In Deutschland ist Morgen und hier tief im Westen ist Abend und es wird Zeit nach einem großartigen Abendessen im Raincity Grill und einem Absacker beim Central Bistro (wie die Tradition des Martini Monday noch immer aufrecht erhalten wird) zu einem Bericht über den heutigen, zum großen Teil auf dem Campus und in der Nähe des Campus der UBC verbrachten Tag zu berichten.
Nach einem gelungenen Frühstück (das Buffett hier im Coast ist wirklich echt gut) ging es mit dem Bus los, um ein paar schöne Plätze auf dem Campus der University fo British Columbia (kurz UBC) zu besuchen.
Das Wetter heute (es gibt keinen morgendlichen Blick aus dem Fenster) war gut, man kann sagen, es war wechselnd bewölkt.
Wir also los. Der Trip nach UBC ist nicht kurz, waren wir doch so ziemlich zum westlichsten Punkt von Vancouver unterwegs.
Die Uni selbst ist eine Enttäuschung, wenn man an den Campus von Cal denkt, den ich kurz vorher besucht habe. Das hier sieht schlicht und ergreifend aus, wie ne Uni bei uns auch aussehen würde. Zweckmäßige Gebäude,
Gelegentlich auch etwas anderes, wie dieses Denkmal vor dem Institut für chinesische Studien oder so was glaub ich...
Aber das war insofern nicht so schlimm, als dass die Gegend hier noch ein paar Sachen zu bieten hat, die eine Uni in K-Town zum Beispiel nicht zu bieten hatte. Hier ist an erster Stelle das wirklich phantastische Museum of Antropology zu nennen. Wer meinen Block schon vor über zwei Jahren verfolgt hat, der weiß, dass ich dort bereits einmal dieses Museum besuchen wollte, welches aber damals zu war, was wir erst nach einer Taxifahrt hier raus herausgefunden hatten. Dämlich. Heute jedenfalls war der Laden offen und wir haben die 15 und noch was Dollar bezahlt, um ihn uns anzuschauen.
Jedenfalls hat es sich wirklich gelohnt.
Ein großer Teil des Museums ist dem Leben und der Kunst der in B.C. lebenden First Nations gewidmet.
Hiervon ein paar Beispiele aus der Ausstellung, in der man Gott sei Dank fotografieren durfte.
Das ist ein Teil eines Totempfahls.
Ein Bär mit einem Lachs im Maul.
Wieder ein Teil eines Totempfahls.
Das hier auch, mit einer Begräbniskiste auf dem Kopf.
Es gibt jedoch einen Raum, in dem Kulturen aus der ganzen Welt ihre Ehre erwiesen bekommen. Es gibt soviele Gegenstände und Artefakte zu sehen, dass man Tage in diesem Museum verbringen könnte. Kurz gesagt: Es war wirklich großartig.
Hier nur ein paar Ausschnitte:
Waren das alles noch Dinge, die man den First Nation in Kanada zuschreiben konnte, gab es aber auch z.B. Masken aus Mexiko.
Weiterhin Artefakte aus China, Japan, den Philipinen, Griechenland, Papua Neuguinea, Afrika und so weiter.
Außerdem gab es eine Ausstellung über Töpferkunst aus Europa, wo sich auch diese beiden Krügen aus dem Westerwald fanden.
Außerdem diese interessante Information.
Nach dem Innenleben (wir haben bei weitem nicht alles gesehen, es gibt Schubladen um Schubladen, die man öffnen und immer wieder Neues entdecken könnte, aber igendwann war einfach Schicht im Schacht) haben wir uns auch noch die außen aufgebauten Nachbauten zweier Häuser der First Nation angeschaut.
Der Schöpfer dieser Häuser ist der großartige Künstler Bill Reid, der auch viele der Gegenstände im Museum gemacht hat und der sicherlich einer ger größten Künstler der Haida.
Sein The Raven And The First Men ist eines der Highlights der Ausstellung.
Nach dem Besuch des Museums entsorgten wir unseren Sticker, der unsere Eintrittskarte war, so wie man das hir anscheinend so tut:
Als nächstes Highlight stand ein echter japanischer Garten, der Nitobe Memorial Garden auf unserem Programm.
Dieser Garten lud uns zum Anschauen, Nachdenken und Verweilen ein.
Viel zu schreiben habe ich dazu nicht, dafür ein paar Bilder.
Dieser Garten gilt im Übrigen als einer der schönsten japanischen Gärten außerhalb Japans.
Der letzte witzige Platz, den wir heute beim Campus der UBC besucht haben, war Wreck Beach, der einzige Nudisten Strand von Vancouver. Im Anbetracht der nackten Tatsachen, hab ich dort nur ein Foto und das auch sehr unverfänglich gemacht, aber es war richtig cool dort und ein sehr interessantes Publikum konnte dort beobachtet werden. Wirklich witzig.
Der Weg ging übrigens weit über 100 Treppenstufen nach unten (und nachher wieder nach oben) durch einen ziemlich coolen, recht wilden Wald.
Schließlich ging es wieder heim und nach einem kurzen Intermezzo des Homerun Derbys gucken, gings zu einem super leckeren Essen beim Raincity Grill. Es gab für mich einen Austernpilz-Spinat-Salat, Heilbut und eine Lavendel Creme Karamell mit einem Glas Eiswein. Es war wirklich großartig!!!
Das wars für heute. Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.
Take Care.
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