Montag, 29. Dezember 2014

Andalusien 2014/15 - Tag 2

Hallo und guten Abend aus Cordoba. Der zweite Abend in Andalusien ist gekommen. Es ging ein ereignisreicher und auch genusstechnisch gelungener Tag voran.

Am frühen Morgen starteten wir zu unserem ersten Programmpunkt in diesem Aufzug mit Blick nach Draußen.


Das Wetter war im Gegensatz zu gestern Abend echt großartig. Der Himmel war blau und die Sonne strahlte. Temperaturmäßig waren wir allerdings nur knapp über dem Gefrierpunkt. Aber das war egal. Es war grandios.



Es ging in ein typisches Hammam, ein muslimisches Bad. Natürlich konnte man drinnen keine Bilder machen. So nur ein Blick in den Vorhof das Bades. Es war klasse. Es gibt ein warmes, ein kaltes und ein heißes Bad sowie ein Dampfbad. Da immer nur eine recht kleine Anzahl an Leuten für eineinhalb Stunden eingelassen wird, tritt man sich auch nicht auf den Füßen rum, wie zum Beispiel in Bad Ems in der Therme immer mal wieder. Klein ist das Bad auch, also echt gemütlich. Die maurische Architektur und sanfte Musik passen wirklich gut. Sehr empfehlenswert.





Das Wetter war immer noch klasse nachdem wir aus dem Bad kamen (wie es der Wetterbericht im Übrigen auch für die kommenden Tage voraussagt).



Also machten wir uns auf, um erst mal im Sonnenschein zu sitzen und einen Kaffee zu trinken. Das Wetter war toll und wo die Sonne schien, konnte man es wirklich sehr sehr gut aushalten. Schon besser als grade im Westerwald….



Es ging dann kurz zurück zum Hotel, um unsere nassen Sachen loszuwerden, ehe wir noch auf ein kurzes Mittagessen in einer wirklich netten Bar eintrudelten.
Einige Sprachprobleme hatten wir hier, aber im Endeffekt waren wir dann doch satt.





Nach dem Mittagessen ging es dann los, um die ehemalige Moschee, das Wahrzeichen von Cordoba anzuschauen. 
Das Wetter war klasse (sagte ich schon mal, oder?) und wir machten uns auf den Weg durch den Innenhof, der wir auch alle Straßen hier in Cordoba von Orangenbäumen und Palmen beschattet wird.






Der Gebetssaal, in den wir dann gingen, fasste einmal 40.000 Betende. Eine Stadt wie Cordoba, die vor rund 1000 Jahren eine Million (!!!) Einwohner hatte brauchte natürlich große Gotteshäuser. Die Größe alleine ist schon beeindruckend, wie auch die Architektur und die Regelmäßigkeit der Säulen, die an Palmen erinnern (sollen). Großartig.








Nachdem die Christen Cordoba zurückerobert hatten, ging nicht nur der Wohlstand und Reichtum der Stadt recht schnell zugrunde, auch bauten die Christen mitten in die Moschee eine Kathedrale, an der sich schon damals die Geister schieden. Kaiser Karl V war beispielsweise alles andere als begeistert, als er diese sah.
Dennoch ist sie sehenswert, alleine aus dem Kontrast heraus, den sie zu der wesentlich ältere Moschee bildet.




Schließlich verließen wir die Moschee wieder.


Es ging weiter zur römischen Brücke (Cordoba hat schließlich auch einmal als Römerstadt gedient) über den Fluss.


Von hieraus ging dann der Blick zurück auf die Altstadt mit der Moschee.


Am Fluss gab es viele gefiederte Tiere, die so aussahen, als würde sie ihre Flügel im Wind trocknen.



Und über allem stand der Mond am Himmel.


Einige Möwen flogen durch die Gegend.


Ein Straßenkünstler künstelte auf der Straße herum.


Wir machten uns wieder auf den Weg. Vorbei an einigen schönen bunten, in einem Innenhof ausgestellten Keramikartikeln….




… ging es zum Alcazar, dem ehemaligen christlichen Königspalast.



Sehenswert sind hier zum Beispiel die aus römischer Zeit stammenden Mosaike.




Apropos römisch. Hier gibt es natürlich auch eine Ausgrabungsstätte.


Das schönste aber sind die Wasserspiele im Park des Palastes, die von Musik untermalt werden und eine tolle Choreographie haben.













Ein Denkmal im Park zeigt die Entsendung von Christoph Kolumbus.


Der Blick zurück auf den Park im Gegenlicht. Es war wirklich schön.




Im Palast finden eich an den Wänden wirklich alte Sachbeschädigungen….



Nach der ganzen Lauferei hatten wir erst einmal Durt und kentern kurz in einer Musikkneipe ein, wo es leider nur dieses Bier hier gab.


Dann noch einmal kurz zurück zum Hotel zum frisch machen. Sieht ein bisschen verrostet aus. Ich geb's zu...


 Schließlich war Zeit für ein leckeres Abendessen, das wie üblich hier in Spanien mit Käse und Schinken bekommen wurde.


Danach gab es zwei warme Vorspeisen, von denen die eine Bohnen mit Schinken und Ei waren, was viel viel leckerer schmeckte, als man sich das so vorstellt.


Da wir schon um 7 Uhr im Restaurant war, war noch sehr wenig los. Unser Brotkorb war deshalb auch sehr einsam.


Das Hauptgericht jedenfalls war Iberico Schwein vom Grill mit Kartoffeln. Extrem lecker.


Es gab dann auch noch einen flüssigen Schokokuchen (der Trendnachtisch der 2010er glaube ich), ehe wir das Restaurant voll und glücklich verlassen konnten.

Einen Absacker gab es auch noch im Brewpub von Cordobas Vorzeige-Craft-Beer-Brauern von Califa. Das IPA war lecker und hat dem Abend einen würdigen Abschluss gegeben.

Morgen werden wir dann unseren Mietwagen mal wieder bemühen. Und während ich hier das Ende des Liberty Bowl zwischen Texas A&M und West Virginia schaue, wünsche ich euch alles Gute und eine gute Nacht.

Bis morgen

Hasta luego.




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