Guten Morgen aus Kalifornien mit neuen Berichten, was mir so wiederfahren ist.
Heute stand ein reges bergauf und bergab auf unserem Plan, begonnen von einem bergauf in den von uns mittlerweile interessiert betrachteten Bezirk Tenderloin.
Von einem Besuch des Tenderloin wird in den meisten Reieführern in den schärfsten Tönen gewarnt. Es gibt dort Prostitution, Kriminelle, Geistesgestörte, etc.
Vielleicht, so meine Theorie gibt es dort aber auch nur viele arme Leute, die durchs Raster des Kapitalismus gefallen sind und die man den Touristen, die San Francisco besuchen um jeden Preis nicht zeigen möchte. Arme Menschen, die versuchen irgendwie ihr Leben zu meistern in einem System ohne irgendwelchen sozialen Netze, die auf der Straße leben müssen und deren daraus resultierender exzessiver Konsum von irgendwelchen Substanzen ihnen irgendwie vielleicht auch noch ihren Verstand geraubt hat.... nein, das möchte man sicherlich nicht, dass irgendwer das sieht.
Bullshit, so meine Meinung. Schaut euch den Tenderloin mal an und lernt... seid geschockt, seid vorsichtig, aber seid nicht ängstlich. Schaut euch um und macht euch eure Gedanken.
Okay.
Das dazu. Wenn ich übrmorgen da überfallen und abgestochen werde, schreibe ich vielleicht anders.... evtl. schreibe ich auch gar nicht mehr... egal. Das wars für heute an nachdenklichem.
Wir sind auf jeden Fall unterwegs gewesen zu Dottie's True Blue Café, mitten im Tenderloin und damit zu einer dieser Perversionen, die das alles mit sich bringt.
Dottie's ist das absolut angesagteste Frühstücksrestaurant in San Francisco. Wir waren um 8:40 Uhr da und haben eine Stunde gewartet, um überhaupt einen Tisch zu bekommen, so angesagt ist dieser Laden.
Die Leute, die im Tenderloin wohnen kriegen sicherlich gar keinen Platz da, weil sie sich das Essen dort gar nicht leisten können.
Wir haben jedoch das Glück und können uns das leisten. Und wir haben uns es auch geleistet.
Und an dieser Stelle werde ich wieder zum Reiseberichterstatter.
Das Frühstück war wirklich große Klasse.
Ich hatte ein Omelette mit Lammwurst, Spinat und Ziegenkäse. Es war großartig.
Meine Begleiterin hatte mit die besten Pancakes, die ich jemals probieren durfte.
Große Klasse und die Stunde Wartezeit auf jeden Fall wert.
Wer in San Francisco ist und mal Zeit hat, sollte sich diesen Laden auf der Jones zwischen Geary und Post mal gönnen.
Wir waren gestärkt und machten uns per Bus auf den Weg nach Haight-Ashbury und die Gegend dort, um ein paar nette Blicke auf die Cityzu erhaschen und einen extrem netten Stadtteil zu besuchen.
Wir haben den 6er Bus genommen und sind dann von der Ecke Haight und Divisadero losgezogen.
Die Ausblicke waren teilweise richtig toll.
Angesagt war zuerst Buena Vista Park.
Ich war noch nie dort und es war wirklich lohnenswert.
Man konnte schön über San Francisco blicken.
In Haight Ashbury, dem ehemaligen Zentrum der Blumenkinder in der City Of Love und heute immer noch einem schönen Viertel verlebten wir dann den Nachmittag, inklusive Besuch mehrerer Klamottenläden und eines der traditionsreichsten anarchistischen Buchläden.
Hier ein paar Eindrücke, hauptsächlich Schilder.
Das Mittagessen haben wir uns dann in einem Supermarkt geholt und im Golden Gate Park zu uns genommen.
Dabei wurden wir auch Zeugen eines konzertierten Polizeieinsatzes gegen ein paar Althippies und Obdachlose, die dort "campierten".
Und einen Kaffee nahmen wir auch in diesem schnuckligen Kaffeeladen zu uns.
Dann ging es weiter, vorbei an ein paar tollen Häusern durch den Panhandle und dann hoch zum Alamo Square.
Natürlich sind die Fotos der Painted Ladies eine Pflicht für jeden Touristen. Deswegen gibt es sie auch dieser Stelle.
Dann stiegen wir wieder in den Bus, den 5er und fuhren den Ocean Beach.
Einige Möwenangriffe mussten wir auch abwehren.
Nach diesem schönen Spaziergang machten wir uns dann mit dem 38L wieder zurück Richtung Tenderloin.
Hierbei noch ein echtes Komplment an den Busfahrer. Hier die Story: Wir warteten an einer Haltestelle des 38er Busses, als der Busfahrer des 38L (ein Expressbu auf der selben Strecke) mit einem "Out Of Sevice" Schild dort parkte und Pause machte. DEswegen konnten und die nächsten beiden 38er Busse nicht sehen.
Daraufhin bot dann der Fahrer des 38L an, uns schon von dort mitzunehmen, obwohl sein Bus erst ein paar Meilen später eigentlich eingesetzt wurde. Coole und nette Aktion. Erzähl da mal nem Busfahrer in Berlin....
So kamen wir dan gut in unserem Hotel an, hatten noch ein leckeres Abendessen und genießen nun den Rest des Abends und freuen uns auf morgen.
1 Kommentar:
"Um 7:30 macht der auf und ICH bis 3:00 im Prinzip immer voll"
-> ey Dumbo, was war denn da los? ;-) Den ganzen Tag besoffen oder was?
War das jetzt am Freitag, Samstag äähm... oder doch am Sonntag -> ach, ist ja auch egal!
Viel Spass euch in jedem Fall weiterhin, da sind ganz tolle Fotos dabei! Achja, und bitte nicht abstechen lassen ;-)
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