Der zweite Tag in Edinburgh und ich bin immer noch nicht wirklich nass geworden. Erfolgreich also...
Am frühen Morgen erst mal ein kurzer Spaziergang durch die Gegend, unter anderem über das Water of Leith.
Unser erstes Ziel - weil es dann doch ein bisschen am regnen war - war das Kaufhaus Jenner's, was man jetzt nicht so mit dem Kaufhof oder Karstadt vergleichen kann. Man sieht auf dem Bild hoffentlich, dass es architektonisch doch ein bisschen was zu bieten hat.
Dort stärkten wir uns auch mit einem Kaffee, ehe es weiter ging.
Von New Town hatten wir erst mal genug gesehen, also ging es weiter nach Old Town und das hieß erst einmal die Royal Mile erkunden. Das Festival hatte seine Schatten auch hier und es war unglaublich voll. Nach ein paar Minuten auf der Royal Mile hatten wir die Hände voll von einer Million Flyer von irgendwelchen Events, die sich alle rühmten, der Knaller im Festival zu sein. Dazu kamen an jeder Ecke Chöre, tanzende Behinderte und Pantomime aller Art.
Die Royal Mile sozusagen bargab ist Hollyrod House, die Residenz der Queen, wenn sie sich in Schottland befindet und gegenüber das schottische Parlament, eine architektonische Sünde oder Offenbarung oder was auch immer. Ist ja schon mal nahe beieinander, was diese Einschätzungen angeht. Granit, Beton und Eiche dominieren den Bau, der jeden Kosten- und Zeitrahmen sprengte. Und dann behauptet man, so was gäbe es nur bei uns. Wie dem auch sei. Das schottische Parlament ist ne echt schottische Sache und deswegen auch für die Öffentlichkeit zum Teil zugänglich.
Im Foyer des Parlaments ist zur Zeit die Ausstellung der besten Pressefotos des Jahres 2013. Hier gab es einige wirklich sehenswerte Bilder (zu sehen).
Draußen, wie man auf dem nächsten (nicht für den Wettbewerb geeigneten Bild) erkennen kann, regnete es mehr.
Demzufolge ging es zum Sitz der Königin (wenn die Gute denn in Schottland weilt). Hier gibt es zum einen den eigentlich Palast zu sehen und zum anderen ein Museum, in dem verschiedene Gegenstände der königlichen Sammlung ausgestellt werden.
Zur Zeit findet sich dort eine außerordentlich sehenswerte Ausstellung der anatomischen Zeichnung von Leonardo da Vinci. Wirklich sehenswert und außerordentlich detailgetreu.
Im Inneren des Palastes sind keine Fotos erlaubt, woran ich mich auch strikt gehalten habe. Aber von Außen kann man einiges fotografieren, was ich auch (natürlich) tun musste. So hier etwa der Haupteingang.
Schön sind auch (und wie ich finde vor allem) die Ruinen der Abtei, die dort einst gestanden hatte. Das innere des Palastes ist halb eben das Innere eines Schlosses. Und das ist auf jedem Schloss und auch auf jeder Burg gleich, ob in Schottland oder am Rhein. Muss man also nicht unbedingt gesehen haben, wenn man so was schon kennt.
Man sieht schon, dass das Wetter mit dem nicht mithalten konnte, was wir gestern hatten, blauen Himmel mit Fotowolken nämlich. Aber trocken war's jetzt wenigstens und das passt dann ja schon.
So ging es dann wieder zurück, die Royal Mile hoch, auf der, wie wir dann feststellen mussten, Geldautomaten rar gesät sind.
Schließlich fanden wir doch einen und hatten dann noch die Gelegenheit, einen lecken Kaffee und ein Stück Kuchen zu uns zu nehmen.
Dunbar Gardens lagen noch auf unserem Weg.... naja ich hab mich echt gefragt, ob man da nicht auch unseren Garten hätte hinsetzen können.. okay, keine Ahnung....
Naja, Fringe Festival immer noch im vollen Gange. Wir also wieder durch die Massen, erneut 1000 neue Flyer in die Hand gedrückt bekommen und noch immer keine Ahnung, ob wir nd was wir uns de angucken sollen. Alles soll ja, wie ich schon geschrieben habe, das absolut Gelbe vom Ei sein....
Was ich mir dann noch geben wollte, war die Camera Obscura ganz direkt neben der Burg. Und ich kann die Ausstellung und alles nur empfehlen, zumindest dem, der an Physik und/oder optischen Phänomenen interessiert ist. Es gibt wirklich einige tolle optische Spielereien, wie dieses Chaospendel zum Beispiel.
Es gibt ein paar mechanische Spielzeuge, wie das hier.
Einige schöne optische Phänomene, wie hier:
Suchspiele, wie dieses hier, den großen Hirsch zu suchen.
Oder hier "The Hidden Tiger".
Optische Blicke in die Unendlichkeit....
Hologramme....
..., die aus verschiedenen Blickwinkeln ganz unterschiedlich wirken.
Oben dann ein toller Ausblick über die Stadt und aufs Meer.
Nach dem Besuch der Camera Obscura machen wir uns dann wieder bergab auf dem Weg zum Grassmarket, wo wir im kleinsten Pub von Schottland ein paar Getränke hatten, ehe wir uns mit einem großartigen Seafood Essen bei Mussels and Steaks stärkten und gleichzeitig den Abend abrundeten.
So bleibt noch die Hoffnug auf gutes Wetter für morgen trotz Abendrot....
Take Care.
1 Kommentar:
um das Water of Leith bin ich mit dem Edinburgh Running Network letztes Jahr 25 km in Vorbereitung für den Berlin Marathon gelaufen. Im Jenner's hab ich mich hoffnungslos verlaufen und nen sehr guten Koffeinfreien Kaffee gekriegt. Und beim Festival ist wirklich fast alles super ( außer Michael Mittermeier, den ich letztes Jahr da gesehen habe). Umsonst gibts dann beim Fringe of the Fringe diverse Newcomer, immer für eine Überraschung gut!
Ganz großes Heimweh!!!!!
Kommentar veröffentlichen