Heute gibt es im Blog fast nur Landschaftsbilder. Leider viele etwas grau in grau, weil der Wetter doch eher bedeckt war, wenns auch nicht groß geregnet hat.
Um 6 Uhr war aufstehen angesagt. Das Frühstück haben wir vom Zimmerservice geliefert bekommen, weil wir uns schon um 7 Uhr aufmachten, um uns mit dem Bus in die Highlands und nach Loch Ness fahren zu lassen, also uns mal so eine richtig touristische Aktion zu gönnen, als Rundum-Sorglos-Paket sozusagen.
Also auf:
Das Wetter war durchwachsen, aber trocken. Um 8 Uhr (in Edinburgh war noch strahlender Sonnenschein) ging es los mit unserem Fahrer Pat und einem Bus der Firma Timberbush ging es los. Pat erweis sich auf der Fahrt als Quelle allen möglichen Wissens, dass er auch in breitem schottischen Akzent lustig unters Volk zu bringen verstand.
Nach einer guten Stunde machten wir unseren ersten Stopp auf unserer Reise zum Loch Ness. Die Chance war da, ein paar Bilder von der Szenerie zu machen.
Außerdem konnte man sich so langsam mit den anderen Reisenden vertraut machen. Zu einem großen Teil war unser Bus mit Asiaten angefüllt, die einen ziemlich hilflosen Eindruck machten, wenn sie so durch die Gegend stapften. Den Geschichten unseres Fahrers konnten sie offenbar auch nicht so richtig folgen. Naja, vermutlich würde ich in Japan oder China ähnlich bedeppert durch die Gegend laufen... aber irgendwie konnte sie einem schon leid tun...
Ich glaub, viele von ihnen haben auch zum ersten Mal so was wie Tiere gesehen, wobei ich zugeben muss, dass ich Vertreter dieser Rasse an Rindviechern auch noch nie in echt gesehen habe. Hamish, die berühmten Rinder der Highlands gabs (neben etlichen Schafen) auch zu sehen....
Das Fotografieren aus dem fahren Bus raus war nicht ganz zufriedenstellend, weil logischerweise zum einen die Scheibe ziemlich spiegelte und zum anderen natürlich des Bus fuhr.... naja....,ging halt nicht anders. Beeindruckenderweise klacken die Fotoapparate der Asiaten beinahe im Sekundentakt und selbst ihre Smartphones in iPads hatten sie so eingestellt, dass sie bei jedem Auslösen ein Geräusch machten, als würde eine ausgewachsene Spiegelreflex loslegen... wie gesagt: beeindruckend....
Das Gelände wurde jedenfalls immer hügliger. Während der Fahrt erfuhren wir viele Details der schottischen Geschichte, also von William Walace und von Rob Roy und fuhren an der Burg vorbei, wo Monty Python "Holy Grail" drehten.
Aber unaufhaltsam ging es Richtung Highlands. Es gab Berge in Wolken zu sehen...
oder auch mäandernde Flüsse.
Eigentlich muss man sich ja nichts vormachen. Wir reden immer noch von einem Land, dessen höchstes Berg 1400 Meter hoch ist und dessen höchstgelegene Whisky Distillerie so hoch liegt wie der Morsberg.... also... immer schön den Ball flach halten.
Aber beeindruckend und karg ist die Landschaft schon und auch wirklich sehenswert.
Einen kleinen Fotostopp gab's dann bei Glencoe, Ort des gleichnamigen Massakers, wo man hier die Three Sisters sehen kann.
Wettertechnisch ahnte man hin uns wieder, dass so etwas wie blauer Himmel hier auch irgendwo versteckt war.
Was man auch feststellen kann: St. Pauli Fans gibt's auch in den abgelegenen Highlands und sie müssen auch dort ihre Spuren hinterlassen, wie man auf dem Warnschild unten erkennen kann. Übrigens stimmt das mit den Landslides wohl wirklich. Die Straße war schon öfters deswegen gesperrt... (oder wegen Schnee.... man stelle sich vor, man würde die Straße zwischen Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach wegen Schnee sperren... ehe jetzt jemand was sagen will: Die Hügel außenrum sind zwar etwas höher, aber der höchste Punkt, den wir heute mit dem Bus befahren sind, war etwas über 400 Meter hoch.... naja..)
