Eigentlich sollte ich jetzt im Baseballstadion sein, die Mets anfeuern, aber ich konnte mich heute abend einfach nicht motivieren. Ich hab deswegen Baseball blau gemacht, zumal ich einfach auch mal Lust hatte, richtig essen zu gehen. Dazu bin ich ja auch noch nicht gekommen, aber ich fange hinten an.
Die Worte Gut und Kirchen stehen ja noch vorher im Titel des heutigen Tages.
Also auf.
Gut war, dass ich heute morgen mal wieder aufgebrochen bin, um die Stadt zu Fuß und per Bahn weiter zu erkunden.
Der Eingang zu einem Bürogebäude, sehr stylisch.
Ich wollte ganz an die Nordspitze von Manhattan, zur 190. Straße zu einem Ort namens The Cloisters, einem Museum für mitelalterliche Kunst, wobei mich nicht das Museum selbst interessiert hat sondern der Park, in dem es liegt.
Aber fangen wir vorne an. Zunächst ging ich mal zu Fuß Richtung Central Park und Columbus Circle, einer Besonderheit in New York, einem Kreisverkehr. Davon gibt es in New York nicht wirklich viele.
Im Time Warner Center befinden sich Restaurants, ein Border und andere Läden. Und Kunst wird dort ausgestellt.
Vom Columbus Circle an arbeitete ich mich durch die Upper West Side nach Norden vor.
In der Upper West Side gibt es viele Kirchen. Ich hab ein paar von ihnen fotografiert.
Es ging zunächst Central Park West entlang bis zur Kreuzung mit der 72. Straße. Auf meiner Spur toter Größen der Rockmusik kam ich heute also zum Dakota, jenem Apartementgebäude, in dem auch John Lennon und Yoko Ono wohnten, bis John beim Nachhausekommen am 8.12.1980 von Mark David Chapman ermordet wurde.
In den benachbarten Strawberry Fields im Central Park gegenüber ist ein Mosaik, das an ihn erinnert.
Auf dem Weg dahin kam ich am Verdi Square vorbei.
Hier hat es mir dieses Gebäude, das Ansonia Hotel sehr angetan.
Dann waren wir also da: Zabar's.
Ja, und alles stimmt. Der Laden ist wirklich großartig. Ein paar Impressionen:
Nachdem ich diesen Laden besucht habe und mir im dazugehörigen Café (supercool, urig, old school, muss man gesehen haben.... wie Katz's Deli nur viel cooler und mehr laid back) einen Grilled Cheese Sandwich und einen Frozen Yoghurt gegönnt und auf dem im Moment sonnigen Broadway (der Mittelstreifen hier ist baumbestanden und begrünt. Es ist eine wunderschöne Gegend!!!!) verspeist habe, ging es in die U-Bahn. Nächste Station.
Die größte im (neu-)gotischen Stil erbaute Kirche der Welt St. Paul The Divine. Atemberaubend. Leider 2001 von einem Feuer zerstört, aber man ahnt trotz allem die Größe dieses wunderschönen Gotteshauses. Irgendwie haben Kirchen es mir bei diesem New York Trip angetan, aber ich liebe Kirchen und Kirchenarchitektur ja sowieso. Der Dom in Schwerin hätte mich ja fast mal veranlasse, Architektur zu studieren (okay, ich wollte auch mal Bäcker werden, damit die Leute aus der Eifel nach Höhr-Grenzhausen zum Brot kaufen kommen... ich war schon immer etwas bekloppt....).
Wie dem auch sei: Hier ein paar Bilder der Kirche.
Zu Fuß lief ich dann weiter zur Columbia Universität.. Unterwegs kam ich noch an einer kleinen Feuerwehrstation vorbei.
Aber dann war ich auf dem Campus der Columbia University, einer der angesehensten Bildungseinrichtugen der USA und Mitglied der sogenannten Ivy League, der auch Unis wie Harvard, Yale oder (ja, ich erwähne es, schließlich hatten wir mal ein Familienmitgleid da) Princeton gehören. Ich glaub footballerisch spielt Columbia in der Ivy League nicht die große Rolle, da sind andere doch immer angesagter.
