Bevor es nächste Woche wieder ins wahre Leben geht, haben wir uns entschlossen, einen kleinen Road Trip durch die Ardennen zu unternehmen.
Begonnen hat unser Trip heute morgen im Regen des Westerwaldes.
Dennoch entschlossen wir uns, den Mustang zu nehmen, um dem Pferdchen mal ein bisschen was von der Welt zu zeigen. Immerhin war das brave Tier noch nie im Ausland (außer jetzt in den USA).
Schon in Luxemburg war schönes Wetter. Und ich kann euch versprechen das wird noch besser.
Im Luxemburg suchten wir uns einen Parkplatz in der Oberstadt, von wo aus wir einen schönen Ausblick hatten. Der Weg dahin war allerdings die Hölle. Die Zufahrt in die Innenstadt von Luxemburg ist eine Katastrophe, wirklich.
Egal. Man sieht, der Himmel wurde blau, das Pony stand im Parkhaus und wir machten uns auf den Weg….
Wir machten uns auf den Weg nach Luxemburg Grund, in die Unterstadt mit vielen Restaurants und Kneipen, denn es war Mittagszeit und der Hunger machte sich bemerkbar.
Schließlich fanden wir dieses tolle Restaurant, in dem wir uns zum Mittagessen niederließen.
Der Blick auf die Oberstadt war klasse.
Und der Pulled Pork Sandwich vom Feinsten. Also find der Urlaub an, richtig Spaß zu machen.
So gestärkt hatten wir dann auch vor dieser Bestie keine Angst mehr.
Praktischerweise gibt es einen Aufzug von der Unterstadt nach oben, den wir für den Rückweg auch in Anspruch nahmen, faul wie wir sind.
Dann kam das Pony wieder zum Einsatz und weiter ging die Reise durch Luxemburg nach Belgien zur Abtei Oval, einer von fünf belgischen Trappisten Abteien, in denen Bier gebraut wird (Achel, Rochefort, Wetsmalle und Westvleten sind die anderen).
Als wir dieses Zeichen sahen, wussten wir, wir waren richtig. Die Fahrt (nun offen) war ein Genuss. Die Gegend in diesem südlichen Ausläufer der Ardennen war toll und das Wetter - nun, es war auf einmal Hochsommer in Belgien.
Der Schutzengel ist das Lokal, welches zur Abtei gehört und in dem natürlich auch das hiesige Bier ausgeschenkt wird.
Die Abtei selbst oder gar die Brauerei kann man nicht besuchen, aber die Ruinen der alten Abtei stehen Besuchern offen. Also, auf geht's….
Ein Gebäude ist auch der Geschichte und Kultur des Brauens gewidmet. Hier sieht man einen kupfernen Maichebottich wie er heute sicherlich nicht mehr im Einsatz ist.
Hier wird das belgische (mir durchaus sympathische) "Reinheitsgebot" aufgezeigt: Wasser, Malz, Höfen und Zucker. Liebhaber belgischer Biere (wie ich) können dieser Kombination durchaus etwas abgewinnen. Und wenn Mönche das machen, muss da ja auch mit dem Lieben Gott abgesprochen sein, kann also o verkehr nicht sein.
Das Bier aus Orval jedenfalls ist für mich eine Offenbarung.
Nach diesem Exkurs über Bier dann weiter zu den Ruinen der alten Abtei.
Das Wetter war wirklich großartig geworden. Warm, blauer Himmel. Der Sommer war da…..
Zwischendurch noch eine Statue vom Kopflosen….
Das einzige, was man von der eigentlichen Abtei sehen konnte war die Kirche, aber auch nur von de Empore aus.
Also wieder raus….
Kräutergarten….
Tolle Gegend hier, wie gesagt.
Weiter fuhren wir dann nach Neufchateau, einer kleinen Kleinstadt, wo wir im Cube eine Fahrtpause einlegten
Das Bierangebot war klasse und wir nutzten es.
Aber der Hunger rief schon wieder und es ging weiter nach Bastogne, jedem Sportfan vom Radklassiker Lüttich - Bastogne - Lüttich bekannt, oder jedem Geschichtsfan als Schauplatz des Krieges in den Ardennen.
Wir auch immer. Ich hab das Pony schon mehrfach gelobt, hier soll es auch sein Foto bekommen.
Ein Westerwälder Pony in Belgien, schön….
Bastogne ist ein nettes Städtchen mit vielen Restaurants.
Hier gibt es ein Kriegsmuseum und der Krieg ist auch wirklich präsent, sieht diesen Panzer.
Vor der Kirche findet sich auch ein Denkmal für die Opfer.
Die einzigen Opfer, die heute für uns gebracht werden mussten, waren die Muscheln, die es zum Abendessen gab.
Nach dem Abendessen legten wir die letzten 17 Kilometer nach Houffalize zurück, wo unser B&B für heute Nacht steht.
Auch ein süßes kleines Städtchen an einem Flüsschen. Auf dem Weg hierher sind wir über eine Straße bekommen, die noch voll gemalt war mit Namen von Radfahrern. Lüttich - Bastogne - Lüttich geht also offenbar hier her.
Zum Abschlussbier kehrten wir noch ein einer Kneipe ein (viele hatten montags hier zu), die voll mit Schildern der verschiedensten Brauereien war.
Und hier geht es morgen hin (also nicht aufs Klo)…. ich freue mich….
Also, bis morgen
Au revoir und take care.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen