Aber das war erst der zweite Teil des Tagesprogramms. Das erste führte uns am frühen Morgen raus, um auf eine Sumpferkundung zu gehen.
Wir wurden um 8:00 von einem Bus eingesammelt.
Auf dem Weg in den Sumpf (naja, also ziemlich direkt am Anfang noch in der Stadt kamen wir dann in einen etwas größeren Verkehrsstau, weil die Spieler von Kentucky im Begriff waren, ihr Hotel zu verlassen und ihre beiden Busse sowie eine Menschentraube davor warteten.
Überhaupt war Blau die heute in der Stadt am meisten vertretene Farbe. Wobei auch Kansas Blau ist, aber die deutlich in der Unterzahl waren. Die UK Anhänger waren die absolut meisten. Louisville kam gefühlsmäßig danach, dann KU und Ohio State zum Schluss. Ob das Klassement im Turnier nachher auch so sein würde? Nein, denn, wie oben geschrieben, trafen die beiden Unis aus Kentucky direkt schon im Semifinale aufeinander.
Aber zurück zum Sumpf: Nach einer guten Dreiviertelstunde und der Fahrt über eine ellenlange Brücke über den im Norden von New Orleans gelegene Brücke (nebenbei bemerkt verläuft über denselben See auch die drittlängste Brücke der Welt) ging es zum Startpunkt unserer Sumpferkundung.
Wir legten ab und nach uns noch ein paar andere Boote. Klar, das ist schon ne Touristenveranstaltung, aber echt keine schlechte.
Unser Käpt'n machte das alles recht unterhaltsam und es gab einiges zu sehen.
Das Wetter spielte auch mit. Es war warm und die Sonne schien.
Nachdem wir diesen Fischreiher begrüßt hatten, schauten wir uns ein Dorf der Cajun an, die an diesem Fluss, der durch den Sumpf verläuft schon seit einigen hundert Jahren wohnen. Ihre Häuser sind nur mit Booten erreichbar und sie bleiben mehr oder weniger für sich.
Sie sind Nachfolger der aus Frankreich geflüchteten Cajun, die in der Stadt nicht erwünscht waren, weswegen sie sich dann hierher zurückgezogen haben.
Weiter ging es in den Sumpf. Es gab eine reicht Tier- und Pflanzenwelt zu bestaunen.
Diese Eidechse zum Beispiel.
Es gibt hier Schlangen. Hier hat sich eine zum Beispiel im Gebüsch versteckt.
Aber logischerweise sind hier auch Alligatoren zu finden. Dieser hier ist noch ein ziemlich kleines Exemplar seiner Gattung und er steht auf Marshmellows.
Die Vegetation hier ist richtig üppig und das Wasser ist an vielen Stellen wie auch hier mit Entengrütze zugewachsen.
Diese gelben Vögel sind hier wohl nur im Frühling beheimatet. Sie sind offenbar auf der Durchreise.
Große Spinnen sind auch zu finden. Diese hier ist sogar giftig (wenn auch nicht lebensbedrohlich).
Kurz vor dem Anlegen am Dock (das liegt vor der Brücke rechts) fanden wir dann doch noch einen großen Alligator, den die Leute hier Brutus nennen und der auch ziemlich beeindruckend aussieht.
Er kam (er ist ziemlich zutraulich) auch ganz nahe zum Boot.
Irgendwann langte es ihm dann aber und er verzog sich wieder.
Das machten wir nicht anders. Mit dem Bus machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach New Orleans, wo wir uns ein kleines Mittagessen zu uns nahmen, ehe wir uns mit Massen von blau und rot gekleideten Basketballfans auf dem Weg zum Superdome machten, in dem heute über 73.000 Leute die Halbfinals sehen sollten.
Das ist schon echt groß und so ein Basketballcourt wirkt in diesem Riesengebäude echt klein. Man muss bedenken, dass hier auch ein ganzes Footballfeld reinpasst....
Um 5 war es dann so weit. Die Teams kamen auf den Platz. Kentucky und Louisville zuerst für das erste Spiel.
Auch die Cheerleader waren mit dabei. Hier die von Louisville.
Man muss hinzufügen, dass zwischen den beiden Unis, die nur einen besseren Hail Mary Pass weit auseinander liegen eine innige Rivalität besteht, wie man an diesem Button der Dame vor uns (offenbar eine Anhängerin von Lousville) auch sehen kann.
Daher herrschte auch eine mächtig emotionale Stimmung im Superdome.
Das Spiel ging dann jedenfalls los.
Die Fans von Louisville hatten wenig zu lachen, aber die gaben ihr bestes, um ihr Team anzufeuern.
Und auch wenn die Cardinals sich immer wieder richtig bemühten, war Kentucky doch besser und hätte eigentlich noch höher gewinnen müssen.
Im zweiten Spiel trafen dann Kansas (hier das Maskotchen mit Band und Cheerleadern) auf Ohio State.
So auch der verdiente Halbzeitstand:
Kansas machte dann allerdings das unmögliche möglich und holte Punkt um Punkt auf, so dass es 9,6 Sekunden vor Ende 62:61 für die Jayhawks stand.
Und so siegte Kansas in der Tat in diesem Spiel, in dem sie 90% oder so der Zeit hinten gelegen hatten. Das aber nicht ganz unverdient.
Das war der heutige Tag. Durch das dunkle New Orleans ging es so gegen 11 Uhr zurück ins Hotel, während auf der Bourbon Street sicherlich noch der Punk angeht und vielleicht neue Freundschaften zwischen Anhängern von Kentucky und Louisville geschlossen werden.
Ich jedenfalls sage gute Nacht und bis morgen Abend...
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