Guten Abend aus Edinburgh von einem weiteren Tag in Schottland voller Essen, Kultur und Urlaub.
Nach einem ausgedehnten Frühstück ging es los. Das Wetter war eigentlich recht gut, angenehme Temperaturen und alles eingeschlossen. Wie immer war auch zwischendurch ein bisschen Regen in der Luft, der aber kaum störte.
Wir gingen in Richtung Edinburgh International Book Festival. Doch zunächst kamen wir am St. Andrew's Square vorbei, auf dem viele Stände, Cafés etc aufgebaut sind. Dort nahmen wir bei strahlendem Sonnenschein (fast strahlendem Sonnenschein zumindest) erst mal einen Kaffee zu uns.
Wetter ist ein großes Thema. Wir haben wieder einmal bis jetzt großes Glück. Man sieht den blauen Himmel hinter der Säule.
Auf der anderen Seite und kurz darauf kann es dann schon wieder ganz anders aussehen.
Oder auch mal komplett in grau, auch wenn der Regen heute wirklich selten war.
Wir gingen den Tag heute für unsere Verhältnisse wirklich extrem ruhig an. Ein Laden weckte dann aber doch unsere Aufmerksamkeit (ich bin schon ein Foodie, ich geb's zu…)
Ein Gourmet Bürger Laden. Da ist es doch fast meine Aufklärungspflicht, mal zu testen, was der so kann.
Auf der Speisekarte standen viele verlockende Burgerspezialitäten drauf. Die Entscheidung viel schwer. Wir aßen übrigens, weil es das wohl beste Wetter des heutigen Tages gab, natürlich draußen auf der Terrasse an Tisch 7. Bestellen mussten wir jedoch drinnen.
Ich entschied mich für den Don, was irgendwie passend erschien mit Ruccola, Gorgonzola, altem amerikanischen Käse und einen richtig geil gegrillten Patty. So sah er aus…. toll. Richtig toll.
Und richtig lecker hat er auch geschmeckt, kein Vertun. Und satt bin ich schließlich und endlich davon auch geworden. Allen in allem empfehlenswerter Laden für alle Burgerfans.
Nun gut, wir wollten noch mal auf International Book Festival. Gut, dass der Burgerladen direkt vis a vis davon war. Nach einem Blick durch die Neuerscheinungen setzten wir uns dann in einen der zahlreichen Strandstühle und ließen die Leute an uns vorbeiziehen und konnten beobachten.
Schließlich fing es ein bisschen an zu nieseln und alle standen auf, gingen kurz ins Trockene, um dann keine fünf Minuten später wieder draußen zu sitzen. Die Schotten sind da recht locker.
Ehe ochs vergesse. Das Schloss von Edinburgh ist auch noch immer da. Man sieht, dass zum Zeitpunkt dieses Bildes das Wetter mal wieder etwas trüber war.
Wir haben echt viel kulinarisches gemacht heute. Das ist natürlich alles sehr komprimiert in dem Blog, aber es lagen schon immer einige Stunden dazwischen, in denen wir durch die Stadt streiften und die Festivalatmosphäre auf uns wirken ließen.
Es ging dann zu Forsyth's Tea Room, der in einer engen Seitengasse, die von der Royal Mile abgeht zu finden ist.
In einer sehr engen Seitengasse.
Der Laden ist richtig Old School und die Besitzerin, weit über 70 sicher auch. Alles in allem ein echt witziger Ort, um Cream Tea zu haben. Die Besitzerin kann übrigens auch richtig schottisch und stellte das auch unter Beweis, als ein Bekannter von ihr reinkam, der wohl immer dort einen Tee trinkt. Witzig.
Am schottischen Nationalgericht versuchten wir uns nicht, auch wenn es dieses hier überall zu kaufen gibt. Aber schließlich wissen wir ja auch, wie Haggis schmeckt. Dieser hier in Dosen soll übrigens wenig lecker sein.
Stattdessen wurde es langsam Zeit für Abendessen in der Steak and Mussel Bar. Und ich hatte dorch Surf and Turf, also Meeresgetier und Steak.
Lecker, wie man sehen kann….
Eine anderen Institution in Edinburgh besuchten wir auch noch, den Brew Dog Pub. Hier haben die Jungs von der Craft Brauerei Brew Dog einen Pub, in dem es ausschließlich Kraft Bier gibt. Nicht nur das, was sie selbst herstellen sondern auch Biere anderer Brauereien weltweit. Ein Muss für jeden Craft Beer Fan auf jeden Fall. Ich hab zwei Erzeugnisse probiert, einmal Hardcore Me und dann noch Dog C. Beides extrem leckere Sachen, die aber sicherlich kein breites Publikum ansprechen dürften. Bei 15,1% Alkohol im Dog C vielleicht auch nachvollziehbar.
Schließlich zum Abschluss des Abends dann noch die Barry Experience, die Stand Up Show des gleichnamigen Künstlers (also Barry nicht Experience).
Um dorthin zu gelangen mussten wir zuerst unter der violett angestrahlten North Bridge drunterdurch….
Und dann ins Espionage (das ist das hohe Gebäude auf der linken Seite). Im Prawda Room war dann Barry.
So sah es dort vor der Show aus. Bis auf den letzten Platz besetzt und Barry war durchweg lustig mit einigen wirklich klasse Gags, die nicht alle sexueller Natur waren (die meisten vielleicht schon, aber das gehört auch dazu…. naja, vielleicht waren's auch gar nicht die meisten).
Schließlich dann ging es zurück und mit diesem Blick aufs Riesenrad verabschiede ich mich für heute.
Take Care.