Freitag, 9. August 2013

Edinburgh - Tag 5

Donnerstag Abend in Edinburgh und es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Zeilen zu schreiben und ein paar Bilder hoch zu laden.

Heute morgen ging es nach einigen Schwierigkeiten (Möwen und so....) mit der Bahn von Waverly Station hier in Edinburgh nach Glasgow.

Das Wetter war gut. Der Regen soll erst heute  Nacht Schottland überqueren, obwohl es in Edinburgh wohl während unserer Abwesenheit doch schon ein bisschen geregnet hatte.

Nach ein paar Minuten, die wir brauchten, um uns zu orientieren, ging es die Buchannan Street hinunter zum Fluß, welcher in Glasgow Clyde heißt.


An der Buchannan Street kann man einige schöne Häuser stehen sehen.



Insgesamt ist festzustellen, das Glasgow wesentlich weitläufiger ist als Edinburgh und dass Glasgow eine echt lange und gut ausgestattete Fußgängerzone hat. Nicht umsonst gilt Glasgow als die zweibeliebteste Einkaufsstadt des UK nach London.

Wir sind zunächst mal den unteren Teil der Buchannan zum Fluss gegangen, wie schon gesagt. Hier quert diese schöne Hängebrücke aus dem 19. Jahrhundert das Flüsschen.


Nebenan die spätgotische Kathedrale der Erzdiözese Glasgow (der katholischen versteht sich), die sich hier im Fenster des benachbarten Bürohauses spiegelt.



Spiegel ist ein gutes Thema. Hier die Spiegel, die im Hof der Kathedrale aufgestellt sind, um an die Kriegsopfer zu erinnern.


Weiter ging's durch die Stadt vorbei an einem der besten Museen für moderne Kunst auf den Inseln, vor dem das Reiterstandbild etwas verziert wurde. Ob es sich hierbei um Kunst handelt oder um einen Streich, das entzieht sich meiner Kenntnis, was aber bei einigen Werken der modernen Kunst auch so ist.




Nachdem ich mich also hier als Banause oute und noch zugebe, dass ich nicht im Museum war (das Wetter war einfach noch zu schön), fahre ich einfach mal fort...

Fakt ist, dass wir Hunger hatten und ein spezielles Restaurant aufsuchen wollten, den Wee Curry Shop (Wee steht auf schottisch für "klein"). Hier sollte es nach meiner Auskunft, mit die besten Curries außerhalb von Indien geben. Okay, die Frage drängt sich einem auf, wer a) alle (oder fast alle) Curries außerhalb von Indien probiert haben will und b) ob in Indien alle Curries klasse sind.....

Wie dem auch sei Das was ich an diesem Mittag zu essen bekam, gehört definitiv mit zum Besten, was ich persönlich in Sachen indischer Koche jemals hatte. Vielleicht kann man noch ein bisschen weiter gehen. Ich würde es zu den Top 10 von Gerichten zählen, die ich jemals in einem Restaurant irgendwo bekommen habe. Vielleicht übertreibe ich und bin noch zu sehr in der Schwärmerei drin, aber es war großartig.

Und das geniale: Es hat für Vorspeise plus Hauptgericht plus Reis und Brot grade mal 5,50 gekostet....

Ich bleib dabei, dieser unscheinbare Laden unten auf dem Bild hat es faustdick in sich....


Auf dem Weg zur anderen Kathedrale in Glasgow (die der Church of Scotland) machten wir dann einen kurzen Abstecher ins (ja, richtig, das hat noch gefehlt bei den Klassikern meiner Urlaube) Einkaufszentrum....

Dan Einkaufszentren aber immer langweilig sind, auch ein langweiliges Bild aus dem Einkaufszentrum....



Next Stop, aber nach einem wirklich langen Weg unter anderem über den Campus der Uni von Glasgow dann der von außen wirklich nicht großartig wirkende Sakralbau.



Dass Kirchen eingerüstet sind, ist ja eigentlich normal, sind viele von denen doch wirklich alt. Diese Kathedrale hat eine besondere Eigenschaft. Sie ist die einzige gotische auf dem schottischen Festland, die der Wüterei der wütenden Protestanten während der Reformation standgehalten hat.

Also schauten wir uns die Kirche von Innen an. Sonderlich groß ist sie nicht. Sie ist natürlich Spätgotisch und auch recht matt anzuschauen.



Besonders schön ist aber die noch ältere Unterkirche mit dem Grad des heiligen Mungo.




Wieder oben: ein Blick durchs Kirchenschiff


Das hier ist ein Seitenaltar.


Und das Wappen unter symbolisiert die Vereinigung von England und Schottland.


Also genug Kirche (war aber auch wirklich wenig Kirche auf der Reise dieses Mal.... aber wie schon gesagt: Schottland hat da wirklich wenig zu bieten).

Zurück Richtung Innenstadt zum Tee trinken. Wir sind ja schließlich in Britannien.

Unterwegs kamen wir an den prachtwollen City Chambers vorbei, die am George Square stehen, der aber, wie man weiter unten erkennen kann, gerade für die Commonwealth Spiele 2014 umgebaut wird, wie eh einiges in Glasgow zur Zeit eine Baustelle ist.





Der Willow Tea Room wurde vom schottischen Architekten Macintosh gestaltet und machte kurz nach unserer Ankunft zu. Freundlicherweise (die Schotten sind sehr sehr freundlich) konnten wir aber noch Platzt nehmen und bekamen noch etwas.


Unter anderem gab es dieses Baby.... und das war lecker....



Nun hatten wir noch etwas Zeit totzuschlagen. Wie liefen noch etwas durch die Einkaufsmeile, ich legte mir einen neuen Rucksack zu und weil dann immer noch Zeit war, suchten wir einen der wunderschön ausgestalteten Pubs auf, um noch ein Getränk zu uns zu nehmen, ehe uns die Bahn wieder zurück nach Edinburgh brachte.


In Edinburgh hatte es wie schon gesagt, einmal zwischendurch geregnet. Ein Inder, der in einem Getränkeladen arbeitet und einen breiten schottischen Akzent spricht (unglaublich und zum Schießen, dieser Kontrast), erzählte uns wenig später entrüstet, dass das genau zu der Zeit war, wo er eine Lieferung u machen hatte, was seinen Kumpel zum Grinsen brachte...



Man sieht hier schon, dass das Wetter wieder wirklich klasse war.

So konnten wir den Tag mit leckerem Seafood und einer wirklich sehr netten Unterhaltung mit einem älteren englischen Ehepaar in dieser Lokalität, der Mussel Bar in der Rose Street ausklingen lassen...

Das war mein Bericht von heute. Mal sehen, wie das Wetter morgen wird.

Take Care.


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Stimmt, die Schotten sind wirklich unglaublich freundlich. Sie bedanken sich z. B. beim aussteigen immer beim Busfahrer.
Und in Glasgow sind sie noch freundlicher. Fragt man in Edinburgh nach dem Weg, kriegt man eine ganz genaue, ausführliche Beschreibung. Fragt man einen Glaswegian, fährt er einen persönlich zum Ziel... -erzählt man sich in Edinburgh!