Sonntag, 27. Dezember 2009

Lissabon Tag 1

Guten Abend aus Lissabon und willkommen zum ersten von 6 neuen Blog-Einträgen.

Bilder wird es heute nicht allzu viele geben, da es irgendwann doch recht dunkel wurde und ich nur meine kleine Kamera dabei hatte, die im Dunkel leider nicht so viel taugt.
Aber egal.

Heute morgen ging es in aller Herrgottsfrühe in Neckarsulm los zum Frankfurter Flughafen, wo erstaunlich wenig los war für einen 27.12.. Irgendwie erschien es mir, als wollten die Leute dieses Jahr alle zu Hause bleiben. Da hab ich schon anderes erlebt.

Aber okay, uns wars recht, so waren wir in Rekordzeit (keine 5 Minuten) eingecheckt und in Rekordzeit (keine 2 Minuten) durch die Sicherheitskontrolle hindurch und bereit zum Abflug mir Air Sardinenbüchse aka Lufthansa nach Lissabon. Der Platz war wieder mal rekordverdächtig eng, aber der Flug dafür ja auch nur drei Stunden lang. Zum ersten Mal seit 4 Jahren also Neujahr mal wieder in Europa.

In Lissabon angekommen gings dann mit dem Taxi zum Hotel Roma, wo wir für die nächsten 6 Nächte unterkommen werden. Ein ganz nettes Hotel, wie mir scheint. Mal sehen, wie das Frühstück morgen ist.

Dann war es Zeit für einen Rundgang durch Lissabon. Ein erster Rundgang, um ein bisschen einen Eindruck zu bekommen.
Angfangen haben wir ihn am oberen Endes des Parque Eduardo VII, wo ein großer künstlicher Weihnachtsbaum steht und von wo man einen schönen Blick hinab auf Lissabon und den Tejo hat.
Das ist der Baum. Noch nicht beleuchtet.
Und der Blick auf eine (leider sehr trübe) Stadt Lissabon.

Der Abstieg durch den Park und die sich ihm anschließende Avenida da Liberdade war zwar lang, aber da es nur bergab ging, kein Problem.
Kunst am Praca Marques de Pombal.
Mitten auf der Straße stand dieser R4. Wer genau hinschaut, entdeckt am Steuer auch den Grund, warm das Auto nicht weiter fahren konnte....
Die ganze Avenida ist, wie auch eigentlich ganz Lissabon mit Kopfsteinpflaster bedeckt, aber in ziemlich kunstvollen Mustern. Vielleicht finde ich in den kommenden Tagen noch ein paar Beispiele.
Hier gibt es auch einen der legendären "elevadores", die die Unterstadt an besonders steilen Stellen mit der Oberstadt von Lissabon verbinden. Aber auch hierzu noch mehr in den kommenden Tagen. Ich plane schon, einmal einen solchen "Aufzug" zu benutzen.


Die Avenida endet am Praca Dom Pedro IV (man wird noch merken, dass in Lissabon fast alles nach irgendwem benannt ist, dan bei uns kein Mensch kennt...), einem wunderschönen Platz im Herzen der portugiesischen Hauptstadt.
So sieht es dort aus.

Dort beginnt das Viertel Baixa, also die Unterstadt, ein "Meisterwerk" (???) erster städtplanerischer Versucher in Europa. Viele Geschäfte, sehr touristisch, aber trotzdem sehr schön. Irgendwer wollte mir dort sogar Hasch verkaufen. Sehe ich so aus??? Mannomann, ich sollte vielleicht doch mal wieder einen Frisör aufsuchen - ach ja.... NEIN, ich hab ihm nix abgekauft....

Eine weitere Besonderheit ist Lissabons Liebe für die Kacheln an den Außenwänden von Häusern. Hier ein Beispiel dafür. Es muss noch viele auch wesentlich beeindruckendere Beispiele geben.
Blick von unten auf einen der umliegenden Hügel.
Und der Blick hinauf zum Castelo de Sao Jorge.

Der Praca Do Comercio am Tejo Ufer soll einer der schönsten Plätze Europas sein, leider ist er eine einzige Baustelle und somit alles andere als schön.
Hier zwei Blicke über den Bauzaun.

Zum Tejo Ufer sind wir dann aber doch noch kurz vor dem Cais des Sodre gekommen. Leider war es schon ziemlich dunkel, so dass der Blick auf die Brücke des 25 April nicht wirklich viel Erkennenswertes liefert.
Blick auf den hier sehr breiten Tejo, der nicht weite weg von hier in den Atlantik mündet.
Und die Brücke....
Es war echt dunkel geworden inzwischen und die Weihnachtsbeleuchtung in Lissabon (in jeder Straße eine andere übrigens) war an.

Am heutigen Tag war in Lissabon, genauer gesagt auf der Avenida de Liberdade auch der Silvesterlauf, dem wir dann noch beiwohnten, um die Läufer, die die Strecke, die teilweise (die Straße hinauf) ziemlich steil anstieg, anzufeuern.
Hier noch die Läufer und Läuferinnen beim Aufwärmen.

Wer gewonnen hat, weiß ich nicht genau. Bei den Frauen nehme ich aber an, dass Dulce Felix gewonnen hat, die kurz vor dem Ziel einen riesengroßen Vorsprung hatte.

Nach dem Sport mussten wir was essen. Für mich gab es einen typisch portugiesischen Eintopf mit Meeresfrüchten, der sehr lecker (und sehr reichlich) war.

Um schließlich die Kalorien durch Essen und den guten Hauswein wieder ein wenig zu kompensieren wuchteten wir uns dann die Avenida de Liberdad und den Parque Eduardo VII (einige viele Höhenmeter auf ca. 1,5 Kilometer) wieder hinauf.
Auch hier - Weihnachtsbeleuchtung.


Dort bestaunten wir den nun beleuchteten künstlichen Weihnachtsbaum.

Genug der Weihnachtsstimmung. Irgendwann war Schluss, wir reichlich erschöpft und so fuhren wir dann mit der U-Bahn wieder zum Hotel Roma zurück.

Das wars für heute.
Draußen gewittert es.
Mal sehen, was der Tag morgen für uns bereithält.....

Bis denne....
Ich trink jetzt noch ein Bier und geh dann schlafen.

Até logo.

1 Kommentar:

Eli hat gesagt…

Hi, hier der "versprochene" Kommentar:
In der Baixa versuchen sie jedem, der auch nur ein bisschen touristisch aussieht, "Hasch" anzudrehen. Es sei denn, du siehst sehr, sehr bürgerlich aus und hast evtl. noch 1-2 kleine Kinder dabei - dann bekommste Sonnenbrillen, wahlweise Regenschirme oder Uhren angeboten - vom gleichen "Händler"... :D

Aber gut, dass du ihm nix abgekauft hast - hätte vermutlich eh nur für nen "Kräuterrausch" gereicht... *g* was sie da nämlich meist verkaufen wollen, ist gepresster Oregano. Und die Polizei kann da nicht wirklich was gegen tun, denn es ist wohl in P nicht verboten, so zu tun als ob man Drogen verkaufen würde... steht übrigens auch in vielen Hostels in Lisboa als "Warnung" an den Schwarzen Brettern. ;)

Bjs, Eli