Hallo Aus La Paz, dem Regierungssitz von Bolivien, hallo aus dem Hotel Ritz am Plaza Isalbel la Catolica (oder so).
La Paz ist in der Tat nicht die Hauptstadt von Bolivien. Diese ist Sucre, von wo aus ich ich auch wieder melden werde (vielleicht sogar zum nächsten Mal, also in 5 Tagen, weil wir uns in der nächsten Zeit an doch etwas abgelegenere Orte begeben werden. Aber wir werdes mal sehen…..´
Aber fangen wir mal mit den Berichten und Geschichten von heutigen Tag an.
Es wurde nach einer sternenklaren, eiskalten Nacht Morgen auf der Isla del Sol und ich erwachte in meinem nicht geheizten Zimmer, um ein paar Fotos zu machen.
Wobei das hier ein Foto von gestern Abend ist, eines, das ich euch vom gestrigen Sonnenuntergang dann doch nicht vorenthalten wollte.
So, das ist nun ein Bild vom ersten Licht des neuen Morgens über dem Titicaca See. Es war immer noch klirrend kalt. Ich kann über eure Hitzeperiode nur milde lächeln. Für La Paz ist heute Nachtfrost angesagt…. das nur mal so……
Noch ein paar Bilder, um Impressionen zu geben, wie das hier am frühen Morgen so aussieht. Und wie gesagt, lasst euch von der Sonne nicht foppen. Es ist wirklich kalt.
Da unten mussten wir hin. Da liegt das Boot, das uns um 10:30 wieder zurück aufs Festland bringen sollte. Es ist genauer gesagt, das dritte von rechts, aber das wusste ich da noch nicht. Wir machten uns also, noch immer kurzatmig, wie wir waren, nach einem kleinen Frühstück (mal wieder Brötchen, Butter, Erdbeermarmelade, aber auch ein Rührei) um 9:00 Uhr auf den Weg.
Schön langsam machten wir uns auf den rund 1 km langen Weg, der nach unten führte. Wobei ich das mit dem Kilometer nicht so ganz glaubte. Aber es war ein wirklich toller Abstieg. So extrem anstrengend der Aufstieg gestern auch war, so schön und angenehm, ging es heute bergab.
Hier sieht man noch ein mal einen Blick zurück.
Der Weg ging weiter schön steil bergab.
Es gab interessante Bäume zu sehen.
Teilweise wirkte die Gegend sogar etwas mediterran. Kaum zu glauben, dass wir hier auf 3900 m ü NN sind.
Die Isla der Sol ist im übrigen auch für ihre Ruinen alter Inka Tempel bekannt.
So weit waren wir in der Zwischenzeit schon hinabgestiegen. Das Boot lag noch immer einsam und verlassen da.
Eigentlich sind wir hier schon oberhalb der Baumgrenze.
Ein allerletztes Mal das Hostal.
Unten gabs dann eine Quele, an der später die Esel etwas trinken durften.
An “Hafen” waren wir dann um 9:30 angekommen und kein anderer Mensch oder kein anderes Tier war da. Um 10:30 sollte unser Boot losgehen. Und irgendwie fand ich es, das betriebsame Wirken der Bolivianer gewohnt, seltsam, dass sich noch nichts tat.
Gegen 10 Uhr kam dann aber ein Mann und fing an, das Boot fertig zu machen und auch einige andere Touristen ließen sich blicken, ebenso wie der Eselführer, der seine Esel absetzte und sich dann mit daran machte, das Boot auf Vordermann zu bringen.
Das klappte alles sehr gut.
Und somit war unser Abschied von der Sonneninsel nicht mehr aufzuhalten. Weg gings.
Um 13: 00 Uhr fuhren wir dann aus Copacabana weg in Richtung La Paz, was eine wirklich reizvolle Strecke war, zumindest zunächst.
See mit schneebedeckten Berge.
Schließlich mussten wir dann unser Taxi auf Holzfähren über den See übersetzen, was natürlich auch ein echtes Erlebnis war. Wenn das der deutsche TÜV sehen würde.
Am Fährhafen grüßten große und wichtige Getränkehersteller.
Und während der Überfahrt machte ich einige Aufnahmen über den Titicaca See.
Die Fahrt ging weiter.
Schließlich näherten wir uns El Alto, der Zwillingsstadt von La Paz. Am oberen Rand des Kessels gelegen, in dem sich La Paz selbst befindet. Nun ja, jeder mag denken, dass es doch sicherlich besser ist, am Rand eines Kessels zu wohnen als im Inneren. Falsch in diesem Fall, wenn der Boden des Kessels (und damit die tiefste Stelle der Stadt und die Höhe, auf der ich zur Zeit in etwas bin) auf 3100 m liegt und der Rand auf 4100 m.
In der Tat, La Paz erstreckt sich über 1000 Höhenmeter und im unteren Bereich leben die wohlhabenden und oben die wirklich extrem armen. Ein Blick in den Kessel hinein ist faszinierend. Leider gibt es kein Bild hiervon. Und in La Paz hat der Ausdruck “dicke Luft” einen ganz anderen als bei uns.
Das Chaos in El Alto hingegen ist kaum zu beschreiben. An jeder Ecke fahren Minibusse ab, stehen oder gehen Menschen, werden Waren dargeboten oder Schuhe geputzt werden. Unglaublich. Das war zugegebenermaßen mein erster südamerikanischer Kulturschock.
Kulturschock hin, Kulturschock her. Wir kamen gut im Hotel an und schafften es sogar noch, die Verlängerung des WM Finals zu sehen und u.a. dieses schlimme Bild danach. Müller hätte es doch viel mehr verdient, diesen Pott in seinen Händen zu halten, oder….
Whatever. Immer gern genommen: Der Blick aus meinen Zimmer: zum ersten:
Und zum Zweiten:
Und die Polizeistation, die sich direkt nebenan befindet.
Der Blick das Treppenhauf hinab.
Das Hotel ist in einem der tieferen Lagen des Kessels von La Paz und damit einer gutbürgerlichen, teilweise ziemlich europäisch anmutenden Gegend ansässig. So waren wir heute Abend auch in Ermangelung einer Alternative (alles zu) in einem schweizerischen Lokal essen.
Ganz hier in der Nähe.
Und es war gut.
Nach diesem tollen Tag geht's nun morgen weiter mit dem Nachtbus in die Salzwüste. Und wie es dann weitergeht, wir werden's sehen.
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