Freitag, 16. Oktober 2009

BC Herbst 2009 - Tag 6 - Sooke, Jordan, Renfrew

Meine Warnung für heute: Es gibt viele Naturaufnahmen.

Heute war nämlich der Tag, an dem wir mit einem AVIS Mietwagen einen klitzekleinen Teil von Vancouver Island, nämlich die Strecke von Victoria nach Port Renfrew erkundigten.

Thema 1: Wetter.
Wir hatten in der Tat keinen einzigen Tropfen Regen, bis wie fast wieder zurück in Victoria waren. Der Rest der Zeit war es zwar meistens bedeckt, aber trocken und absolut nicht unangenehm oder kalt. Alles in allem wirklich gut.

Nachdem wir um 9 Uhr unseren Hyundai bei AVIS abgeholt hatten, ging es erst mal Richtung Sooke.

Sooke ist ein klines Städtchen, echt nett am Meer, wo ich auf dem neu gebauten Pier (mit Hilfe der Olympischen Spiele finanziert????) ein paar Bilder gemacht hab.

Ein kurioser abgestorbener Baum.
Sonne...
und Meer.
Von Flechten überwachsene Bäume gibt es hier jede Menge. Diese Flechte nennt sich "Old Man's Beard". Hier gehen eine Alge und ein Pilz eine Symbiose ein.... habe ich heute gelernt - faszinierend.

Der Wald geht hier bis direkt ans Wasser und hat seltsame Bäumer hevorgebracht.
Auch in Sooke wohnen offensichtlich Menschen, die mit der herrschenden Gesellschaftsform nicht einverstanden zu sein scheien, und die dies auch offen kundtun. Hier z.B.
Cool :-)

Weiter ging es auf der Straße. Der nächte Halt war "French Beach".
Hierbei andelte es sich um einen ziemlich steinigen Strandabschnitt mit Campingplatz, Plumpsklos und so weiter. Interessant ist, dass man sein Partk insonfern selbt bezahlt, dass mein sein Entgeld in einen Briefkasten wirft und die selbst abgetrennt Quittung in sein Auto legt. Es lebe die Ehrlichkeit... Ach ja Kanada... deswegen bist du nicht die Weltmacht geworden sondern die Ammis....

Das Wasser jedenfalls war toll.

Und es lag einiges sehr sehr mitgenommen aussehendes Strandgut herum. Hiervon ein paar Detailaufnahmen.

Weiter gings. Nach Jordan River gings los: Die Straße wurde enger und teilweise alpin mit engen einspurigen Brücken. Man merkt: Man war mitten in Kanada.

Erstaunlich aber wahr. Die meisten dieser Brücken, wie auch diese (vielleicht kann man es andeutungsweise sehen) bestehen aus Holzplanken.

Interessantz auch der Dunst, der Nebel, der immer wieder vom Meer her aufkommt. Wir befinden uns hier aber in einer der feuchtesten Regionen des gemäßigten Zone. Man spricht auch vom Regenwald der gemäßigten Zone.

Aber ehe ich zu viel ins Labern komme: Dieser Fluss wird von der Brücke überspannt.
Irgendwann kamen wir dann an in Port Renfrew.
Nach einem kleinen, von ein paar Stromausfällen unterbrochenen Mittagessen ging es weiter zur Botanical Beach.
Der Weg dorthin war ein Weg durch einen Wald, wie man ihn hier nicht kennt. Überall Feuchtigkeit, überall Felchten und skuril aussehnde Bäume. Alles in allem ein riesengroßes Erlebnis. Das war nicht mehr wie bei den Weihern.
Baumskelette.
riesige Fichten.
von Flechten überwucherte Äste.

Die vom Wasser zurückgelassenen Pools lassen echt einiges zurück, was ich in ein paar Fotos versucht habe, festzuhalten.


Vor der Küste wächst eine sehr interessante Algensorte, die riesig groß wird und bis zu 30 cm am Tag wächst. Hier sieht man einen Haufen von den Dingern, wie sie aussehen, wenn sie tot sind.
und nein, sie ziehen keine harmlosen Schwimmer ins Meer.... oder?
Hier sieht man sie im Wasser (die dunklen Knubbel. Das ist dieses Algenzeug).
Teilweise glaubte man, der Strand beobachte einen.Just do it.


Je weiter wir gingen umso verwunschner wurde der Wald, in dem wir uns bewegten. Man glaubte, in eine Geschichte von Walter Moers hineingeraten zu sein, so seltsamn wurde der Wald. (Ehrlich.... ich übertreibe jetzt nur ein kleines bisschen....)

Flechen, immer mehr Flechten.
Ziellos in die Gegend ragende, Wurzeln gleichende Äste an den Bäumen.
Es war wirklich unglaublich, und ich kanns nur wiederholen: So etwas hab ich noch nie vorher gesehen.
Auch die verschiedensten Pilze gedeihen wndervoll in diesem nassen Klima.

Von Botanic Beach dann zu Botany Bay.
Eine weiter Bucht auf der Halbinsel und recht gut zu Fuß über einen Trail zu erreichen.
Hier wachsen natürliche Bonsai Fichten. Dieses Exemplar sollte aufgrund seines Altes 40 Meter hoch sein, bringt es aber auf Grund seiner kargen Wachstumsbedingungen auf einem Felsen im Meer auf gerade mal einen halben Meter.

Wir hatten dann genug von Stränden ud Regenwald und machten uns zurück auf dem Weg nach Victoria, aber nicht ohne noch einen Zwischenstopp am China Beach einzulegen.



Auch hier lag viel viel Strandgut herum.....
Auf dem Weg zum Strand jedoch die größte Überraschung - dieses Auto. Es ist mir unerklärlich, wie es dorthin, wo keine Straße führt, gekommen sein mag.

Auch vom China Beach ging es dann irgendwann zurück.

Das war der Roadtrip über einen kleinen Teil der Insel. Es war wirklich grandios.

Schließlich wurde der Abend, das soll hier nicht unerwähnt bleiben bei Swans abgerundet. Und das in bester - in allerbester - Weise.

Und so ist es jetzt an der Zeit, ins Bett zu gehen.

Gute Nacht.

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