Dienstag, 30. Dezember 2014

Andalusien 2014/15 - Tag 3

Hallo aus Cordoba, wo der dritte Tag unserer Reise sein Ende findet.
Heute haben wir unseren Mietwagen ein bisschen genutzt und sind nach Ubeda und Baez gefahren, zwei Städtchen, die von der Renaissance geprägt sind und die auch beide Teil des UNESCO Welterbes sind. Kultur pur also einmal mehr.

Wir wollten zuerst nach Baez und von dort aus weiter nach Ubeda. Die beiden Städte liegen rund 10km auseinander, aber nach Baez zu kommen erwies sich als schwierig. Eine Kombination aus Naiv, neuer Autobahn und kompletter Verwirrung sorgte dann dafür, dass sich der Schreiber dieser Zeilen spontan entschloss doch erst mal nach Ubeda zu fahren (was sich im Nachhinein als richtig erweisen sollte).

Das Wetter großartig wie gestern auch machte uns die Reise (ca. 150 km) leicht.
So kamen wir dann in Ubeda an des Plaza de Andalucia an, wo wir parken konnten. Lustigerweise rechnen die Parkhäuser hier Minutenpreise ab (0,0249 Euro pro Minute).


Es ging dann bergab und schnell kamen wir zu den ersten Zeugnissen der Renaissance.




Die meisten tollen Gebäude finden sich in der Nähe der Kirche Santa Maria, die wir auch besuchten.


Der Platz vor der Kirche zeigt sich als Meisterwerk der Renaissance.



Die Kirche selbst ist weniger beeindruckend, aber der Blick von der Terrasse über das Tal ist sehenswert. Einer der vielen Panorama Ausblicke heute. Schade, dass es so diesig war, auch wenn das einen gewissen Reiz hat.



Man sieht sogar den Schnee auf den Bergen oben (so wie im Westerwald gerade…).



Die Kirche selbst ist, wie schon geschrieben, nicht so sonderlich der Knaller. Hier ein Blick in die Kuppel einer Seitenkapelle beispielsweise.


Schön ist der auf einem asymmetrischen Grundriss aufgebaute Kreuzgang, der über tolle Ecken und Winkel verfügt.




Auch Teile der Außenfassade haben ihren Reiz.


Aber auch die anderen Gebäude, wie das Kloster im Hintergrund haben ihren Reiz. Es ist ein tolles Städtchen.



Und der Ausblick ins Tal ist immer wieder großartig.


Aber auch uns übermannte irgendwann der Hunger (wer hätte das gedacht?). Es gab in wunderschönen Sonnenschein Sardellen (hinten), Thunfisch (links) und Blutpudding mit viel orientalischen Gewürzen (rechts).


Und, ja, alles hat großartig geschmeckt.


Dazu ein Bierchen und Kaffee und wie man sieht, alles bei tollem Sonnenschein.


Weiter ging es dann nach Baeza, was von Urbeda aus total easy zu erreichen war. 10 Minuten Fahrt und wir erlebten ein weiteres (ein noch schöneres) Kleinod der Renaissance.

Okay, ich gebe zu, die Kirche ist romanisch (sehr sehr selten in Andalusien, logisch, wenn man an die Moslems denkt, die das Land ja in Beschlag hatten, als im Rest von Europa die Romanik vorherrschte).


Dann ging es durch die engen und schönerweise touristenleeren Straßen zur Plaza de la Constitucion, dem Hauptplatz von Baez, umrahmt von Gebäuden mit Arkaden und vielen Kneipen und Restaurants.



Der Platz zeigte sich weihnachtlich geschmückt. Und es ist echt ein schönes Städtchen.


Prachtvolle und schön restaurierte Renaissance Palästen säumen die Straßen, wie hier direkt zwei nebeneinander.


Einen kurzen Abstecher machen wir in die Kirche St. Pablo.


Dann ging es die gleichnamige Straße wieder hinunter.


Der Weihnachtsschmuck auf dem Plaza de la Constitucion strahlte im Sonnenschein.


So ging es dann weiter in Richtung Kathedrale. Zuerst durch ein ehemaliges Stadttor.



Weiter ging es durch eine von Zypressen gesäumte Allee.


Schließlich erreichten wir die Kathedrale mit dem Brunnen davor. Einmal gegen die Sonne...


… einmal mit versteckter Sonne.


Wir waren nicht drinnen, weil die Kirche wie alle in Spanien nachmittags zu ist.

Stattdessen noch ein kleiner Spaziergang durch die engen Gassen zu einem Panoramaweg, der wieder einmal Blicke über das Tal eröffnen sollte.










Tolle Aussichten, wie man sieht. Auch den Schafen gefiel es offensichtlich dort zu weiden.


Der Blick auf die Stadt sah von dort aus so aus.


Schließlich ging es zurück und nach einem Kaffee dann auch wieder nach Cordoba.



Den Abend verbrachten wir dann im Brewpub von Califa, wo es zu leckerem Kraft-Beer leckere andalusische Wurstspezialitäten zum Abendessen gab. Schon cool, dass man mittlerweile fast überall gutes Bier bekommen kann. 





Wurst und Bier - was braucht man zum Abend denn mehr?

In diesem Sinne beende ich den Abend beim Music City Bowl. Go LSU.

Bis morgen

Hasta luego.