Mittwoch, 7. Juli 2010

Südamerika - Tag 5 - Viel Luft unter den Flügeln und wenig Tore

Hi aus Nasca kurz vor unserer Abfahrt mit dem Nachtbus nach Arequipa, wo wir morgen sein werden.
Heute morgen begann der jetzt sehr sonnige Tag ziemlich diesig.
Erst mal ein paar Bilder vom Hotel, in dem wir die letzte Nacht verbrachten. Echt schön.

Die 25 ist übrigens unser Zimmer gewesen.
Um 9 Uhr sollten wir abgeholt werden zu einem Flug über die Nasca Linien. Da das Wetter aber so mies war, wurde aus den 9 Uhr dann auch 10 Uhr. Also auf mit einem alten klapprigen Kasten zuerst zum Reisebüro, das sich für uns um die Tickets gekümmert hatte.
Kümmern ist übrigens ein gutes Stichwort. Hier wird sich immer echt gut um einen gekümmert. Auch der Fahrer, mit dem wir unseren Nachmittagstrip (nach dem Desaster von Durban) gemacht haben, hat sich so rührend um uns gekümmert. Er meinte immer wieder nur: "You're Germans, you're Germans...." Naja, jedenfalls hat er sich wirklich gut gekümmert.

Wir also zum Flugfeld, von wo aus es losgehen sollte.
Genau gegenüber hatte jemand seinen Massagesalon aufgemacht.
Unsere Flugroute.

Gegen 12:00 starteten wir auch zu einem rund halbstündigen Rundflug über die Nasca Linien. Und zwar in diesem Flieger:

Unsere Piloten.
Es geht los....
Der Flughafen von oben.
Vorgriff: Die Panamericana, die durch die Nasca Linien hindurchgeht.

Den Flug habe ich notdürftig fotografisch dokumentiert, was in einem ständig von einer auf die andere Seite rollenden Flugzeug nicht immer so einfach war.
Außerdem ist der Kotrast zwischen Linien und umliegendem Boden nicht so groß. Ich hab mal ein bisschen daran rumgespielt, mich dann aber entschieden, die unbearbeiteten Aufnahmen reinzustellen.
Aber seht selbst:


Der Flug bei mittlerweile tollem Wetter war alles in allem jedenfalls echt klasse und lohnenswert, auch wenn mein Bildmaterial nicht so klasse aussieht.

Beeindruckend war es alle Mal.

Weniger beindruckend war dann das, was wir auf einem LCD-Bildschirm in einem chinesischen Restaurant (auf das uns Sandra von Akapana Tour gebracht hatte) zwischen 13:30 und 15:15 sehen mussten, weswegen ich es auch mit keinem weiteren Wort erwähne. Nur, dass der Kumpel von unserem Guide von heute Nachmittag mich Puyol nannte, das hat mich schon in der Seele getroffen. Hätte er ja direkt Letchkov sagen können....

Nachmittags haben wir uns dann mit noch ein wenig mehr Kultur beschäftigt. Zuerst besichtigten wir die unterirdischen Bewässerungssysteme, mit denen die Nasca Kultur Wasser aus den Bergen in eine der trockensten Regionen der Erde bringt, mittels solcher Kanäle nämlich.
Immer wieder werden in die unterirdischen Kanäle spiralförmige Löcher gemacht, um den Wind einzufangen, der dann quasi als kleiner Tornado dem Wasser eine größere Fließgeschwindigkeit gibt.

Dieses noch heute im Betrieb befindliche Bewässerungssystem macht, dass Nasca eine grüne Oase inmitten einer wirklich unwirklich trockenen Wüste ist (man redet von Niederschlägen vom 2 mm pro Jahr).
Hier wachsen Kakteen. Diese hier sind mit einem weißen Pilz geimpft, der wenn man ihn richtig bearbeitet als rote Farbe z.B. für Lippenstift verwendet wird.
Die Vegetation hier ist wirklich üppig.
Wuff....

Danach konnten wir noch ein bisschen der Nasca Linien von einem Hügel aus betrachten, während Ricardo uns jede Menge über die Kultur und Geschichte seiner Heimat erzählte. Es war wirklich toll, ihm zuzuhören.

Der letzte Halt am heutigen Tag waren einige alte Inka Ruinen. Die Inkas waren nur rund 90 Jahre in der Gegend von Nasca und haben diese Ruinen hinterlassen, die leider in keinem wirklich guten Zustand mehr sind.

Zum Abschluss des heutigen Blog Eintrags noch ein Bild vom Sonnenuntergang über der Wüste.

Und Grüße von uns....

Morgen Abend melde ich mich aus 2300 Metern Höhe aus Arequipa.
Chau.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Habt Ihr Euch beide solche Hüte gekauft???
Und zu was sollen diese Linien nochmal taugen? Können die was, was man auf den ersten Blick nicht sieht?
Viel Spaß in Arequippa - kann man übrigens wohl von Hamburg sogar anfliegen!
cu Anna