolltreppen führen hinunter vom Kunstmuseum. Auch hier kann ich mich wieder erinnern, wie das 1992 war, wenn wir abends nach den Wettbewerben im Stadion nach unten gingen.




Was mich damals nicht interessiert hat, heute aber schon, ist der Nachbaus der für die Weltausstellung in Barcelona gebauten deutschen Pavillons von Ludwig Mies van der Rohe. Dieses Mal investierten wir das Geld, um ihn uns anzuschauen. Die Bilder dieses in den 80er Jahren wieder aufgebauten Meisterwerks sprecheb wie ich denke für sich selbst. Interessant ist auch der Kontrast zwischen der Bauhaus Schlichtheit und dem, was Gaudi produziert hat. Kein Wunder, dass die Leute des Bauhaus keine großen Freunde von Gaudis Architektur waren. Man überlege sich hier jeder für sich selbst, wessen Position er oder sie einnehmen möchte.








So, das was erst mal genügend Kultur für heute.

Es war halb 3 und damit spanische Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen. Irgendwie liefen wir durch ein Wohngebiet, als wir einen chinesischen Laden fanden, der Mittagsbuffet im Angebot hatte. Wir waren wirklich Hunger und so gingen wir rein.

Die Überraschung war perfekt. Das war nicht ein einfaches China Buffet, wie man das bei uns auch kennt. Es gab frisches Seafood alles Art. Schnecken, unterschiedliche Arten von Muscheln, Krebse und Langusten. Großartig. Dann konnte man von feritgen Gerichten wählen oder sich daubs frische rohe Seafood von einem Koch direkt zubereiten lassen. In der Tat super.

Es gab außerdem frisches Sushi und alles erdenkliche an Fleisch, Rind, Schwein, Huhn, Ente. Auch hier wieder frisch oder bereits zubereitet. Richtig geil!!!!

So gestärkt ging es dann weiter.

Zum wiederholten Mal überquerten wir die Rambla del Ravel. Immer schon wollte ich die dicke Katze fotografieren, die dort steht, aber immer war irgendwas. Entweder spielten Kinder, oder Asiaten ließen sich davor fotografieren. Dieses mal aber war das anders. Und somit hier: Ein Foto der dicken Katze.



Der spätere Teil des Tages (es wurde langsam Spätnachmittag) sollte dem Stadtteil Barceloneta gelten und dem Meer.

So also zuerst mal wieder zur Säule mit dem alten Chris obendrauf und dann wieder am Hafen entland, daran vorbei und durch die engen Gassen von Barcelona hindurch zum Meer.


Auf dem Weg dorthin noch ein paar Blicke auf den Yachthafen, über dem auch so langsam der Abend einbrach.



Die Straßen von Barceloneta:


Schließlich dann: Das Mittelmeer. Einer der Strände von Barcelona in Neonlicht. Hier war richtig was los. Skater, Inliner, Biker, Spaziergänger waren am Strand unterwegs.

Das Wetter war in der Zwischenzeit wieder toll. Die Wolken waren weitestgehend weg, aber immer noch so weit da, dass sie den Fotos interessante Aspekte verleihen, wie ich finde.








Es wurde immer dunkler. Wir machen uns auf, um zurück in die engen Gassen von El Born zu kommen, einem der wie ich finde wirklich schönen Viertel von Barcelona.


Immer wieder konnte man sich zwischendurch über die originelle Hausinstalation wundern. Wenn man sich einmal vor Augen führt, was wir in Deutschland gewohnt sind... wirklich phantasievoll.....


Nach einem kurzen Fußmarsch an etlichen Tourifallen in Barceloneta vorbei, kamen wir dann in El Born an, dem alten Zentrum von Barcelona rund um die Kirche Santa Maria Del Mar.

Enge Gassen und viele Menschen zeigten uns, dass wir da waren (okay, ich gebe zu, auf dem Bild sind jetzt die Menschenmassen nicht zu sehen....).


Im Alsur Café war dann der Platzt gefunden, um unseren "Vor dem Essen Drink" zu uns zu nehmen, ehe wir uns dann so gegen 21 Uhr auf die Suche nach leckeren Tapas machten.


Schön ist die Beleuchtung überall, die der Stadt einen wirklich festlichen Anstrich verleiht..



Außerdem  sorgt das Licht für sehr schöne Schattenspiele.


Gegen halb 10 hatten wir dann noch ganz in der Nähe des Hotels einige verflucht leckere Tapas und etwas zu trinken dazu, ehe wir uns dann gegen 11 Uhr auf dem Zimmer wiederfanden, wo ich diesen Blog zu schreiben begann.

Ein weiterer gelungener Tag in Bracelona geht zünde.

 Morgen noch mal und dann geht es übermorgen nach Hause.

Aber vorher noch einmal euch allen ein wunderschönes, gesundes und erfolgreiches Jahr


Take Care.