Was gabs heute?
Nach einem verlängerten Frühstück im Tintin, einem Café hier um die Ecke, das dem grendiosen Comiczeichner Hergé gewidmet ist, (das Frühstück im Hotel war uns einfach zuwider und so musste eine Alternative her) ging es los in die Altstadt von Lissabon.
Der erste Aufstieg wurde mit einem der Elevadors bewerkstelligt, die es in Lissabon gibt und die die Unterstadt Baixa mit den umliegenden Hügel verbindet.
Nach dem elektrifizierten Aufstieg und einem Abstecher zum Platz für die "Märtyrer des Vaterlandes" mussten wir allerdings zu Fuß wieder den Berg hinunter, um auf der anderen Seite wieder hoch zu steigen (naja, ich meine, die Sache mit dem Elevador war ne feine Sache, aber wir waren auf den falschen Berg hochgefahren.... whatever....).
Der Aufstieg war lange und gab sehr interessante Einblicke in die Altstadt von Lissabon. Es reihten sich sehr heruntergekommen Gebäude an wirklich schön restaurierte. Es ist interessant, wenn man diese Kontraste sieht. Abr das ist etwas, was Lissabon auch ausmacht.
Das erste Ziel war ein Aussichtspunkt bei der Kirche Nossa Senhora da Graca, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Stadt hatte.
Dann allerdings hatte ich schon wieder Hunger und wir kehrten im nahe gelegenen Restaurant "A Mourisca" ein, wo wir ein vorzügliches Mittagsmahl (Muscheln und Schweinefleisch bzw. leckeren Braten) mitsamt Suppe, Nachtisch, Kaffee und einer Flasche roten Hauswein (meine Schwiegermutter würde sagen, "ordentlicher Vesbahwoi" oder so...) für 26 Euro bekamen. Genial gut und günstig, einfach ausgezeichnet.
Vom Berg ging erst einmal wieder hinab zu einer Kirche, die heiligen Luzia geweiht ist und die dem Malteserorden gehört.
Auch von hier konnte man einen schönen Blick über Lissabon und den Tejo bekommen.
Die Kirche selbst schauten wir uns auch noch an.
Da es bergab ging, mussten wir auch mal wieder bergauf, denn das Castelo de Sao Jorge auf einem der höchsten Hügel der Stadt Lissabon. Die Aussicht von hier war atemberaubend schön trotz des nun wieder unbefriedigenden Wetters, das wir leider hatten. Egal.
Hier ein paar Blicke von oben...
Und hier noch ein paar Impressionen vom Castelo selbst.
Nach der Besichtigung des Castelos, die mit 5 Euro wirklich ihr Geld wert war, kehrten wir in einem kleinen, von einem Franzosen und seiner portugiesischen Frau geleiteten Café ein, um uns zu stärken und uns echt nett zu unterhalten.
Es ging nun mal wieder bergab zum nächsten Ziel des heutigen Tages, der Kathedrale von Lissabon, einem wirklich mächtigen romanischen Bauwerk, welches, so geht die Legende nach dem Sieg über die Mauren über einer alten Moschee aufgebaut wurde, um den Muselmännen so ein für allemal zu zeigen, wo der Bartel den Most holt, nämlich beim Papst.
Der an sich romanische Bau hat 9 Apsiskapellen im gotischen Stil, die später angebaut worden sind.
Alles in allem ein sehr interessantes Gotteshaus.
Von hier aus ging es weiter bergab Richtung Tejo in das älteste Viertel Lissabons, welches auf die Mauren zurückgeht, Alfama. Hier waren die Straßen extrem eng.
Außerdem ist hier ist auch die Wiege des Fado, jener typischen Musik, die die Schwermut der Portugiesen zur Gitarre zum Ausdruck bringt. Eventuell noch mehr zum Fado... morgen oder so... mal schauen...
Nach einem erneuten kurzen Aufstieg zur Kirche Sao Miguel ging es schließlich und endlich berab und am Tejoufer zurück zum Rossio und zur U-Bahn.
Nach einem Frischmachen im Hotel brachen wir noch mal auf, um gegrilltes Fleisch zum Abendmahl zu speisen, so dass ich die nötige Stärkung erfahren durfte, um diesen Eintrag in meinen Blog zu verfassen.
Das wars für heute..... UCLA ist nur noch einen Punkt hinten.... mal sehen...
Bis morgen....
3 Kommentare:
Vielen Dank für die wirklich beeindruckende Schilderung - und die vielen Fotos. Hab dich mal verlinkt in unserem Portugalforum: www.portugallierforum.de
Hier der genaue link zum thread:
http://www.portugallierforum.de/urlaub-ferienunterkunft/1555-eindruecke-lissabon.html
wir sind alle schon gespannt auf die nächsten Tage...
Guten Rutsch ins neue Jahrzehnt wünsch ich dir
Chica
Hallo! Bin durch den Link im Portugallier-Forum auf deinen Blog gekommen... schön, deine Beschreibungen. Und teilweise sehr witzig, "meine" Stadt durch die Augen eines Newbys zu erleben. :)
Und an diesem 3. Tag warst du sogar auf "meinem" Hügel... nur eine Kleinigkeit zu den vielen Tafeln auf dem Campo Mártires da Pátria - die "wahre" Geschichte dazu ist nämlich noch abgefahrener als du wohl angenommen hast... ;) die sind nämlich für den Doc, der da auf dieser Statue steht, und der zu Lebzeiten nix von seinem "Glück" geahnt hat, mal da oben stehen zu dürfen. Hat nämlich einfach nur seinen Job als Arzt gemacht, wenn auch immerhin ab und zu mal kostenlos Bedürftige behandelt. Nach seinem Tod ist eine Dame, deren Mann/Sohn sehr krank war, auf die Idee gekommen, diesen Doc (Sousa Martins heißt der übrigens) posthum anzuflehen, er möge ihr helfen... und siehe da, das Wunder geschah! Ihr Mann/Sohn wurde wieder gesund... Das "Ergebnis" des Ganzen konntet ihr euch nun da anschauen - noch heute kommen Leute, beten und bitten für ihre Kranken. Und wenn der Doc ihnen "hilft", gibt's ne Tafel... oder nen Wachsfuß, -arm, -kopf, whatever. :D
Viel Spaß noch in Lisboa und bom ano novo 2010 wünscht euch Eli
Hi Eli,
Danke für die tolle Geschichte. Da sieht man mal, was nicht im Reiseführer steht.
Und "deine" Stadt ist wirklich ne ganz tolle.
Beneidenswert....
Bom ano novo.
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