Es war wieder mal ein richtig schöner Tag, am Anfang sogar mit ein wenig Sonne.
Hier sieht man die Kirche und die Kapelle, die zu Ehren des Hl. Ronan hier gebaut wurden und direkt nebeneinander liegen. In der Kapelle ruhen auch die Gebeine des Hl. Romans, eines aus Irland stammenden Einsiedlers, der entweder aus dem 6. oder dem 9. Jh. stammen soll. Ronan ist einer der, wie man sagt 7777 Heiligen der Bretonen. Ja, das ist ne wirklich extrem heilige Gegend hier tief im Westen.
Locronan ist ein mittelalterliches Städtchen, in dem wirklich viele der Gebäude noch richtig gut erhalten sind.
Aber erst mal ging es in die Kirche hinein. Das Sonnenlicht schein durch die Center hindurch und machte schöne farbige Lichtspiele auf den Säulen.
Überhaupt hat die Kirche viele schöne und bunte Fenster.
Die Kirche an sich ist gotisch. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich immer und immer wieder über Kirchen schreibe in diesem Blog….
Die Gebeine der heiligen Ronan sind hier, weil der Ochsenkarren, der seinen Leichnam trug, hier angehalten hatte. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden….
Also ging es wieder raus aus der Kirche und hinein in das nicht vorhandene Leben, sozusagen auf einen kleinen Spaziergang durch den Ort.
Hier ein Blick von oben.
Im Hintergrund sieht man sogar das Meer und die Halbinsel von Crozon.
Wie man sieht, sind auch nicht mehr alle Häuser hier in einem einwandfreien Zustand…
Nun ja, das Wetter war so lala und wir beschlossen, mal wieder ein paar Kilometer unter die Reifen des guten alten Daimler zu bekommen und das Meer aufzusuchen, was sich als recht schwierig, weil nicht eindeutig ausgeschildert herausstellte.
Aber dann: Es war da.
Sainte Anne la Palud heißt das kleine Dörfchen, dessen Strand wir aufsuchten und dessen Kirche, groß für dieses kleine Dorf, jedes letzte Augustwochenende tausende von Menschen zu einer der größten Prozessionen der Bretagne sieht.
Es ging recht abenteuerlich weiter. Auf wirklich engen, kleinen Seitensträßchen tasteten wir und von Bucht zu Bucht und von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt vor, um noch ein paar nette Ausblicke aus das Meer zu bekommen.
Das ist St. Anne von der anderen Seite.
Und das ist der Aussichtspunkt bei Trefeuntec.
Und schließlich sit das der Strand bei Kehvel.
Das ist unglaublich, welch wirklich coole Ecken wir heute gefunden haben, die in keinem Reiseführer stehen und die wirklich schöne Aspekte der Küste zeigen. Echt toll.
Irgendwann fanden wir dann wieder auf größere Straßen zurück und den Weg nach Quimper. Quimper ist eine echte Stadt, also keine Touristenfalle. Dementsprechend waren hier auch Leute unterwegs, nicht wie dort überall, wo es nur Tourist gab. Quiper hat dennoch eine schöner mittelalterliche, von Fachwerkhäusern dominierte Altstadt.
Hier nahmen wir einen Kaffee und ich hatte die Chance, die Einträge der letzten Tage zu posten. Dann ging es weiter in Richtung Markthallen.
Die sind hier, wie auch in eigentlich allen französischen Städten immer einen Besuch wert. "Les Halles" wie sie heißen boten auch hier ein tolle Angebot.
Von den Eindrücken von frischen Produkten vom Feld und aus dem Meer noch schwer beeindruckt, machten wir uns auf die Suche nach der Kathedrale, die auch hier in Quimper kaum zu übersehen ist.
Sie gilt als Meisterwerk der Spätgotik. Auch hier wieder: Wirklich sehr schöne Fenster:
Nach dem Besuch der Kathedrale ging es dann noch weiter durch die schönen Gassen von Quimper, vorbei am Butterplatz (Butter spielt in der Bretagne eine vielleicht eben so große Rolle wie die 7777 Heiligen) und der Jesuitenkirche.
Es ging vorbei an netten Gärten.
Und es ging über den kleinen Flus Steyr (oder so), der hier in die Ödet fließt (die dann wiederum bei Benotet, wo wir auch schon waren, ins Meer mündet).
So kamen wir schließlich beim Theater an und zu unserem Auto zurück, dass das geparkt war.
Das Theater hat eher moderne Architektur, wenn man das so erkennen kann….
Nach dem Besuch von Quimper ginge noch mal zu unsere Freund E. Leclerc und dann nach Hause. Das war der nächste Tag in der Bretagne und morgen gibt's dannn mehr. Bis dann.
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