Freitag, 30. Dezember 2011

Dumbos Tour De France - Tag 1 - Amiens

Guten Abend aus Frankreich, guten Abend aus dem Hotel Cardinal im kleinen Örtchen Poix De Picardie.
Es ist spät, aber es ist vielleicht (ziemlich sicher) einer der wenigen Tage, an dem ich live bloggen kann. Ich schätz sogar, es wird der letzte für die kommende Woche sein.
Also, ein Bericht von unserer Fahrt, der ersten Etappe in die Bretagne, während es draußen regnet und regnet und....
Egal.


Heute morgen um 6:00 ging es los. Da war im Westerwald noch Nacht und es hat sogar gechneit, aber der Schnee ging schon in Regen über.
Auf die A61 und dann in Richtung Aachen und dann weiter nach Belgien.
Das Wetter wurde besser und bei unserer ersten Rast irgendwo im Land der Pommes Frites und von Hercule Poirot und Hergé schien dann die Sonne.
Der Rastplatz hingegen war uspektakulär, aber es gab eine Toilette und dann hart gekochte Eier.
Hartgekochte Eier ist für mich immer so ne Erinnerung, die ich mit in Urlaub fahre zusammenbringe.

Echt cool.


Durch Belgien ging es dann weiter. Das Wetter war noch immer trocken und kurz vor Amiens dann war die zweite Rast angesagt. Mit Schnittchen dieses Mal und Kaffee und allem, was man so braucht zum in Urlaub fahren. Mir wird grade so bewusst, dass das so das erste Mal ist, dass ich so in Urlaub fahre, wie wir früher in Urlaub gefahren sind; mit dem Auto und viel Gepäck in ein Ferienhaus oder ne Ferienwohnung, nicht mit dem Flieger in ein Hotel in irgendeiner großen Stadt. Hat auch was, auch wenn ich von 600 km Autofahren schon ein bisschen platt bin.


Weiter ging es zum ersten Ziel unserer Rese, nach Amiens, der Stadt in der eine der beeindruckendsten gothischen Kathedralen überhaupt steht. Das Kirchenschiff ist unglaublich schlank und hoch und die Konstruktion ist so genial, dass sie nach außen fast ohne Stützen auskommt, und das zu einer Zeit, wo man von Statik oder technischer Mechanik noch nicht wirklich Ahnung hatte. Sehr schön.
So schaut der Dom von der Straße her aus.

 So von etwas näher....

 Das sind ein paar Details aus der Fassade dieses wirklich tollen Gebäudes.

Aber, was wirklich toll ist, ist das Hauptschiff, dessen unglaubliche Höhe auf dem folgenden Bild nur unvollkommen dargestellt werden kann...



Der Dom wurde erbaut, weil von einem Kreuzzug ein Stück des Kopfes von Johannes dem Täufer mit nach Amiens gebracht worden war. Dieser wertvollen Reliquie musste natürlich ein angemessenes Gotteshaus errichtet werden. Und da der alte Dom schon drei Mal abgebrannt war, machte man sich an die Errichtung eines neuen.
Man findet daher auch überall die Lebensgeschichte von Johannes dem Täufer...


 Es gibt tolle Rosettenfenster.
 Die Kirche ist wirklich atemberaubend....


Hier ist dann das blutige Ende von Johannes, dessen Kopf, wie wir alle wissen, der Tänzerin Salome als Geschenk gemacht wurde (auf einem Silbertablett....)

Das ist das andere Rosettenfenster im Querschiff.

Es ging dann raus aus dem Dom.
Auf den ersten Blick schien Amiens ziemlich langweilig zu sein, aber das kam daher, dass wir uns dem Dom von der falschen Seite genähert hatten. Auf der anderen Seite war es nämlich echt wirklich schön.
So ist diese Uhr hier auch wirklich toll.

 Es war außerdem Weihnachtsmarkt in Amiens. Ich finde es im Übrigen übrigens (???) cool, dass auch hier noch Weihnachtsmarkt ist, wie auch z.B. letztes Jahr in Budapest noch einer war. In Deutschland ist Weihnachten ja quasi mit dem Heiligabend abgehakt.

Wir sind dann also über den Weihnachtsmarkt gestrichen.
Immer wieder konnte man Blicke auf die Kathedrale erhaschen, so wie dieses hier.

 Aber auch noch andere schöne Gebäude, so wie dieses alte Theater aus den Jahren 1778/79.
 Oder diese Gebäude hier, die so schief sind, was aber auf dem Bild leider nicht so rüberkommt.

Die Schaufenster waren voll von Leckereien, wie diesen Torten.
 So ein Weihnachtsmarkt ist toll. Es gibt Karusselle....

 ...tolle Bradwurst :-) und all so was.
 Das hier ist sicherlich das schmalste Restaurant in Amiens. Lustig, wie immer wieder solche Gebäude zu sehen waren.

 So wie auch dieses tolle Jugendstilgebäude.
 Vor dem Hotel De Ville waren auch viele viele Weihnachtsbäume aufgestellt.
 und noch ein Karussell mir Pinguinen und Eisbären. Man beachte den einen in Plastiktüten eingepackten Pinguin....
 Aber, was so einen Weihnachtsmarkt doch immer wieder ausmacht, ist der Glühwein, den man sich nach fast 600 Kilometern Autofahrt und zwei Stunden Kälte auf dem Markt dann doch mal verdient hatte.
 Auf dem Rückweg zum Auto durchquerten wir dann noch eine der in Frankreich wirklich sehr sehr verbreiteten Markthallen.
Man beachte dieses Komposition aus dreierlei Kohl.
 Aber mal im Ernst. So eine Markthalle finde ich ja immer wieder klasse und deswegen auch zum Abschied noch ein Bild von Oliven.
 Bis zu unserem Hotel waren es noch knapp 30 Kilometer.
Hier seht ihr das Hotel Cardinal, das weniger üppig als sein Name, aber dennoch sehr ordentlich ist.
Nach einem guten Essen  mit ein paar Weihnachtsbieren und diesem Blogeintrag, geht es dann auch gleich ins Bett.
Leider werde ich aus der Bretagne nicht so viel schreiben können, aber ich werde dennoch bloggen und das alles dann im Nachhinein hochladen.




In diesem Sinne: Take care.






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