Hallo aus Edinburgh.
Der erste Tag geht zu Ende, der heute morgen um kurz vor neun am Bahnhof von Montabaur angefangen hatte. Angefangen damit, dass der Zug erst mal zu spät kam. Naja, das kennt man ja. War auch nicht ganz so schlimm, schließlich hatten wir ja genügend Zeit, um zum Flugzeug zu kommen.
Das verlief auch alles ganz entspannt und so starteten wir pünktlich von Frankfurt aus nach Schottland. Der Flug war ein bisschen wacklig, aber alles in allen kamen wir gut an und auch das Wetter war klasse und von Regen war (noch) keine Spur.
Der Blick aus dem Fenster unseres Hotels offenbart, dass wir in einer ruhigen aber doch gar nicht mal so abgelegenen Ecke von Edinburgh in einem alten Haus aus den 1870er Jahren untergekommen sind.
Es war dann auch mal an der Zeit, in die Stadt aufzubrechen, die durch das hier stattfindende Fringe Festival gut besucht und voller Menschen war. Es war Sonntag, aber richtig was los. Die Geschäfte hatten alle auf und das Wetter lud geradezu zum draußen sein ein.
Seit dem Frühstück war es schon eine Weile her, so dass wir uns einen kleinen Happen von einem der zahlreichen Stände holten. Marokkanisches Essen mit leckeren Gewürzen, einer netten Schärfe und auf Couscous. Wirklich ausgesprochen gut, auch wenn das hier in der Aluschale vielleicht jetzt ein bisschen bescheiden aussieht.
Das Schloss auf dem Berg über der Stadt sah auch schön aus vor dem blauen Himmel mit wirklich tollen Fotowolken.
Eigentlich wollte ich dann noch fotografieren, wie die Möwe auf dem Kopf der Statue sitzt und über die Landschaft guckt. Dummerweise entschied sich das blöde Vieh aber gerade in diesem Moment, los zu fliegen... Naja, dumm gelaufen.
Man erkennt, dass das Wetter wirklich klasse ist. Ich schreib das so oft, weil der Wetterbericht für morgen dann was ganz anderes prognostiziert.... Mal schauen, wie die Bilder dann grau in grau aussehen.
Die Distel, die Nationalpflanze der Schotten wuchs auch am Eingang zum Park an der Princes Street.
Und ich denke, man kann gut ahnen, was hier los ist. Im Hintergrund auf den beiden Bildern das Scott Monument
Hier dann noch einmal einen Blick hinein, wo der Meister himself sitzt und sich das bunte Treiben genauer anzuschauen scheint. Ich glaub, er schaut auch ein bisschen nachdenklich drein.
Buntes Treiben passt ganz gut. Es war echt alles mögliche los. Straßenmusiker, darunter viele DudelsackbläserInnen, Hip Hop Combos, schlechte Singer/Songriterinnen und Classic Rock Cover Formationen. Ach ja und natürlich auch diese Heroen meiner späten Kindheit.... Immer noch aktuell die beiden.
So erklommen wir dann schließlich Calton Hill, von wo man bei diesem tollen (noch einmal erwähnen) Wetter einen Blick über die Stadt und das Meer (in diesem Falle den Firth of Forth (und nicht etwa den Firth Of Fifth, was nun wieder was ganz anderes ist.... aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden)) hatten.
Die Aussicht war einfach toll und der Wind vom Meer her war schön und frisch. Ich finde es einfach immer wieder schön, in Städten zu sein, die am Meer liegen. Das ist mir heute wieder bewusst geworden. Da kann ich auch mal das wechselhafte Wetter in Kauf nehmen. Außerdem sind 20 Grad, wie wir sie heute hatten auch mal eine schöne Abwechslung von den Temperaturen in den Dreißigern der letzten Wochen (wobei ich mich darüber hier auf keinen Fall beschweren will... das liegt mir fern).
Auf Calton Hill ist jedenfalls auch das schottische Nationalmonument, einem griechischen Tempel nachempfunden.
Noch mal ein Blick auf die andere Seite. Die Stadt Edinburgh mit allen Sehenswürdigkeiten, die wir in den kommenden Tagen noch erleben werden. Eben eine große Menge alter Steine :-)
Und zur anderen Seite dann Holyrood Park und Arthur's Seat.
Mal schauen. Vielleicht kommt dazu auch noch mehr... Kommt auch aufs Wetter an.
Dann jedenfalls genug der Aussicht. Es war später Nachmittag. Die Schotten gehen um diese Zeit gerne in den Pub. Naja, wenn man denn irgendwo zu Gast ist, dann macht man das auch mal. Also stand ein Pub Besuch als nächstes auf dem Programm.
Das Wetter war immer noch schön. So spazierten wir ein bisschen durch die Rose Street und hatten dann auch irgendwann Hunger.
Zum Abendessen gab's dann hier in diesem Laden etwas, an dem von der Decke lauter alte kaputte Golfschläger hingen.
So gestärkt dann genossen wir noch ein bisschen das Wetter und die Aussichten und Blicke.
Sowie einen Espresso zur Verdauung....
Ein Thema auf den Reisen ist ja dann auch immer (außer Einkaufszentren, was aber bestimmt auch noch kommt...) der Besuch von Friedhöfen. So soll es auch dieses Mal sein. Hier noch ein paar Impressionen:
Direkt neben dem Friedhof findet ein Kunsthandwerksmarkt statt, der allerdings schon geschlossen war. Nichtsdestotrotz eine komische Sache....
So, das solls für heute gewesen sein. Ich bin auch müde und wünsche ne gute Nacht und bis morgen.
1 Kommentar:
Mensch, das ist ja bei mir schon genau ein Jahr her"! Ebenso schönes Wetter, ebenso so viel los... Und die Menschen waren sowas von nett da. Wie lange seid ihr unterwegs? Auf jeden Fall was vom Festival angucken.... Viel, viel Spaß wünsche ich euch.
Lesterschwein
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