Der heutige Tag war im Wesentlichen von Projektarbeit unserer Schüler geprägt. Sie sollten ein kleines Gedicht als Theaterstück aufführen. Ehe dieses morgen in der Schule präsentiert wird, war heute “Generalprobe” vor einer Gruppe von Kindern, die hier zu Gast sind, weil deren Familien während des schweren Hochwassers in Südpolen alles verloren haben.
Durch die Arbeit am Projekt gab es wenig Freiraum auch für uns.
Hier also ein Tagesbericht mir Fotos, ein wenig anders….
Nach dem Frühstück lief mir diese schwarze Katze über den Weg (Katzen gibt es hier im Übrigen jede Menge) .
Dieses Vieh hatte absolut keine Lust, sich von vorne fotografieren zu lassen, aber egal.
Für alle zu Hause, die denken, hier in Polen würden wir einen lockeren, erholsamen Urlaub verbringen, diese Warnung. Wir arbeiten hier natürlich unter Einsatz unseres Leben und das Tag für Tag für Tag für Tag….
Allerdings hatten wir Bombenwetter. Es war noch besser als gestern, super blauer Himmel, Sonnenschein, 20°C. Mehr kann man sich im September kaum wünschen, wenn man bedenkt, wie das Wetter im Westerwald im Moment so ist.
Apropos Katze….
Sehr ausdrucksstark….
Im Übrigen wimmelt es hier von Mehlschwalben. Ihre Nester haben sie überall gebaut. Und irgendwie verwundert es mich, dass sie noch so zahlreich hier und nicht schon auf dem Weg nach Afrika sind.
Und sie haben sogar noch echt Kleine.
Zum Projekt zurück: Wo gehobelt wird, fallen Späne….
Ein anderer wichtiger Programmpunkt heute war die Zubereitung einer typischen Landesspeise. Unsere Schüler hatten sich für Currywurst entschieden.
Hier brutzeln gerade die (polnischen) Würste, die aber dank genialer Currysoße richtig gut wurden.
Das ganze wurde dann zu einem Buffet zusammengetragen, auf dem es u.a. auch einen supergenialen Kartoffelbrei (danke Julia, auch wenn die Muskatnuss fehlte) gab.
Nach dem Abendessen machten wir dann noch einen kurzen Ausflug nach Novo Warpno, einem kleinen Ort auf einer Halbinsel, nur einen Katzensprung von Alt Warpen entfernt, das auf der anderen Seite der Bucht und deutsch ist.
Es war schon wirklich ziemlich dunkel, aber ein paar Bilder von dieser netten kleinen Ortschaft sind doch was geworden.
Das hier ist die Hauptstraße.
Links sehen wir das alte Rathaus und im Hintergrund die Kirche.
Die Sonne war gerade untergegangen (naja, schon ein bisschen mehr als gerade) und die letzten Farbspiele waren noch am Himmel über der Bucht zu sehen.
Sonnenuntergang hinter einem Schiff, das hier im Hafen auf dem Trockenen liegt.
Über Novo Warpno selbst wurde es dann immer dunkler. Allerdings zeigten sich zu meiner Freude noch einmal wieder echte Fotowolken (lange keine mehr gesehen), wie die nächsten beiden Bilder beweisen.
Nach einem letzten Blick über die Hauptstraße ging es zurück ins Ferienlager, wo wir noch einen schönen gemeinsamen Abend mit guten Gesprächen und viel Spaß verbrachten.
Das ist mein letzer Post aus Podgrodzie. Keine Ahnung, wie die Internet-Situation an der Ostsee ist. Wer weiß, wann ich mich wieder melden kann. Evtl. erst im Nachhinein. Egal. Ich werde weiter schreiben und bloggen.
Man liest sich.
Gute Nacht!!!
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