Dienstag, 3. Juli 2012

Vienna Calling - Sopron und Rust

 Einen schönen guten Abend aus dem heute sehr gewittrigen Burgenland.
Nach dem Tag, der heute teilweise mit Temperaturen von 38°C aufwartete, kühlt es jetzt ein bisschen ab und es regnet.

Heute war erst mal ein kleiner Ausflug ins benachbarte Ungarn, nach Sopron, angesagt.
Sopron ist wirklich ein schöner Geheimtipp. Nicht touritisch überlaufen, eine nette Innenstadt und recht günstig.
Das Wetter war heute morgen jedenfalls vom Feinsten und so starteten wir bei strahlend blauem Himmel unseren Trip nach Ungarn.
Grenzkontrollen gabs natürlich keine und so kamen wir unbehelligt nach Sopron.
 Sopron ist eine wirklich nette kleine Stadt. Viele Kirchen, schöne Straßen mit Kopfsteinpflaster und wirklich tolle Häuschen mit Innenhöfen überall.

 Im Bereich der alten Stadtmauer, wo auch einige Bagger mit Renovierungs und Sanierungsarbeiten beschäftigt waren (von der EU gefördert natürlich) gabs auch einige ältere Teile der Stadt als Ausgrabungen zu bewundern.



Ein paar weitere Impressionen aus Sopron:
Ein schöner Straßenzug der typisch ist für die Stadt:

Dieser Hund (?) als Verzierung über einem Fenster.


Auf dem oberen Bild erkennt man rechts einen der für Sopron typischen Torbögen, hinter denen sich oft schöne Innenhöfe verbargen mit Restaurants zum Beispiel.

Oder in diesem Innenhof ist eine Galerie eines Bildhauers versteckt. Man erkennt die Statuen ein bisschen.

Wenn die Tore zu den Hinterhfen verschlossen waren (was bei den meisten Häusern so war), konnte  man nur die teilweise wirklich schönen Torbögen und Tore anschauen.


 Nicht alle waren (wie man auf dem oberen Bild sieht) restauriert, aber der Anteil an zerfallenen Gebäuden ist in Sopron echt klein. Ob da auch EU Gelder im Spiel waren?

Eine wirkliche kleine Sehenswürdigkeit ist die (ehemalige) Synagoge von Sopron, die wir uns dann auch anschauten. Fotografieren kostete dort 200 Forint, also musste ich ein paar Bilder machen. Muss sich ja lohnen :-)
 Die Bima der Synagoge mit der Thora. (Es werden wohl hier keine Gottesdienste mehr gefeiert)
 Der Thoraschrein mit zwei Thorarollen.
Es gab im übrigen nicht viele Juden in Sopron. zwischen 10 und 15 Familien, aber zwei Synagogen, von denen wir die andere (ganz unscheinbar hinter einen unkenntlichen Tür verborgen) später noch besuchten.

Beide Synagogen sind wohl aus dem 13. Jahrhundert. Man erkennt auf dem unteren Bild noch Reste des (rekonstruierten) Gewölbes.

 Unten noch einmal die Thorarolle.

Die synagoge (links) ist mitten in Sopron in die Straßen integriert (im Hintergrund der Kirchturm einer der vielen Soproner Kirchen).

Das hier ist die andere (unscheinbarere und kleinere) Synagoge, die wir mehr per Zufall (und fast gegenüber von der anderen) gefunden haben. Die Bima ist hier nur angedautet und man sieht vorne der Thoraschrein.
 Blickte man durch die geöffnete Tpr nach außen (wie oben auf dem Bild), naja, so konnte man eben Blumentöpfe sehen.... Whatever....

Die St. Georskirche in Sopron ist richtig barock und überladen.


Langsam wurde es dann Mittag und wir bekamen Hunger. Auf dem Weg zum Mittagessen trafen wir diese Katze, die glaub ich nicht so Hungrig war wie wir.

Das ist  mein Mittagessen (ja, die Küche hier ist gefährlich und nicht wirklich zum Abnehmen geeignete). Heute gabs gegrillte Gänseleber mit Beilagen. Wirklich lecker!


Nach dem Essen wars dann mit der Innenstadt von Sopron.
Und ein Geheimtipp, wenn draußen das Wetter richtig heiß ist, ist natürlich....
....ein klimtisiertes Einkaufszentrum (welch ein immer wiederkehrender Running Gag in diesem Blog).

Lustigerweise, wie ich finde, dass in diesem Shopping Center nicht ein H&M nebem einem anderen Hussel und einem dritten Hollister oder Adidas oder wahtever Laden war.
Stattdessen gab es so interessante Läden wie diesen....
Naja, man sagt ja, dass Hundebesitzer ihrem Hund immer ähnlicher werden (oder umgekehrt), insofern ist so ein Laden natürlich sicherlich einer, der in eine Marktlücke stoßen könnte....

So verabschiedeten wir uns aus Ungarn und machten noch einen Kurztrip zum Neusiedler See in den kleinen Ort Rust, der für zwei Sachen bekannt ist: Er ist einer der bedeutendsten Weinorte im Burgenland, weswegen es auch an jeder Ecke ein Weigut oder einen Weinausschank ooder ähnliches gab. Und natürlich konnten wir es nicht vermeiden, auch ein paar Produkte der Gegend zu begutachten.

Man sieht auch, dass schon ein paar Wolken am Himmel sind. Rust ist an sich ein sehr sauberer, beinahe geleckter Ort, in dem viele Szenen der ARD/ORF Serie "Der Weinkönig" gedreht wurden.

Und das andere für das Rust bekannt ist, sind die vielen Sorchennester in der Stadt, von denen auch einige belegt waren.


In dem unteren Bild nur die Jungstörche. Wahrscheinlich sind die Eltern grade dabei. was zu Essen zu besorgen. Übrigens klappern die Klapperstörche wirklich und das Geräuch hört man in Rust ständig.

Hier ist die Mutter (oder der Vater?) urück vom Essen suchen.

Und hier ein weiterer Storch im Anflug...
...und gelandet...

Vom Ufer des Sees dann noch Blick zurück auf Rust.

Außer den Störchen gibt es im übrigen auch sehr viele Graugänse hier. So viele, dass sogar an den Straßen Warnschilder stehen.


Und zum Abschluss der heutigen Bilderserie noch ein Bild vom Schilf, das eine so große Fläche des Sees ausmacht.

Das wars für heute.

Bei einem leckeren Rosé aus dem Burgenand lasse ich jetzt noch den Abend ausklingen und wünche euch noch alles Gute.

Take Care.

Keine Kommentare: