Samstag, 10. August 2013

Edinburgh - Tag 6

Der vorletzte Abend in Edinburgh, an dem ich noch ein paar Zeilen in meinen Blog schreiben will, auch wenn es heute ein paar Minuten später geworden ist.

Was stand heute an? Nun, zunächst einmal ein Trip ans Meer mit einer potentiellen Überfahrt zu einer Insel mit einer verfallenen Abtei drauf, wozu es aber nicht gekommen ist, dann ein Spaziergang, zu dem es besser nicht gekommen wäre und schließlich drei Shows auf dem Fringe zu denen wir Gott sei Dank gekommen sind.

Aber eines nach dem anderen.

Begonnen wurde der Morgen mit einem entspannten Frühstück im Hotel, nach dem wir uns (dieses Mal verschont von den Möwen) auf den Weg zur Bushaltestelle machten, um den 22er zum Ocean Terminal zu nehmen. Ocean Terminal ist ein Einkaufszentrum (wie alle, die ich hier in Schottland gesehen habe, ein eher enttäuschendes), das auch den Eingang zu Royal Yacht Britannia zu finden ist.

Der Stadtteil von Edinburgh, den es dabei zu durchfahren galt, heißt Leith.

Hier sieht man eine typische Straßenszene aus diesem Stadtteil der einfachen Leute, früher klassenbewusst Arbeiterviertel genannt.


Unsere Lust, die Yacht von innen zu sehen und dafür eine Unsumme Eintritt zu berappen hielt sich in Grenzen. Somit hier nur ein erster Blick von Außen auf das Schiff.


Eigentlich hatten wir vor, mit der Firma Sea.Fari einen Trip zur einer Insel zu machen, der im Reiseführer angepriesen wurde. Somit ging es also auf zu m Anlegeplatz dieser Firma Sea.Fari. Wir kamen dabei am Hafenbecken der Fischer vorbei, in dem (es ist unschwer zu erkennen Ebbe) die Schiffe lagen. 






Das sah ja alles ganz nett aus, aber die Firma war nirgendwo zu finden, so dass wir unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten und noch einen kleinen Spaziergang am Westhafen entlang machten, an dem viele neue Wohnblöcke entstanden sind, die sicherlich keine billige Wohngegend sind.

So ist ungefähr der Blick auf die Firth of Forth von hier.


Und so der Blick zurück. Wie schon gesagt: Ebbe.


Das nächste Bild zeigt im Hintergrund die Insel, die wir gerne aufgesucht hätten. Ob wir zu blöd waren, die Firma umgezogen ist oder sonst etwas... keine Ahnung... jedenfalls also kein Erlebnis auf dem Meer dieses Mal.


Zwischen den einzelnen bebauten Flächen gibt es hier sehr viel Brachland, auf dem sich kleine Tümpel gebildet haben, die von Wasservögeln reichlich bevölkert werden.



Schade, dass das wohl alles wichen wird, wenn der Bedarf nach Luxuswohnungen noch größer werden wird.

Dann ist auch Schluss mit den Möwen, die sich im Seewind treiben lassen und harmlose PAssanten vollkacken, diese dreckigen Naziviecher....



Naja, ehe ich mich ereifre, hier noch einmal die Britannia von fern aufgenommen.....


Nach dem Spaziergang um den Hafen herum dann doch noch mal kurz ins Einkaufszentrum, um einen Kaffee zu trinken.


Unser nächste Ziel war eine Ecke in Lieth, die man Shores nennt und in der einige nette Kneipen und Restaurants am Ufer des Water of Leith sind. 

Auf dem Weg dorthin folgten wir einem verwitterten Bauzaun, der echt nett aussah.


Das hier hat echt was Schönes und hier nahmen wir dann auch ein kleines Mittagessen ein.





Dann wollten wir am Water of Leith wieder Richtung Innenstadt gehen, was sich aber als Fehler erwies. Das Water Of Leith sieht eher wie eine Müllhalde aus und der Weg führt an industriellen Hinterhöfen, Reifenstapeln und Autowerkstätten vorbei. Das alles ist nicht wirklich sehenswert sondern eher entsetzlich abstoßend.

Irgendwann war dann auch der weitere Weg gesperrt. Wir waren Gott sei Dank in der Nähe einer Bushaltestelle, so dass wir den Rest des Weges mit dem Bus zurücklegen konnten.


Am Anfang war das ja noch alles ganz nett.


Aber alles in allem doch wirklich nicht sehr schön, zumal ständig ein fauliger Geruch in der Luft hing...



Nun, auf diesen Bildern habe ich nur die netteren Ausblicke festgehalten. Die Colaflaschen, Altreifen und sonstigen Verschmutzungen im Wasser habe ich nicht hochgestellt.

Also waren wir dann wieder in der Innenstadt. Wir wollten ja den Abend noch ein bisschen auf dem Fringe verbringen und ein paar Shows gucken.

Zuerst ging es in die Troy Kirk, eine ehemalige Kirche, die nun ein Club ist und die die Hauptanlaufstelle für das Free Fringe ist.


Dort haben wir uns ein bisschen kundig gemacht und hatten einen Plan, den wir dann aber doch umgeworfen haben, um die Show von diesem Herren hier zu sehen.


Seine Erlebnisse bim Gälisch lernen waren wirklich spaßig und ein echtes Highlight.

Ein weiteres Highlight war dann auch die Show von Ben Norris, der schon Auftritte im Fernsehen hatte und durch einen ungeheuren Wortwitz auffiel.



Danach war Abendessen angesagt und ich habe zum ersten Mal Haggis gegessen und es hat mir gut geschmeckt. So ähnlich wie Leberknödel, die ich ja wirklich gern mag, fand ich.

Weil uns Bruce Fummey so gut gefallen hatte, mussten wir uns noch eine zweite Show von ihm ansehen; auch diese war wirklich witzig und lohnenswert.



Alles in allem geht so ein wirklich erlebnisreicher Tag zuende. Morgen melde ich mich dann das letzte Mal aus Schottland.

Take care.

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