Hallo zum letzten Tag aus Barcelona. Morgen um die Zeit sitze ich schon wieder im kalten Westerwald und bestimmt nicht draußen am Meer in der Sonne, wie ich das heute tun konnte.
Der heutige Tag stand noch einmal unter der Überschrift: Architektur, die wie eigentlich an allen Tagen eine große Rolle spielte (so auch heute).
Kapitel 1: Sagrada Familia
Bei strahlendem Sonnenschein brachen wir heute Morgen auf, um uns das anzuschauen, was viele für Gaudis Meisterwerk halten und was heute noch immer weiter gebaut wird (nach Plänen Gaudis oder dem, was man glaubte, was er sich so gedacht hätte). Das Gebäude ist beeindruckend und eben typisch Gaudi.
Hier der Blick auf die Weihnachtsfassade. Man sieht schon, welches die ursprünglich von Gaudi schon fertiggestellten (oder zumindest zu seiner Zeit fertiggestellten) Teile sind, nämlich die dunkleren.
Heute wird viel mit Beton gearbeitet, was zu Gaudis Zeit noch nicht wirklich so viel Anwendung fand. Hier sieht man das ganz gut.
Nach der Sagrada Familia gingen wir dann noch ein bisschen weiter durch Barcelona, auch durch ein weniger touristisch geprägtes Gebiet (zumindest eine Zeit lang).
Kapitel 2: Moderne Architektur in Barcelona Teil 1
Wenn man von der Sagrada Familia Richtung Meer geht, sieht man irgendwann dieses gurkenartige Gebilde zur Linken, der Tore Agbar, der nachts in allen möglichen Farben beleuchtet wird und als eines der modernen und Richtung weisenden Gebäude in Barcelona gilt. In ihm sind übrigens die Wasserwerke untergebracht.
Kapitel 3: Fin de Siecle
Beispiele für Architektur um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert gibt es in Barcelona viel zu sehen. Chronologisch beschreiten wir unseren Weg weiter und kommen an der Arena für Stierkämpfe mit passendem Museum vorbei.
Weiter kamen wir an diesem schönen Backsteinbau vorbei, in dem wohl einmal so etwas wie die Elektrizitätswerke untergebracht waren.
Schließlich und endlich erreichten wir dann den sogenannten Arc de Triomf, der da so irgendwie unmotiviert in der Gegend rumsteht und eigentlich gar nicht so recht hat, worüber er triumphieren könnte, zumal die Weltausstellung, zu der er erbaut wurde, eine finanzielle Katastrophe war... Aber egal....
Vor dem Arc konnte man sich schön hinsetzen und einen Kaffee trinken, was wir denn auch mal taten.
Kapitel 4: Moderne Architektur in Barcelona Teil 2
Wir kamen dann wieder ins Viertel El Riberia, in welchem wir schon schöne Zeiten hatten und durch die engen Gassen geschlendert waren. Die dortigen Markthallen können von Auswahl und Umfang nicht mit denen an der Rambla mithalten, aber sind architektonisch sehr interessant. Das wellige Dach und die Holzkonstruktion sind wirklich sehenswert. Die Stände sind es im Übrigen auch. Schließlich muss man sagen, dass man die Touristen nicht hat, die in den anderen Hallen um die Stände drängen.
Nichts mit Architektur (was ja mein heutiges Thema ist so ein bisschen) haben diese beiden nächsten Bilder zu tun. Aber ich fand den Anblick trotzdem lohnens- beneidens- und sehenswert. Eine der schönsten Tomatenauswahlen aller Zeiten.
Wieder aus den Hallen draußen schlenderten wir durch die engen Gassen zur Akademie für katalanische Musik, einem weiteren Meisterwerk des Modernismus.
Kapitel 5: Modernismus zum letzten
Man betrachte dieses verzierte Meisterwerk. Büsten von Beethoven und Wagner kann man in die Fassade integriert sehen.
Die Eintrittskartenschalter im schönsten floralen Stil.
Und außerdem ein schönes Selbstbedienungscafé ganz im Jugendstil, wo man uns noch nicht mal die Wasserflaschen berechnete, die wir zum Café solo bestellten.
Kapitel 7: Ein Kleinod der Gotik
Der Weg führte uns weiter in Richtung Rambla. Woran wir aber nicht vorbeikonnten, ist die kleine versteckte Kirche Santa Anna mit zugehörigem (ehemaligen) Kloster. Ein wirklich schönes Kleinod der Gotik. Die Kirche selbst aus dem 12. Jahrhundert wirkt noch schwer und plump mit viel Stein.
Interessant hier die Statue, die Anna, Maria und Jesus zeigt. Im schwäbischen nennt man diese Darstellung Anna Selbdritt und so heißt auch ein richtige leckerer Rotwein des Weinguts St. Annagarten in Beilstein.
Diese Grablegungsszene gilt als das Meisterwerk der Kirche.
Der Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert wirkt wesentlich luftiger und offener als die Kirche selbst. In der Mitte stehen Palmen und (ich denke) Mandarinenbäume.
