Freitag, 9. Juli 2010

Südamerika - Tag 6 - Viel Lärm um wenig Mumie dafür umso mehr Schweinchen

Hallo aus Arequipa, aus einer luftigen Höhe von immerhin 2300 Metern.

Ehe es morgen weiter geht in Richtung Titicaca-See, der ja auf ca. 3800 Metern oder so liegt, hier also ein Tag, um ein bisschen was für die Gewöhnung an die Höhe zu tun. Hoffentlich hats was gebracht.

Die Nachtfahrt im Bus von Nasca lief erstaunlich gut, dafür, dass es ein Bus war. Ich konnte sogar ein wenig pennen, womit ich zuerst auch nicht gerechnet hätte.
Im Bus kurz vor Arequipa

So kamen wir dann gegen 7 Uhr hier in Arequipa an, wo wir vom Bus Terminal abgeholt und zum Hotel Queens Villa gebracht wurden, wo wir frühstücken und unsere schmutzige Wäsche loswerden konnten.

Das war auch gut, denn wir haben ja nur vür wenige Tage saubere Klamotten dabei.
Also war dieser Austausch mal wieder notwendig.
Unsere Zimmer....

Der Hotel-Wuff.



Am Busbahnhof wars noch echt kalt, aber die Sonne knallte erbarmungslos nieder, den ganzen Tag, so dass es schnell warm wurde.

Dan so gegen halb 10 waren wir am Kloster, welches wirklich toll ist und das wir auch ohne Führung und mit der Erlaubnis Fotos zu machen besuchen konnten.
Linker Hand. Das Kloster von außen.

Der Eingang.

Das Kloster, in dem auch die selige Ana des Los Angeles des noch irgendwas lebte, ein Nonnenkloster also Santa Catalina, war für uns für 2 Stunden ein üppiges Programm.

Hier viele schöne Eindrücke aus diesen 2 Stunden.
Der Eingangsbereich.


Bilder aus dem Kreuzgang der Novizinnen.
Der Orangen-Kreuzgang.

Es folgen weitere Impressionen.
Die ehemalige Bäckerei.

Blüten.
Ein ausgeklügeltes System zum Wäsche waschen.

Und Musik durften die Nonnen auch machen, deren Zellen im Übrigen teilweise echt groß und gut ausgestattet waren.

Einige der Früchte, die hier wachsen.

Die Glocke, die die Nonnen zum Gebet rief.

Der "Hauptplatz" des Kloster. Mannomann, es war unglaublich hell....

Der Hauptkreuzgang.

In der Pinakothek findet heute ein Konzert statt. Hier die Proben dazu.

Danach gings zum Hauptplatz von Arequipa, nachdem wir vorher noch eine kleine Cola zu uns genommen hatten.

Hier soll es übrigens das beste Meerschweinchen der Stadt geben.

Der Dom ist Sitz eines Erzbischofs und im Vergleich zu vielen anderen Kirchen hier in Peru eher nüchtern gehalten. Aber es ist ne schöne Kirche, keine Frage.
Von außen....
...von innen....
...auch hier... schnönes Schnitzwerk....
...und die Orgel.

Einen kleinen Imbiss nahmen wir dann auch am Plazza Del Armas ein.

Rundherum sind nämlich die 1. Stockwerke über den Arkaden als Restaurants ausgebaut, in denen man es sich beim tollem Blick schmecken lassen kann. Das taten wir dann auch.

So war das dann von oben.
Und Blick auf den Dom.


So, nun kommen wir zur Pleite des Tages: Juanita.

Leute, in Arequipa, egal, was euch irgendwer sagt, niemals diese komische Eismumie anschauen. Das ist Kacke vor dem Herrn.

Die Geschichte:
Wir haben uns Karten gekauft und es hieß, dass es ne englische Führung in 40 Minuten geben soll. Sind wir also noch mal um den Block gelaufen und waren 35 Minuten später wieder da. Dann hat man uns gesagt, dass die englische Führung schon längst weg wäre.
Also sollten wir noch mal 20 Minuten warten. Wir dann brav dageblieben. 35 Minuten später ging dann die englische Führung auch in der Tat los.
Und liebe Freunde, das Folgende bekommt ihr da geboten:

Zuerst bekommt man einen Film zu sehen, ca. ne halbe Stunde, der ziemlich unzusammenhängend und noch extrem theatralisch schlecht aufbereitet ist. Dann führt einen ein ziemlich lustlos wirkender Guide durch ein "Museum", in dem man in fast vollkommener Dunkelheit irgendwelche Artefakte zu "sehen" (eher zu erahnen) bekommt, die irgendwelchen Mumien beigegeben worden sind, die hier in den Bergen gefunden wurden und die von den Inkas geopfert worden waren. Man sieht wirklich nicht viel.

Am Schluss führt er einen dann zu dem Tiefkühlsarg, in dem die Mumie von Juanita, einem 12 oder 13 jährigen Mädchen auch nicht wirklich zu sehen ist. Unglaublich. Und dann will der Guide auch noch Trinkgeld.... Lasst die Finger davon.

Aber zum guten Abschluss besichtigten wir dann noch eine abschließende Kirche.

Diese hat mal zu einem Kloster gehört, um dessen Kreuzgänge sich jetzt interessante, ziemlich edle Geschäfte gruppieren, mit denen ich den heutigen Blog beenden will.


Zum Abendessen dann das Meerschweinchen.
Aber erst noch mal der Plazza Del Armas im Licht der Nacht.

Hier in Arequipa wird teilweise der Verkehr von Weihnachtsmännern geregelt. Trotzdem läuft er relativ gut.

Ich habe mich wirklich gefragt, wie das schmecken mag.
Es war lecker. Ich hatte Filet mit Andenkräutern, wie der Marco Polo es empfohlen hatte. Es war wirklich lecker.
Das war die Vorspeise. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.... oder auch für Vermutungen, was das sein könnte. Ihr kommt nie drauf. Eine Pulle Wein für den Sieger!!!

Und das (im Vordergrund) ist die Meersau. (Hinten sieht man Alpaka mit Quinoa).

So, nun ne gute Nacht.

CU from Lake Titicaca.....

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Huhu,

wie kann einen denn die Jungfrau aus dem Eis nur so kalt lassen ?
Mann, mit 14 in Bastsandalen erst 200km durch die Pampa latschen, dann einen 6000er besteigen um dort nach ner Drogenorgie den Schädel eingeschlagen zu bekommen ist ja wohl mal ne Leistung für nen Teenie. Unsere Jugend sitzt doch nur mit Junkfood vor der Playstation ;-)
Scheint Pech mit dem Guide gehabt zu haben, von unserer Führerin beim letzten mal war Killer ganz angetan...

Respekt für das Programm !

Immer schön Coca kauen gegen Soroche ...

Danke für's mitnehmen.

Mario