Aber egal, erst mal ein bom ano novo für euch alle im fernen Deutschland oder wo auch immer ihr diesen Blog hier lest.
Den Wechsel ins neue Jahr haben wir nicht in Belém gefeiert, wo eine große Party stattgefunden hat. Ich war einfach nicht der Meinung, dass wir im vergangenen Jahr so böse waren, dass wir uns zum Jahreswechsel mit einer Beatles Revival Band hätten bestrafen müssen. Nichts für ungut. Ich hab nix gegen die Beatles, aber die Worte Revival Band, naja, die gehen halt mal gar nicht....
Wir waren auch nicht auf dem ehemaligen Expo Gelände, wo wohl auch war los gewesen sein, wenn man den Berichten im portugiesischen Fernsehen Glauben schenken durfte. Wir haben, wie ein guter Freund von mir das immer so schön sagt, "nen gemütlichen" gemacht, sind also im Hotel geblieben, wo gestern abend parallel "Portugal sucht den Superstar", "Skating with the Stars" und eine Endemol-Produktion, die man an besten "Kleine hässliche Kinder singen portugiesische Lieder" nennen könnten parallel liefen.
Eine Sache, die man sich bei uns nicht vostellen könnten, vor allem, wenn Dieter Bohlen dann in zwei Sendungen parallel in der Jury sitzen würde... whatever.... Der Jahreswechsel war jedenfalls trotz allem klasse und der Sekt auch nicht übel.
Heute morgen sind wir dann auch ein wenig langsamer in die Gänge gekommen, soll heißen, erst kurz vor Mittag in der Stadt gewesen, um heute mal die komplette Linie 28 vom Anfang am Martim Moniz bis zum Ende am Cemiterio dos Prazeres. Auf gehts.
Der erste Teil der Strecke der 28 geht hinauf in die Hügel der Altstadt durch wirklich enge Gässchen und an Läden vorbei, die trotz des Feiertages ihre Türen geöffnet hatten.
An der Kirche des Malteserordens, die wir vor drei Tagen schon mal besucht hatten gabs dann ein nicht unausführliches Mittagessen (und ja, man isst hier eine ganze Menge....) zu einem überteuerten Preis (aber das ist ja normal, wenn man dort isst, wo die Massen essen). Danach einen Spaziergang hinüber zur Igreja de Sao Vincente de Fora, die aber leider zu war, so dass hier nur ein paar Bilder von außen drin waren.
Hier zwei Detailaufnahmen der Kacheln.
Es fing dann auch mal wieder an zu regnen, so dass wir wieder in die 28 reinspringen konnten, um weiter zu fahren. Als wir das nächste Mal ausstiegen hatten wir die Hügel der Altstadt verlassen, waren durch die Baixa geruckelt, hatten einem alten Mann fast den Schirm entrissen - also nicht wir, eher die Bahn - und waren die Hügel Richtung Chiado wieder nach oben. Ausgestiegen sind wir dann wieder an der Haltestelle Estrela vor der gleichnamigen Kirche (das Wetter war wieder trocken) und haben uns den Park ebenfalls gleichen Namens gleich auch noch angeschaut.
Und weil ich auf dieser Reise so wenig Tierbilder gepostet habe, hier das erste von mehreren am heutigen Tag.
Schließlich sind wir dann wir per pedes zum Friedhof gegangen, um am ersten Tag des neuen Jahres ein wenig über die Vergänglichkeit des Lebens nachzudenken.
Auf dem Weg dorthin sind wir an einem alten (ich vermute mal) Revuetheater vorbei gekommen, dass total verfallen...
Auch auf dem Friedhof scheint es eine Katze zu geben, die dort wohnt und die schon in einige Kämpfe verwickelt war.
Ende mit Tierbildern für heute....
Stattdessen ein paar stille Impressionen von Friedhof.
Aber die Konfrontation mit der Vergänglichkeit des irdischen Seins ist nicht alles hier.
Vom Friedhof aus ergaben sich nämlich auch einige tolle Blicke auf die Brücke des 25. April.
Irgendwann hatte ich wieder Kaffeedurst und der wurde dann auch mit einem dieser wunderschönen kleinen Kaffees, die man hier in Lissabon bekommt, gestillt. Kaffee, das steht fest, das können die Portugiesen sehr sehr gut.
Nach der Kaffeepause sind wir dann wieder zurück in die 28 bis zur U-Bahn Station Baixa-Chaido, wo wir des Regens wegen durch die U-Bahn-Station in die Baixa hinab stiegen, um dann mit dem Aufzug wieder nach Chiado nach oben zu fahren. Ja, das klingt wirklich extrem bekloppt. Und wenn ich jetzt drüber nachdenke.... ja, wars auch.... aber egal.... wir sind schließlich im Urlaub und da macht man auch mal was beklopptes.
Außerdem ist der Aufzug Santa Justa sogar auf dem Cover meines Reiseführers drauf, also muss man den auch als braver Tourist mal besichtigt haben (dachten sich wohl die 200 Leute vor uns der Schlange auch....).
Spaziergehend ging's dann wieder den Berg nach unten und mit der U-Bahn...
Das war's.... das war im Prinzip unser Trip in die wirklich tolle portugiesische Hauptstadt. Es hat uns sehr gut gefallen, auch wenn der Putz teilweise etwas bröckelt (oder gerade weil??)...
Morgen abend werde ich mich noch mal, dann wieder aus Neckarsulm, melden und die letzten Stunden (also den morgigen Vormittag) in Lissabon Revue passieren lassen.
Lasst es euch bis dahin gut gehen.
Até logo.
1 Kommentar:
wow... hoffentlich kommst du bald wieder, damit wir weiterlesen können. Deine Fangemeinde befindet sich übrigens hier: Portugallierforum
:)
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