Vor der Kirche dann der Blumenladen gleichen Namens....
Ich erspare euch jetzt weitere Bilder aus den Markthallen an der Rambla, wohin wir uns zum Mittagessen begeben haben. Mit frischen Meeresfrüchten in Form verschiedenster Tapas von einem der zahlreichen Stände in den Hallen und einem Gläschen Weißen um Magen gings dann wieder beschwingt raus in den Trubel auf Brcelonas Flaniermeile der Rambla, die eigentlich wirklich überall schön ist außer im letzten Viertel, wo sie dann doch schon einen schäbigeren Eindruck macht und wo man durchaus man angequatscht wird, ob man nicht Interesse an lustiger Rauchware habe.
Aber ich schweife ab. Joan Miro hat dieses Mosaik höchstselbst in den Boden der Rambla eingelegt (ob er das nun eigenhändig machte, weiß ich nicht, aber es trägt jedenfalls auf einem Stein seine Unterschrift und gilt als ein Original Miro). Die meisten Leute, die darüber laufen bemerken es gar nicht. Auch ich bin nun schon zum vierten oder fünften Mal drüber gelaufen.... Schuldig....
Kapitel 8: Moderne Architektur in Barcelona Teil 3
Zwei der wie ich finde spannendsten Gebäude moderner Architektur in Barcelona findet man weiter draußen am Mittelmeer. Das Forum in blaugrau gehalten, dreieckig und wie eine Mischung aus Felswand, UFO und Monolith aus 2001 wirkend beherbergt ein Museum.
Und direkt daneben im Flatiron Stil gehalten und auch wie ein Eisklotz wirkend das Telefonica Hochhaus, das je nachdem von welcher Seite man es anschaut wirkt, als sei es zweidimensional.
Auch zusammen finde ich geben die beiden ein interessantes Ensemble ab.
Das Telefonica Hochhaus wirkt übrigens finde ich nur von der schmalen Seite her wirklich spannend. Hier von der Meeresseite her gesehen, scheints wie ein normales Hochhaus zu sein, eher langweilig.
Apropos Meer. Das war auch noch da. Und so wurde unser Nachmittag von einem schönen Strandspaziergang abgerundet.
Kapitel 9: Friedhofsarchitektur
Der Ostfriedhof in Barcelona, zu dem wir uns dann auf den Weg machten, hat einige sehr schöne Monumente aus dem ausgehenden 19. und anfangenden 20. Jh.. Und da wir auch immer wieder gener im Urlaub Friedhöfe besichtigen, so auch dieses Mal.
Das berühmteste Monument auf dem Friedhof ist der Todeskuss, bei dem ein Skelett mit Flügeln einen leblosen Körper eines Jünglings küsst....
Irgendwie gruslig....
Aber genug von Friedhöfen. Ich wills nicht übertreiben. So gingen wir schnell wieder raus in die Sonne und ans Meer, um unseren Strandspaziergang im Olympiahafen von Barcelona, der anlässlich er 92er Spiele angelegt wurde, zu beenden.
Die Sonne versank so langsam und es war Zeit, wieder zum Hotel zurück zu gehen, um uns vor dem Abendessen noch mal ein bisschen frisch zu machen.
Zum Abschluss aber noch einen kleinen Abstecher ins ehemalige olympische Dorf und zum letzten Architekturkapitel des heutigen Posts.
Kapitel 10: Moderne Architektur in Barcelona Teil 4
Nur diese beiden Bilder noch. Beim letzten finde ich es witzig, dass die Skulptur bei diesem Licht und unter diesem Winkel grade wie ein Gesicht (sieht man da etwas von Angry Birds evtl. drin) wirkt. Wenn man sie woanders sieht, erkennt man das so nicht.... Lustig.
Nach einer Pause im Hotel ging es dann noch mal auf die Jück, um den letzten Abend hier noch ein bisschen würdevoll ausklingen zu lassen.
Auf dem Weg ins El Born kamen wir noch bei einer römischen Ausgrabungsstätte vorbei. Und damit hätten wir die auch noch drinnen in der Geschichte des heutigen Tages. Von den Römern bis hin zu den modernsten Gebäuden, alles an einem Tag in Barcelona erkundet....
Vor dem Essen war noch etwas Zeit für einen Vor dem Essen Drink, den wir in einer schönen abgewetzten Bar zu uns nahmen, wo man das Bier noch aus Flaschen trinken konnte und Fußball im Fernsehen (Katalonien - Nigeria) lief.
Nachdem wir uns dort gestärkt hatten, liefen wir einen anderen Laden an, um uns noch einmal an ein paar leckeren Tapas gütlich zu tun. Die mit einer Flasche Sekt runtergespült waren wirklich fein.
So traten wir dann zum letzten Mal für diesen Urlaub den Heimweg ins Hotel an. Erstaunlicherweise gab es Straßen, in denen wirklich wenig los war.
Und zum guten Schluss einen Vorgeschmack auf das, was ab morgen wieder auf uns wartet.
In diesem Sinne.
Take Care.
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