Der Riverside Park am Ufer des Hudson von den selben Planern entworfen, die auch den Central Park gestaltet haben - etwas enttäuschend.
Ich bin dann bis nach Harlem reingegangen. Die Ecke 125th und Broadway ist schon das, was man wirklich unter Harlem versteht und die U-Bahn-Stationen von da an sind keine Orte an denen ich mich wohlfühlen würde. Negativer Höhepunkt war die Station an der 168. Straße, wo ich von der #1 in den A Train umgestiegen bin, der mich dann zur 190. Straße gebracht hat.
Was für ein Kontrast.
Eine tolle, sehr ruhige Wohngegend, in der man sich da auf einmal befindet. Eine noch intakte Nachbarschaft, so meint mein Reiseführer und das glaub ich gern und dann als Höhepunkt auf einem Hügel über dem Hudson River The Cloisters, umgeben von einem Ort der Ruhe, einem wunderschönen Park und Garten. Unglaublich. Gestaltet wurde dieser Park, Ford Tryon Park, übrigens von einem der Söhne eines der Central Park Gestalter.
Noch ein paar Impressionen aus dem Park.
Mit der Bahn ging es dann expressmäßig zurück nach Turtle Beach, so der Name der Gegend, wo sich mein Hotel befindet, und nach fast 7 Stunden unterwegs zum chillen im Hotel.
Abends wie schon gesagt, schwül, feucht und ich hab keine Lust auf Baseball gehabt, ging es dann noch zu einem richtig witzigen kleinen thailändischen Restaurant, wo Dumbo natürlich wieder mal das schärfste auf der Karte bestellen musste.
Abgesehen davon, dass ich das morgen noch bereuen werde, war ich auch ohne Hitzewelle nass geschwitzt. Naja, zum Abkühlen habe ich dann noch nen Spaziergang am Rock vorbei zum Times Square gemacht, von dem hier jetzt noch ein paar Bilder aus dem dunkler werdenden New York kommen.
Allerdings waren mir hier wieder viel zu viele Menschen. Das sah ungefähr so aus:
Vorbei am Grand Central Terminal....
...ging es dann dir 3rd Ave. zurück....
...ins Hotel, um jetzt hier bei ein paar kühlen Sam Adams und Baseball auf dem Computer mein Blog zu schreiben, während es draußen, regenet, blitzt und donnert.
Es war ein phantatischer Tag in einer phantastischen Stadt, die so viel verschiedenes zu bieten hat, dass es einen fast erschlägt. Es sei denn, man saugt diese Stadt mit allen Sinnen auf und dann fängt man an sie zu lieben. So gehts mir.
In diesem Sine: Gute Nacht.
2 Kommentare:
Guten Morgen, Lüderbrein! Hier sitze ich bei Müsli und Tee, nach einem tollen Feuerwerksabend bei der Travemünder Woche (Leben, wo andere Urlaub machen!), lese deinen Blog und bekommen Lust, mal mit meinem "kleinen" Lüderbrein zum Big Apple zu fahren. Ausser Baseball und Bier haben wir, glaube ich, eine ähnliche Art, eine STadt zu erkunden.
Für den New York Marathon zu meinem 50., wie mal geplant, wird wohl mein Trainingszustand nicht mehr hinzukriegen sein, aber vielleicht findet sich ja mal ne Gelegenheit?
Gute Ankunft zuhause, Lesterschwein
Schaut wirklich toll aus! Vor allem der Laden wo es die ganzen Süßigkeiten gibt hat es mir angetan :D
Hast dir den Urlaub verdient, hoffentlich geht das mit dem Renovieren auch bald wieder vorbei!
Liebe Grüße und hoffe bist heile heim gekommen,
Christina. :D
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