Weiiter ging es über Ford Wallace am Atlantik die große Verwerfung entlang, in die der Caledonian Canal hineingebaut wurde, um eine Wasserstraße zu schaffen, die den Atlantik mit Inverness an der Nordsee verbindet und in der auch unter anderem Loch Ness liegt.
Mittagspause war dann in Spean Bridge, wo es nicht viel gibt außer einem Rasthof, einem Spark-Markt, einem Whiskyladen und einer Poststation, also eigentlich alles, was man so zum Leben braucht...
Auch wenn der Postladen schon bessere Zeiten gesehen haben kann...
Also dann wieder der Versuch, ein paar Bilder aus dem fahren Bus zu machen. Meine asiatischen Freundinnen waren noch immer voller Eifer dabei. Man kam sich eher vor, wie auf dem roten Teppich von Cannes, als auf einer Fahrt durch die schottischen Highlands, wobei man anmerken muss, dass die Mädels wenigstens so gut waren, den Blitz nicht angeschaltet zu haben...
So gegen zwei Uhr dann der erste Blick auf Loch Ness.
Unten liegt die Ruine eines Schlosses von dem man aus man das Loch gut überblicken kann. Wir jedoch haben uns das nicht angetan, sondern eine kleine Cruise über den See gemacht.
Vom Hotel unten im Bild aus ging's los...
Beeindruckenderweise gingen sobald wir ausgelaufen waren, die Fotoorgien wieder los, wobei man sagen muss, dass rundum in erster Linie nichts weiter zu fotografieren war als - Bäume....
Aber gut, unser Bott war voller Indonesier und die haben da unten ja glaub ich nicht so viele Bäume.... oder???? Naja, aber zumindest, wenn die mit der Brandrodung so weitermachen dann bald nicht mehr... ach, was weiß ich... andere Bäume zumindest....
Ich hab dann weniger Bäume fotografiert. Als Westerwälder kennt man die handelsüblichen Baumsorten dann doch ganz gut. Aber egal. Dafür haben wir wiederholt den Organisator der Indonesiergruppe fotografiert, mal vor dem Bäumen auf der rechten Seite vom Boot, mal vor den Bäumen auf der linken Seite.... also, ich meine, den haben wir mit seiner eigenen Kamera fotografiert, nicht aus Spaß mit einer von den unsrigen. Ich glaub, der kommt dann nächste Woche heim nach Indonesien und zeigt, was es in Schottland für tolle Bäume gibt... skurril...
Das Wetter war jedenfalls besser und ein bisschen kann man auf den Bildern hier außer den wirklich zahlreichen Bäumen auch die Sonne erkennen.
Wir näherten uns dann der Schlossruine vom Wasser aus und in diesem Moment war das Wetter so das ziemlich beste des ganzen Tages seit dem Aufbruch in Edinburgh...
Auf dem Oberdeck war's dann ein wenig zugig und außerdem gab es dort nicht allzu viel zu trinken, so dass wir uns unter Deck begaben, wo wir noch eine Verabredung mit der heimischen Tierwelt hatten.
So war die Rückfahrt auch schnell vorbei und kurzweilig.
Es ging zurück in den Bus, bis zu einem letzten Stopp in einem kleinen Ort mit leichten Toilettenproblemen, was aber eher für die Damen der Schöpfung welche waren und einen Weihnachtsshop. Auch so eine Klassiker in meinen Blogs sind ja diese Weihnachtsshops. Hier eine Erinnerung an alle, die noch nicht alle Geschenke haben: Es wird Zeit!!!
Was natürlich auch schön ist, ist für mich, dass um diese Zeit herum auch Dumbo wieder nach Frisco fliegen wird und sich da auch schon drüber freut.....
So, zum Abschluss noch der Sonnenuntergang über der Firth of Fort aus dem fahrenden Bus heraus fotografiert.
Gegen 20 Uhr waren wir nämlich in Edinburgh zurück, wo wir noch eine wirklich nur Kleinigkeit zu uns nahmen, um den Abend dann ganz entspannt ausklingen zu lassen.
Und ja, das ganze war erstaunlich tourimäßig für mich, aber hat trotzdem Spaß gemacht... Basta!!!
In diesem Sinne: Bis morgen....
Take Care..
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